Kassenband frisst Pfandbon

Dieses Thema "Kassenband frisst Pfandbon - Handelsrecht" im Forum "Handelsrecht" wurde erstellt von Wyrg, 13. September 2017.

  1. Wyrg

    Wyrg Senior Mitglied 13.09.2017, 12:22

    Registriert seit:
    21. Mai 2005
    Beiträge:
    336
    Zustimmungen:
    21
    Punkte für Erfolge:
    18
    Renommee:
    42
    100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)
    Kassenband frisst Pfandbon

    Hallo allerseits!

    Mal angenommen, ein Kunde legt im Discounter seinen Pfandbon auf das Kassenband. Am Ende des Bandes flutscht der Bon in den dortigen Spalt und verschwindet unwiederbringlich.

    Wer haftet jetzt für den Verlust? Discounter oder Kunde?
     
  2. cds

    cds Senior Mitglied 13.09.2017, 16:44

    Registriert seit:
    26. Juni 2017
    Beiträge:
    438
    Zustimmungen:
    67
    Punkte für Erfolge:
    28
    Renommee:
    21
    92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)
    Hallo!

    Gegenfrage(n):
    Wurde der Kunde dazu aufgefordert den Bon auf das Band zu legen?
    Wenn nein,
    was bewegte den Kunden dazu die Form eines Zahlungsmittels auf das Band zu legen und macht er dies mit dem Geld mit welchem er bezahlen möchte ebenso?
    Angenommen er hätte einen 500€ Schein auf das Band gelegt und dieser wäre verschwunden - würde hier auch die Haftung beim Markt sehen?
     
  3. Wyrg

    Wyrg Senior Mitglied 13.09.2017, 20:05

    Registriert seit:
    21. Mai 2005
    Beiträge:
    336
    Zustimmungen:
    21
    Punkte für Erfolge:
    18
    Renommee:
    42
    100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)
    Die Platzierung des Pfandbons erfolgte aus freien Stücken und unaufgefordert (Ist es ein Zahlungsmittel? Kann man also damit beim Schuster bezahlen?).

    Ein Hinweis auf etwaige Gefährdung bestimmter Gegenstände auf dem Kassenband existiert nicht.
     
  4. cds

    cds Senior Mitglied 13.09.2017, 20:23

    Registriert seit:
    26. Juni 2017
    Beiträge:
    438
    Zustimmungen:
    67
    Punkte für Erfolge:
    28
    Renommee:
    21
    92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)
    D.h. sie würden den Laden auch verantwortlich machen wenn jemand seinen Säugling aufs Band legt und sich dieser dort schwer verletzt?
     
  5. Wyrg

    Wyrg Senior Mitglied 13.09.2017, 20:55

    Registriert seit:
    21. Mai 2005
    Beiträge:
    336
    Zustimmungen:
    21
    Punkte für Erfolge:
    18
    Renommee:
    42
    100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)
    Mache ich hier irgendwen verantwortlich?
     
  6. Kataster

    Kataster V.I.P. 13.09.2017, 21:18

    Registriert seit:
    26. Februar 2012
    Beiträge:
    8.584
    Zustimmungen:
    827
    Punkte für Erfolge:
    113
    Renommee:
    657
    97% positive Bewertungen (8584 Beiträge, 675 Bewertungen)97% positive Bewertungen (8584 Beiträge, 675 Bewertungen)97% positive Bewertungen (8584 Beiträge, 675 Bewertungen)97% positive Bewertungen (8584 Beiträge, 675 Bewertungen)97% positive Bewertungen (8584 Beiträge, 675 Bewertungen)97% positive Bewertungen (8584 Beiträge, 675 Bewertungen)97% positive Bewertungen (8584 Beiträge, 675 Bewertungen)97% positive Bewertungen (8584 Beiträge, 675 Bewertungen)97% positive Bewertungen (8584 Beiträge, 675 Bewertungen)97% positive Bewertungen (8584 Beiträge, 675 Bewertungen)
    Äh - ist das jetzt eine fiktive Aufgabe Studium oder fiktive Frage anderweitig?

