Hundehaltung im Wohngebiet

Dieses Thema "ᐅ Hundehaltung im Wohngebiet - Nachbarrecht" im Forum "Nachbarrecht" wurde erstellt von jerseylady, 14. Juli 2008.

  1. jerseylady

    jerseylady Aktives Mitglied 14.07.2008, 16:49

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    Hundehaltung im Wohngebiet

    Guten Tag, ich bin neu hier im Forum und habe eine Frage:

    Angenommen in ein kleines Haus am Rande eines Wohngebietes zieht der Partner des Eigentümers mit seinen 4 großen Hunden und diversen Katzen ein. Damit steigt die Zahl der auf diesem Grundstück gehaltenen Hunde auf 5. Die Hunde sind allsamt quasi nicht erzogen und werden im Sommer in einem offenen "Drahtverschlag" gehalten. Die Tiere machen den zu erwartenden Lärm nämlich Bellen, Jaulen, Winseln etc., gerne auch in den Ruhezeiten. Die Halter sind sehr schwierig, der Grundstückseigentümer ist polizeibekannt. Gespräche sind mit den Leuten nicht zu führen, da diese sofort ausfällig und beleidigend werden. In unserer Gemeinde gibt es keine Verordnung zur zahlenmässigen Begrenzung von Hunden.
    Was kann der genervte Nachbar theoretisch gegen diese Belästigung unternehmen?

    Gruß v. J.
     
  2. schielu

    schielu V.I.P. 14.07.2008, 17:13

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    AW: Hundehaltung im Wohngebiet

    Wenn er keine Angst vor einem evtl. "Echo" hat, kann er auf Unterlassung klagen!
    Die Interessenabwägung geht immer zu Lasten des Besitzers eines ständig bellenden Hundes (sog. Kläffers). Während der Ruhezeiten (13.00 bis 15.00 Uhr und 19.00 bis 8.00 Uhr) darf ein Hund im Freien überhaupt nicht bellen, sondern muss im Haus gehalten werden, ohne die Nachbarschaft zu belästigen (OLG Hamm MDR 1988, 966).
    Nach Auffassung der Landgerichte Mainz und Schweinfurt sowie des Oberlandesgericht Düsseldorf kann verlangt werden, dass der Nachbar in der Zeit von 19.00 bis 7.00/8.00 Uhr und in der Zeit der üblichen Mittagsruhe von 12.00/13.00 bis 15.00 Uhr geeignete Maßnahmen trifft, damit sein Hund nicht durch Bellen im Garten oder im Haus bzw. in der Wohnung die Benutzung des benachbarten Grundstücks bzw. der benachbarten Wohnung wesentlich beeinträchtigt (OLG Düsseldorf NJW-RR 1995, 542; LG Mainz DWW 1996, 50; LG Schweinfurt NJW-RR 1997, 1104.

    Werden Hunde im Garten in einem Zwinger gehalten, kann sich der durch das ständige Hundegebell gestörte Nachbar auch an die Baubehörde wenden. Nach der Rechtsprechung ist die Zwingerhaltung von Hunden mit mehr als zwei Tieren in einem allgemeinen Wohngebiet (erst recht in einem reinen Wohngebiet) wegen der damit verbundenen unzumutbaren Lärmbelästigung der Nachbarschaft schon bauordnungsrechtlich unzulässig und kann von der Baubehörde untersagt werden (VGH Mannheim NuR 1993, 158; OVG Lüneburg NuR 1993, 167).
     
  3. jerseylady

    jerseylady Aktives Mitglied 15.07.2008, 08:07

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    AW: Hundehaltung im Wohngebiet

    Vielen Dank für die schnelle und kompetente Antwort.

    Beste Grüße v. J.
     
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