fremdes Kind als das Eigene anerkennen

Dieses Thema "ᐅ fremdes Kind als das Eigene anerkennen - Adoptionsrecht" im Forum "Adoptionsrecht" wurde erstellt von MobilimAlltag, 23. Oktober 2017.

  1. MobilimAlltag

    MobilimAlltag Boardneuling 23.10.2017, 17:09

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    fremdes Kind als das Eigene anerkennen

    Geschäftsreisender Gustav G. lernt auf einer Dienstreise in Asien Mia M. kennen und lieben. Mia ist bereits von einem anderen Mann schwanger, was G aber nicht stört. Mia gibt später bei der Geburt - mit Gustav G.s Einverständnis - G als Vater an. Sie planen später zu heiraten und den Familiensitz nach Deutschland zu verlegen.

    Ist Gustav G. damit juristisch bereits der Vater oder ist später in Deutschland ein Adoptionsverfahren nötig?
     
  2. onkelotto

    onkelotto V.I.P. 23.10.2017, 17:55

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    AW: fremdes Kind als das Eigene anerkennen

    So mal als Beispiel für Thailand:
    Tatsächlich wird man das aber für das jeweilige Land betrachten müssen.

    http://m.bangkok.diplo.de/contentbl...terschaftsanerkennung]Vaterschaftsanerkennung.pdf[/url]

    https://www.thailaendisch.de/blog/a...haft-in-thailand-vaterschaftsanerkennung.html

    Im übrigen ist das eigentlich keine Gute Idee - wenn man erst einmal der gesetzliche Vater ist, zahlt man sehr lange ... dafür das man auf einer Dienstreise verknallt war.
    Ich sprach vor kurzem mit jemandem der in dem Bereich arbeitet .... seitdem bin ich auch von der Vorstellung geheilt:
    Ist meine ausländische ( "Nicht-Schengen" ) Frau ...die kommt "mit in den Koffer" ... die nehme ich mit.
    Das ist inzwischen eine Recht anstrengender Akt ... und nicht zwingend von Erfolg gekrönt ...selbst bei einem angenommenen Kind.
     
  3. VollMachtloser

    VollMachtloser V.I.P. 14.11.2017, 01:33

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    AW: fremdes Kind als das Eigene anerkennen

    Wie das in Thailand funktioniert weiß ich nicht, aber onkelotto hat ja schon ein paar Links präsentiert. Nach deutschem Recht kann jedenfalls die Vaterschaft anerkannt werden, solange das Kind keinen rechtlichen Vater hat. Das ginge - sofern es Probleme mit der Vaterschaftsanerkennung in Thailand gibt oder diese aus irgendwelchen Gründen hier nicht anerkannt wird - auch in Deutschland.

    Probleme könnte es allenfalls geben im Hinblick auf § 1597 a BGB, wenn eine missbräuchliche Anerkennung der Vaterschaft zu vermuten ist.

    Ob das eine gute Idee ist, sei dahingestellt. G sollte jedenfalls bewusst sein, dass eine Vaterschaftsanerkennung auch entsprechende Unterhaltspflichten mit sich bringt und erbrechtliche Folgen hat und eine spätere Anfechtung der Vaterschaftsanerkennung in einem derartigen Fall kaum durchführbar ist. Anders als bei einer Ehe bindet er sich mithin wirklich ein Leben lang...
     
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