    Das Förderband ist für Waren. "Legen Sie alle Waren auf das Transportband." So steht es dort doch oft?

    Nicht dahin legen sollte man also alles andere.

    (Ich gestehe durchaus, Pfandbons und BoGratisgutscheine genau dort abzulegen.)

    In der Aufgabe ginge es tatsächlich um fehlenden Sicherheitshinweise.

    In der Praxis wäre die Frage, was der Filialleiter oder Stellvertreter dazu sagt. Unwiederbringlich verloren? Was ein Quatsch. Der Bon ist nicht geschreddert - und falls doch, ist er zusammensetzbar.

    Daher sollte man die Zahlung der Restbetrages (?) verweigern und die Polizei rufen. Die Unterschlagung des Pfandbons ist Betrug. Für die Sicherung der Beweise gibt es keine Grenze. Für Diebstahl ja auch nicht.

    OT: Wenn für 1,39€ Pfandbon der Job (Leben, Wohnung, Kind betroffen) weg sein kann (aktuelles Urteil), so ist ein Pfandbon im fiktiven Fall nicht geringfügig.

    OT2: Wenn jemand wegen OT1 den Job verliert, scheint es mir angemessen, den Vorwurf des Betruges auch bei einstelligen €-Beträgen zu verfolgen. Und das wäre das Einsacken eines Pfandbons.
     
  7. Wyrg

    Wyrg Senior Mitglied 13.09.2017, 22:03

    Registriert seit:
    21. Mai 2005
    Beiträge:
    336
    Zustimmungen:
    21
    Punkte für Erfolge:
    18
    Renommee:
    42
    100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (336 Beiträge, 21 Bewertungen)
    Ist keine Aufgabe von irgendwo. Nur eine Überlegung, die mir letztens beim Einkauf in den Sinn kam (und theoretisch mal zur Praxis werden könnte).

    Mit "unwiederbringlich" wäre in meiner Frage gemeint, dass man nicht "einfach so" den Bereich unterhalb des Kassenbandes erreichen kann.

    Wir unterstellen einfach
    - den fehlenden Hinweis "Bitte legen Sie alle Waren auf das Kassenband"
    - fehlende Sicherheitshinweise

    Und: lässt der Hinweis "Legen Sie alle Waren auf das Band" automatisch den Umkehrschluss zu, dass nämlich außer den Waren nichts anderes darauf gehört? Es heißt ja nicht "Legen Sie nichts anderes als zu bezahlende Waren...".
     
  8. cds

    cds Senior Mitglied 14.09.2017, 08:33

    Registriert seit:
    26. Juni 2017
    Beiträge:
    438
    Zustimmungen:
    67
    Punkte für Erfolge:
    28
    Renommee:
    21
    92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)92% positive Bewertungen (438 Beiträge, 13 Bewertungen)
    "Mit "unwiederbringlich" wäre in meiner Frage gemeint, dass man nicht "einfach so" den Bereich unterhalb des Kassenbandes erreichen kann."

    Schon daran scheitert das Beispiel, denn die Kassenbänder sind allesamt so konstruiert das man eben gerade an Gegenstände kommt die auf diese Art "verschwunden" sind. Das kann ja auch mal z.B. eine Postkarte sein.

    "
    Und: lässt der Hinweis "Legen Sie alle Waren auf das Band" automatisch den Umkehrschluss zu, dass nämlich außer den Waren nichts anderes darauf gehört? Es heißt ja nicht "Legen Sie nichts anderes als zu bezahlende Waren...".
    "
    In diesem Land, anders als im "Land of the free" wird davon ausgegangen das sowas wie gesunder Menschenverstand existiert.
    Somit muss nicht extra darauf hingewiesen werden das Tiere nicht in der Mikrowelle getrocknet werden dürfen und Becher mit frischen Kaffee heiß sein können.
    Oder eben das Warenbänder an der Kasse zum Transport von Waren gedacht sind - sonst würden sie ja Pfandbontransportbänder heißen.
     
