Kein Mietvertrag, mündliche Kündigung nach 8 Wochen in der Wohnung!!!

Dieses Thema "Kein Mietvertrag, mündliche Kündigung nach 8 Wochen in der Wohnung!!! - Mietrecht" im Forum "Mietrecht" wurde erstellt von MWagner74, 10. Juni 2007.

  1. MWagner74

    MWagner74 Neues Mitglied 10.06.2007, 18:57

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    Kein Mietvertrag, mündliche Kündigung nach 8 Wochen in der Wohnung!!!

    Hallo!

    Folgender Fall:
    Die Frau F wohnt seit 8 Wochen in dem Haus eines guten Bekannten B zur Miete. Sie ist dort eingezogen und hat ca. 900 € an Renovierungskosten hineingesteckt (Laminat verlegt, tapeziert und gestrichen). Hiervon hat F jedoch keine Rechnungen mehr, weil sie vorhatte, ein paar Jahre in dieser Wohnung zu wohnen. Der Vermieter B hat ihr auch auf mehrmaliges Nachfragen bislang noch keinen Mietvertrag gegeben bzw mit ihr gemacht. Sie zahlt jedoch seit diesen zwei Monaten regelmäßig ihre Miete und sämtliche Nebenkosten.
    Nun kommt der Bruder des Vermieters B nach einem mehrjährigen Aufenthalt nach Hause, steigt mit B in dessen Firma ein und der Frau F wurde mündlich durch den Vater des B gekündigt.
    Frau F will sich dem ganzen Stress nicht weiter aussetzen und auch ausziehen, um keinen weiteren Ärger zu haben. Grund dafür ist, dass Frau F Studentin ist und in ein paar Wochen Klausuren schreibt.
    Hat Frau F die Möglichkeit, aufgrund des vorangegangenen Verhaltens des B ihre Renovierungskosten erstattet zu bekommen? Hätte Frau F weiterhin die Möglichkeit, ein Umzugsunternehmen aufgrund der anstehenden Unannehmlichkeiten zu bekommen?

    Frau F wäre für eine Lösung des Sachverhaltes dankbar.
     
  2. Immo-Kfm.

    Immo-Kfm. Aktives Mitglied 10.06.2007, 19:16

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    AW: Kein Mietvertrag, mündliche Kündigung nach 8 Wochen in der Wohnung!!!

    In dem vorliegenden Fall wurde ein Mietvertrag durch 2 übereinstimmende Willenserklärungen begründet. Vermieter übergibt die Wohnung, Mieter zahlt. Dieser Vertrag ist unbefristet und könnte vom Vermieter in diesem Fall wg. Eigenbedarf gekündigt werden. Allerdings nur schriftlich mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten.

    Dem Mieter kann also nur gekündigt werden, wenn der Vermieter in der Kündigung den Grund "Eigenbedarf" darlegt und erläutert.

    Aus diesem Grund heraus, sollte man mit dem Vermieter zwecks Kostenerstattung verhandeln, da der Mieter kein Recht auf Kostenerstattung hat. Die Renovierungsarbeiten waren ja freiwillige Leistungen.


    Ich würde aber auch anzweifeln, dass der Vermieter die Kündigung überhaupt durchsetzen kann. Wie groß ist denn die Wohnung in dem angegebenen Fall?
     
  3. snibchi

    snibchi V.I.P. 10.06.2007, 20:38

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    AW: Kein Mietvertrag, mündliche Kündigung nach 8 Wochen in der Wohnung!!!

    Grundsätzlich ist Immo-Kfm. zuzustimmen.

    Jedoch ist ein wichtiger Grund zur Kündigung durch den VN nach § 573 (2) 2. BGB Eigenbedarf wegen des Bruders nicht ausgeschlossen.

    Der Kreis der Familienangehörigen ist über die unmittelbaren Verwandten ersten Grades hinaus in der Rechtsprechung und Literatur umstritten. Anerkannt worden sind durch die Rechtsprechung der Bruder des Vermieters (WuM 1984, 14), Verwandte in gerader Linie (Landgericht Berlin GE 91, 1205), Geschwister (Landgericht Wiesbaden WuM 1991, 491), Enkelkinder (AG München WuM 1990, 511), der Stiefsohn (LG München 1, WuM 1990, 23), Schwager (LG Freiburg, WuM 1993, 126), Schwiegermutter (LG Köln WuM 1994, 541), Nichten und Neffen (AG Ludwigsburg WuM 1990, 391).
     
  4. Immo-Kfm.

    Immo-Kfm. Aktives Mitglied 10.06.2007, 21:05

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    AW: Kein Mietvertrag, mündliche Kündigung nach 8 Wochen in der Wohnung!!!

    Ich war mir in einem anderen Punkt wg. Durchsetzung der Kündigung nicht sicher. Und zwar hinsichtlich des tatsächlichen Bedarfs und die Abwägung der beiderseitigen Interessen.

    Auf der einen Seite haben wir eine Studentin vor den Klausuren, die die Wohnung für viel Geld renoviert hat und nach Abschluss der Renovierungsarbeiten wieder aus der Wohnung raussoll (so könnte man es verstehen, wenn man dem Vermieter unterstellen würde, dass er schon länger vom dem Wechsel des Bruders wusste :rolleyes: )

    Auf der anderen Seite haben wir einen offenbar erwerbstätigen alleinstehenden Mann.

    Der Wohnungsmarkt in der Region, aus der ich herkomme, könnte eher dem Bruder eine Wohnung bieten.


    Aus diesen Gründen hatte ich meine Zweifel.

    Könnte man eigentlich mit dem Verstoß gegen Treu und Glauben argumentieren, wenn der Mieter die Wohnung erst herrichtet und dann rausmuss??


    Wichtig für den Fall ist aber:

    1. Der Mietvertrag gilt unbefristet
    2. Der Mietvertrag ist vom Vermieter schriftlich unter Angabe von Gründen mit der gesetzlichen Kündigungsfrist zu kündigen. (ist in dem vorliegenden Fall also NICHT gekündigt!!!!)
    3. Was hat der Vater da eigentlich mitzumischen :) ? Die Kündigung erfolgt selbstverständlich vom Vermieter.
    4. Einen Anspruch auf Kostenerstattung besteht m. E. nicht, daher ist alles Verhandlungssache. Dafür ist es natürlich wichtig, die eigene Position zu stärken, um sich evtl. das Recht für ein bisschen Geld abkaufen zu lassen. ;)
     
    marcus.summer und snibchi gefällt das.
  5. snibchi

    snibchi V.I.P. 10.06.2007, 21:28

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    AW: Kein Mietvertrag, mündliche Kündigung nach 8 Wochen in der Wohnung!!!

    Auf diese Frage gibt der Sachverhalt keine Antwort.
    Sollte sich jedoch heraus stellen, das der Eigenbedarf nur "vorgeschoben" ist, kann sich die Mieterin zurück lehnen - denn ihr steht eine Entschädigung für alle Unannehmlichkeiten zu.

    Sie haben in allen Punkten Recht, verehrter Immo-Kfm. :dafuer: :allesgute
     
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