KFZ-Sachschaden durch Schüler während der Schulzeit

Dieses Thema "ᐅ KFZ-Sachschaden durch Schüler während der Schulzeit - Aktuelle juristische Diskussionen und Themen" im Forum "Aktuelle juristische Diskussionen und Themen" wurde erstellt von Lutisse, 19. April 2012.

  1. Lutisse

    Lutisse Neues Mitglied 19.04.2012, 13:49

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    KFZ-Sachschaden durch Schüler während der Schulzeit

    Ich beschäftige mich gerade mit folgendem Sachverhalt:

    es entsteht durch einen minderjährigen Schüler (7 Jahre) auf dem Schulhof (in der Mittagspause) ein Sachschaden an einem Auto, da der Schüler einen Stein über den Schulzaun geworfen hat.

    Handelt es sich hierbei um eine Verletzung der Aufsichtspflicht seitens der betreuenden Pädagogen? Wer ist für den Schaden haftbar zu machen bzw. ist die Schule in jedem Fall für den Begleich des Schadens zuständig? Kann die Schule sich weigern die Haftung ganz oder teilweise zu übernehmen bzw. den Begleich der Schadenssumme? Es handelt sich um eine freie Grundschule.

    Danke für alle Antworten! :)
     
  2. zeiten

    zeiten V.I.P. 19.04.2012, 14:00

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    AW: KFZ-Sachschaden durch Schüler während der Schulzeit

    nein. es ist weder möglich noch notwendig ein 7-jähriges kind während der pausenzeit minutiös zu überwachen.

    anders sähe es aus, wenn nicht ein kind einen stein geworfen, sondern zb. 10 kinder 20 minuten lang systhematisch steine geworfen hätte. das hätte der pausenaufsicht auffallen müssen, dann läge eine aufsichtspflichtverletung vor.

    das kind.

    nein.

    ja.
     
  3. Lutisse

    Lutisse Neues Mitglied 19.04.2012, 15:28

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    AW: KFZ-Sachschaden durch Schüler während der Schulzeit

    Danke für die Antwort.

    Meines Wissens sind Kinder zwischen 7 und 10 Jahren laut § 828 nicht haftbar bei Unfällen mit Kraftfahrzeugen. Es gibt hier unterschiedliche Meinungen, ob sich dieser Passus nur auf den fließenden und nicht auf den ruhenden Verkehr bezieht? Außerdem ist die Frage woran sich die in § 828 angesprochene Einsichtsfähigkeit festmacht. Das Kind hat die Tag nicht vorsätzlich getan.
    Man kann also zusammenfassen, dass die Aufsichtspflicht der Schulpädagogen wahrscheinlich nicht verletzt wurde, auch wenn Sie das Kind nicht im Blick hatten, obwohl es bereits einige Wochen zuvor einen Vorfall gab, bei dem das Kind einem anderen Kind aus Versehen einen Stein an den Kopf geworfen hatte? Wenn die Aufsichtspflicht der Schule nicht verletzt wurde, haftet das Kind trotz seiner sieben Jahre voll und muss den Schaden über die Haftpflichtversicherung der Eltern zahlen?
     
  4. pastafrass

    pastafrass V.I.P. 19.04.2012, 15:54

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    AW: KFZ-Sachschaden durch Schüler während der Schulzeit

    Ein Kind mit 7 haftet nie voll.

    Die Haftpflicht ist durchaus sinnvoll anzufragen.
     
  5. zeiten

    zeiten V.I.P. 19.04.2012, 15:59

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    AW: KFZ-Sachschaden durch Schüler während der Schulzeit

    stimmt.

    es geht hier nicht um einen "unfall mit einem kraftfahrzeug". dafür wäre notwendig, dass ein kfz am unfall beteiligt gewesen wäre. ist es aber nicht, es war lediglich "opfer".

    wäre das kind zb. mit fahrrad an parkendem auto geschrammt, so wäre auch das kein "unfall mit einem kraftfahrzeug" und damit wäre das kind schadenersatzpflichtig. (ich meine, da gäbe es sogar ein bgh-urteil dazu.)


    an der einsichtsfähigkeit des betreffenden kindes. sollte es hier ein eher nicht dem alter entsprechend entwickeltes kind sein, welches überhaupt keine ahnung hat, dass ein stein einen schaden anrichten kann, dann wäre es nicht haftbar. ein 3-jähriges hat eine solche einsichtsfähigkeit generell nicht. ein normales 7-jähriges sollte das schon haben, hätte es das nicht, wäre es möglicherweise in der schule nicht gut aufgehoben...

    dann zumindest grob fahrlässig. ein (normal entwickeltes) 7-jähriges kind weiß schon, dass man nicht mit steinen wirft, wenn andere menschen oder kraftfahrzeuge irgendwo in wurfrichtung stehen, weil diese beschädigt oder verletzt werden können.

    ja.

    davon gehe ich aus.

    wenn es die nötige einsicht hatte (davon gehe ich erst mal aus) dann ja.

    sofern die eltern eine haftpflichtversicherung für das kind haben, dann ja.


    wieso das denn nicht?


    link zum bgh-urteil: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&nr=31390&pos=0&anz=1
    Zuletzt bearbeitet: 19. April 2012
     
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