Irrum bei Preisvorschlag

Dieses Thema "ᐅ Irrum bei Preisvorschlag - Kaufrecht / Leasingrecht" im Forum "Kaufrecht / Leasingrecht" wurde erstellt von aero89, 22. Februar 2015.

  1. aero89

    aero89 V.I.P. 22.02.2015, 02:53

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    Irrum bei Preisvorschlag

    Auf einer Auktionsplattform bietet Verkäufer V ein Produkt an - sagen wir für €200,- Sofortkauf. Preisvorschläge sind möglich.

    Nun tätigt ein Interessent I einen Preisvorschlag von €19,9.

    V nimmt diesen Vorschlag an, der Vertrag ist geschlossen.

    Der Preis ist offensichtlich realitätsfern - V hat womöglich einen Vorschlag von €199 gelesen. Es liegt nahe, dass I bewusst diesen Preisvorschlag getätigt hat, doch hilft dies dem V?

    Kann V den Vertrag wegen Irrtums o.Ä. anfechten? Oder hat V Pech gehabt? I beharrt natürlich auf Einhaltung des Vertrags.
    Zuletzt bearbeitet: 22. Februar 2015
     
  2. onkelotto

    onkelotto V.I.P. 22.02.2015, 09:39

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    AW: Irrum bei Preisvorschlag

    Im Allgemeinen hat V wohl ein Angebot wirksam angenommen.
    Und im allgemeinen ist es problematisch wegen einem Preisirrtum anzufechten.

    Aber es war eben auch keine Auktion. Und wie wahrscheinlich ist es das ein Verkäufer auf ein Preisangebot von 10% eingeht? Dem Käufer durfte dieses Mißverhältnis bewußt gewesen sein.
    Ein Anfechtung dürfte durchaus möglich sein:
    http://www.ferner-alsdorf.de/thema/anfechtung-und-irrtum/
     
  3. Kosmo

    Kosmo Star Mitglied 22.02.2015, 10:15

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    AW: Irrum bei Preisvorschlag

    Bin auch ganz sicher: Anfechtung ist möglich. Die Problematik bzgl "Preisirrtümern" ist genau genommen nicht "allgemein", sondern wird, wie ich immer wieder feststellen kann, gern vorschnell als Ausstieg genannt.

    Aufgrund der Besonderheit des elektronischen Geschäftsverkehrs kann man wohl zu einer Mischung aus Inhalts-/Erklärungsirrtum kommen. Genau genommen hat sich der Verkäufer ja "verlesen", was sich auf seine Erklärung elementar auswirkt, aber seine Erklärung selbst bestand dennoch nur aus einem Klick. Wenn man sich also für eines entscheiden will, dann werden die meisten wohl einen Inhaltsirrtum annehmen.

    Wie auch immer; beide (oder alle drei) Varianten berechtigen zur Anfechtung.

    Vor all dem kommt man natürlich zu dem, was du sagst, @onkelotto: Gut möglich, dass nicht mal wirksam ein Vertrag zustande gekommen ist. Dann ist freilich auch eine Anfechtung nicht nötig.
     
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