Gläubiger ignoriert Verwendungszweck

Dieses Thema "ᐅ Gläubiger ignoriert Verwendungszweck - Verbraucherrecht" im Forum "Verbraucherrecht" wurde erstellt von NeuerUser32, 13. März 2018.

  1. NeuerUser32

    NeuerUser32 Forum-Interessierte(r) 13.03.2018, 09:11

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    Gläubiger ignoriert Verwendungszweck

    Hallo,

    ich biete hier folgenden fiktiven Fall zur Diskussion:

    Verbraucher (V) bucht bei einem Internetprovider (I) einen Vertrag mit Hardware.
    Gehen wir davon aus das, das Ergebnis dann so ist, das I die Kosten für die Hardware am Monatsanfang und die Kosten für den Tarif zur Monatsmitte abbuchen würde.

    In diesem Fall möchte V aber seine Finanzen planen können da das Gehalt zum Monatsende kommen würde. Also nichts ungewöhnliches.
    Da V Rücklastschriften vermeiden möchte, so würde V wenn sein Gehalt kommt, an I die Gebühr für den Tarif überweisen. Im Verwendungszweck würde die KdNr und ausdrücklich stehen das eine Verrechnung nur mit der Tarifgebühr erfolgen soll.

    Aus Sicht von V sollte das nach § 366 I BGB passen und durch das Guthaben sollten Lastschriften vermieden werden.

    Ergebnis: V bekäme wie immer die monatliche Rechnung und würde sich wundern, das kein Guthaben aufgeführt würde und I den Tarif normal abbuchen möchte.

    V würde sich somit an I wenden.
    Ergebnis: Termin für Rate Hardware und Tarif kann nicht zusammengelegt werden. Soweit ok.

    Laut wäre die zweckgebundene Überweisung für den Tarif mit der Rate verrechnet worden.
    V würde entsprechend protestieren, da im Verwendungszweck dies nicht gewünscht war.

    Endergebnis:
    I behauptet "Sie können nicht im Vorqaus bezahlen, egal was Sie als Verwendungszwecke angeben." und es würde wieder zu einer Rücklastschrift mit entsprechenden Kosten kommen. V hätte daraufhin seinen Vertrag gleich gekündigt würde aber noch über 20 Monate dieses Problem haben bis der Tarif ausläuft.


    Wie schaut das mit meinem fiktiven Fall aus?

    Ich weis, das Anbieter wie die Telekom das Vorausbezahlen anbieten und das das problemlos mit der Verrechnung klappt.

    In wieweit darf sich I über den Verwendungszweck hinwegsetzen?
    Ich bin der Meinung, wenn I nicht richtig verrechnen will, dann müssten sie den Betrag zurücküberweisen, oder?
    Müsste V jetzt entsprechende Rücklastschriftgebühren bezahlen? Durch den Kontoauszug hätte V es ja schriftlich das bezahlt wurde.

    Interessant wäre es natürlich wie I reagieren würde, wenn die Rate für die Hardware vorzeitig bezahlt würde und dennoch weitere Überweisungen von V kommen würden....

    Wie seht Ihr hier die rechtliche Seite?

    Vielen Dank,
     
  2. ElJogi

    ElJogi V.I.P. 13.03.2018, 10:11

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    AW: Gläubiger ignoriert Verwendungszweck

    Wie kommt der Kunde denn überhaupt auf die Idee, sich aussuchen zu dürfen wann er bezahlt?
    Einfach weil ihm das besser passt?

    Er hat einen Vertrag unterschrieben, in dem die Zahlungsmodalitäten vereinbart wurden.
    Die kann er nicht einfach ändern, wie er sie gerne hätte.

    In aller Regel ist in den Geschäftsbedingungen erklärt, dass ein Kundenkonto geführt wird, bei dem das Saldo entsprechend in Anrechnung kommt.
    Da auch das zum unterschriebenen Vertrag gehört, kann der Kunde auch nicht einfach einen anderen Verwendungszweck nehmen.
    Niemand hat ihm eingeräumt, ein Guthaben zu führen. Das einzige, was zu seinem Zahlungszeitpunkt offen ist, ist nun einmal die kreditfinanzierte Hardware.

    Diese Behandlung über Kundenkontos und Lastschrift, ermöglicht es dem Anbieter, den Zahlungsverkehr vollautomatisch und ohne Personaleinsatz zu verwalten.

    Zahlt ein Kunde entgegen der vertraglichen Vereinbarung auf andere Weise, so könnte man ihm die Personalkosten und den Aufwand in Rechnung stellen. Möchte man das?

    Der Kunde hat sich an die Zahlungsabsprachen zu halten, die er vertraglich unterschrieben hat.
    Wird er diesbezüglich vertragsbrüchig, so hat er den Schaden zu tragen.
     
  3. cds

    cds V.I.P. 13.03.2018, 11:50

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    AW: Gläubiger ignoriert Verwendungszweck

    Hallo!
    "In diesem Fall möchte V aber seine Finanzen planen können da das Gehalt zum Monatsende kommen würde. Also nichts ungewöhnliches.
    Da V Rücklastschriften vermeiden möchte, so würde V wenn sein Gehalt kommt, an I die Gebührfür den Tarif überweisen"

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht wie es die Planbarkeit verbessern soll wenn man eine Zahlung FRÜHER als erforderlich leistet.
    Ganz im Gegenteil klingt es eher nach völligem Planungsunvermögen wenn das Geld zwar zum Monatsende verfügbar ist, zwei Wochen später aber nicht mehr ...
     
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