Hilfsleistung durch RD Personal wird durch Dienstanweisung unterbunden

Dieses Thema "ᐅ Hilfsleistung durch RD Personal wird durch Dienstanweisung unterbunden - Strafrecht / Strafprozeßrecht" im Forum "Strafrecht / Strafprozeßrecht" wurde erstellt von Snikrunt, 19. Juni 2017.

  1. Snikrunt

    Snikrunt Neues Mitglied 19.06.2017, 12:34

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    Hilfsleistung durch RD Personal wird durch Dienstanweisung unterbunden

    Folgende Situation:
    Auf einem Sanitätsdienst für eine Veranstaltung steht ein Fahrzeug einer Hilfsorganisation. Besetzt ist es mit Personal, das rettungsdienstteschnisch geschult ist. Offiziell wird das Fahrzeug als KTW (Krankentransportwagen) geführt, ausgestattet ist es wie ein RTW (Rettungswagen) der kommunalen Feuerwehr. Die Besatzung hat die Qualifikation und auch alle notwendigen Fortbildungen um einen RTW zu besetzen.

    Der kommunale Rettungsdienst wird ausschließlich von der Berufsfeuerwehr durchgeführt. Eine Dienstanweisung verhindert, dass Hilfsorganisationen im Rettungsdienst für die Notfallrettung eingesetzt werden. Der kommunale Rettungsdienst ist zum Zeitpunkt der Veranstaltung bereits überlastet.

    Jetzt kommt es im Laufe der Veranstaltung zu einem kritischen Notfall.
    Ein Patient weist lebensbedrohliche Symptome auf (Kreislaufzusammenbruch, Zentralisierung, akuter Schock).

    Das nächste Krankenhaus ist mit dem RTW der Veranstaltung innerhalb von fünf Minuten erreichbar.
    Soweit ist die Situation noch so, wie auf vielen anderen Veranstaltungen auch.
    Der Patient solle aus medizinischen Gesichtspunkten so schnell wie möglich einem Krankenhaus zugeführt werden, da auf der Veranstaltung kein Arzt vorhanden ist.

    Nun ist es aber so, dass die kommunale Feuerwehr nicht möchte, dass eine Hilfsorganisation einen Transport durchführt. Eine Anordnung für den Transport gibt die Leitstelle nicht, es wird statt dessen ein RTW aus einer anderen Stadt angefordert. Dieser wird nach ca. 20-25 Minuten eintreffen. Ein Notarzt ist nicht schneller verfügbar, als der andere RTW.

    Jetzt ist die Besatzung der Veranstaltung in der Zwickmühle. Entweder werden entsprechende Maßnahmen getroffen, die das Leben des Patienten retten und/oder entsprechende Schäden abwenden können und dabei gegen die ausdrückliche Anweisung der Leitstelle der Patient trotzdem transportiert. Oder es wird auf den RTW der anderen Stadt gewartet und damit das Patientenwohl gefährdet.

    Der Rettungssanitäter und der Rettungsassistent unterliegen in dem Fall wohl der Garantenstellung und sind zur Hilfe verpflichtet.

    Was ist in dem konkreten Fall zu tun ?
    Wer haftet in dem Fall, falls der Patient stirbt oder dauerhafte Schäden davon trägt?
    Wer wird belangt? Zivilrechtlich oder strafrechtlich?


    Der KTW der Veranstaltung wurde übrigens von der Feuerwehr für diese Veranstaltung gefordert (Maurer Schema), darf aber nicht transportieren, wegen oben angesprochener Dienstanweisung.
     
  2. Kantate

    Kantate Star Mitglied 19.06.2017, 19:25

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    In einer lebensbedrohlichen Situation halte ich eine sofortige Entscheidung durch die KTW- Besatzung geboten. Je schneller in ärztlicher Behandlung, desto besser. Wenn der Transport dann auch noch unmittelbar durch qualifiziertes Personal begleitet wird - besser geht es doch gar nicht.

    Eine (interne) Dienstanweisung hat vor der Rettung eines Menschen zurückzustehen. Sich darauf zu berufen ist sachfremd. Allerdings könnten andere Aspekte eine Rolle spielen.

    Sollte der Patient kausal Schädigungen davontragen oder gar sterben, dürfte der Leitstellensachbearbeiter/Disponent in Schwierigkeiten kommen.
    Zivilrechtliche und strafrechtliche Konsequenzen sind möglich.
     
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