    bennelong gefällt das.
  9. Pirate

    Pirate Star Mitglied 14.09.2017, 13:11

    Registriert seit:
    9. Juli 2014
    Beiträge:
    712
    Zustimmungen:
    143
    Punkte für Erfolge:
    43
    Geschlecht:
    männlich
    Renommee:
    94
    92% positive Bewertungen (712 Beiträge, 100 Bewertungen)92% positive Bewertungen (712 Beiträge, 100 Bewertungen)92% positive Bewertungen (712 Beiträge, 100 Bewertungen)92% positive Bewertungen (712 Beiträge, 100 Bewertungen)92% positive Bewertungen (712 Beiträge, 100 Bewertungen)92% positive Bewertungen (712 Beiträge, 100 Bewertungen)92% positive Bewertungen (712 Beiträge, 100 Bewertungen)92% positive Bewertungen (712 Beiträge, 100 Bewertungen)92% positive Bewertungen (712 Beiträge, 100 Bewertungen)92% positive Bewertungen (712 Beiträge, 100 Bewertungen)
    Der Pfandbon kann vermutlich gerettet werden, wenn man das Kassenband öffnet und ihn da raus holt. Ob der Pfandbon die damit verbundenen Kosten wert ist, kann nur der Kunde wissen, denn der wird dafür aufkommen müssen.

    Ich sehe da keine Haftung des Händlers. Dass ein flach aufliegendes Stück Papier von einem Kassenband eingezogen werden kann dürfte jedem klar sein, der so ein Teil schon mal gesehen hat.
     
  10. Kataster

    Kataster V.I.P. 16.09.2017, 22:22

    Registriert seit:
    26. Februar 2012
    Beiträge:
    8.584
    Zustimmungen:
    827
    Punkte für Erfolge:
    113
    Renommee:
    657
    97% positive Bewertungen (8584 Beiträge, 675 Bewertungen)97% positive Bewertungen (8584 Beiträge, 675 Bewertungen)97% positive Bewertungen (8584 Beiträge, 675 Bewertungen)97% positive Bewertungen (8584 Beiträge, 675 Bewertungen)97% positive Bewertungen (8584 Beiträge, 675 Bewertungen)97% positive Bewertungen (8584 Beiträge, 675 Bewertungen)97% positive Bewertungen (8584 Beiträge, 675 Bewertungen)97% positive Bewertungen (8584 Beiträge, 675 Bewertungen)97% positive Bewertungen (8584 Beiträge, 675 Bewertungen)97% positive Bewertungen (8584 Beiträge, 675 Bewertungen)
    In der Praxis sehe ich hier einen Vergleich im Raum rumstehen. Man kennt sich vom Sehen? Dann mag ein durchschnittlicher Pfandbon 2€ betragen? Brauchbare Einigung.

    Weitergehend kann man die Eingaben Pfandautomat prüfen. Der strittige Wert wurde an der Kassen nicht eingelöst? Das ist NACHPRÜFBAR. Und für das Unternehmen eher ein Problem, wenn Einnahmen und Ausgaben differieren.

    Eine Klage des Kunden sehe ich skeptisch. Das Band wurde weisungsgemäß gereinigt zum Dienstschluss - Feierabend.
     
Ähnliche Themen:
Titel Forum Datum
Neuer Feuchtespeicherputz «frisst» Wasserdampf Nachrichten: Wissenschaft 3. Februar 2014
Betrug durch gefälschten Pfandbon!? Strafrecht / Strafprozeßrecht 27. Oktober 2012
Betrug durch falschen Pfandbon?? Aktuelle juristische Diskussionen und Themen 26. Oktober 2012
Mini-Galaxie frisst Begleiter Nachrichten: Wissenschaft 8. Februar 2012
Die Milchstraße frisst ihre Begleiter Nachrichten: Wissenschaft 25. Januar 2006

© 2003-2017 JuraForum.de — Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung, Verbreitung oder Nutzung für kommerzielle Zwecke.


Sitemap | Kontakt | Datenschutz | AGB | Impressum