Freiheitsberaubung in stehendem Zug?

Dieses Thema "ᐅ Freiheitsberaubung in stehendem Zug? - Strafrecht / Strafprozeßrecht" im Forum "Strafrecht / Strafprozeßrecht" wurde erstellt von Depulsor, 12. Juli 2015.

  1. Depulsor

    Depulsor Junior Mitglied 12.07.2015, 21:19

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    Freiheitsberaubung in stehendem Zug?

    Hallo, bei folgendem fiktiven Fall benötige ich Hilfe: A fährt seit längerem am Wochenende mit dem Zug zwischen seinet Heimat und seinem Studienort hin und her. Heute blieb der Zug 1km vor seinem Studienort stehen. Die Türen blieben verriegelt, Personal war im Wagon nicht zu finden, so dass niemand den Zug verlassen konnte und auch keine Informationen über die Weiterfahrt reinkamen. A möchte nun Anzeige wegen Freiheitsberaubung stellen, da er ohne Informationen über eine Stunde im Zug eingesperrt war. Hat die Anzeige Aussicht auf Erfolg?

    Vielen Dank!

    PS: A fragte nach einer Stunde den Zugführer, ob er aussteigen dürfe. Dies verneinte dieser, mit der Begründung, es sei zu gefährlich. Letztendlich müsste A doch zumindest auf eigene Gefahr den Zug verlassen dürfen.
    Zuletzt bearbeitet: 12. Juli 2015
     
  2. Wrzlfrzl

    Wrzlfrzl V.I.P. 12.07.2015, 21:52

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    AW: Freiheitsberaubung in stehendem Zug?

    Die Antwort hat er ja schon bekommen. Wenn A nämlich den Zug auf eigene Gefahr verlässt, wird er trotzdem sofort zum Anwalt rennen, wenn er sich beim Aussteigen auf dem Kiesbett den kleinen Zeh prellt.
     
  3. Depulsor

    Depulsor Junior Mitglied 12.07.2015, 21:54

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    AW: Freiheitsberaubung in stehendem Zug?

    D.h. die freiheitsberaubung ist in diesem Fall durch ein vermutetes zum Anwalt Rennen gerechtfertigt? Wo finde ich die gesetzliche Grundlage zu diesem Rechtfertigungsgrund?
     
  4. Wrzlfrzl

    Wrzlfrzl V.I.P. 12.07.2015, 22:13

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    AW: Freiheitsberaubung in stehendem Zug?

    Das steht einen Absatz unter der Grundlage, weshalb eine Stewardess Dir nicht in 10km Höhe die Tür aufmachen kann, damit Du draußen auf der Tragfläche eine rauchen gehen kannst.

    Ernsthaft, es ist nun mal gefährlich, auf der Gleisanlage aus einem Zug zu springen. Leider checkt das Lustig-Spaßgesellschaft aber erst, wenn der Kopf 100 Meter weiter den Damm runterkullert. Der Zugführer hat die Verantwortung dafür, dass der Kopfbesitzer sich dieser Gefahr nicht aussetzt, deshalb muß er die Tür verschlossen halten.
     
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  5. Depulsor

    Depulsor Junior Mitglied 12.07.2015, 22:18

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    AW: Freiheitsberaubung in stehendem Zug?

    Dass der Zug nicht gefahren ist (und auch auf dem Nebengleisen keine Züge gefahren sind, hatte ich vergessen zu erwähnen. Ändert das etwas an dem Fall, da letztendlich keine wirkliche Gefahr besteht? Jedenfalls würde mich die rechtliche Begründung interessieren, dass eine Straftat gerechtfertigt ist, obwohl keiner der typischen Rechtfertigungsgründe einschlägig ist. Warum man das Thema ins Lächerliche ziehen muss, ist mir auch fraglich. A wurde fast verrückt, weil er fast zwei Stunden eingesperrt war.
     
  6. Entwickler

    Entwickler V.I.P. 12.07.2015, 22:19

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    AW: Freiheitsberaubung in stehendem Zug?

    Liegt hier eine Freiheitsberaubung vor? A war erfahren genug, zu wissen, dass sich die Türen erst im nächsten Bahnhof wieder öffnen werden. Er hat sich freiwillig in diese Situation begeben, also dieser 'Straftat' zugestimmt. Was will er jetzt anzeigen?

    Es wird nicht ins Lächerliche gezogen, es ist schon lächerlich.
    Der Vorteil solche Beiträge ist, dass ich mir kein schlechtes Gewissen machen muss, wenn ich mal etwas quer denke.
     
  7. Depulsor

    Depulsor Junior Mitglied 12.07.2015, 22:24

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    AW: Freiheitsberaubung in stehendem Zug?

    A wusste allerdings nicht, dass die Fahrt statt der üblichen 10 Minuten volle zwei Stunden dauern würde, und dass er erst nach 1,5h erfahren würde, warum er seinen Sonntagabend im Zug verbringen muss. Nach Ihrer Ansicht ist es also dem Zugführer erlaubt die Reisenden einen Tag/eine Woche einzusperren, weil diese ja wussten, dass sie am nächsten Bahnhof erst aussteigen können? Ich bin zwar kein Experte, aber das scheint rechtlich wenig überzeugend zu sein.
     
  8. ChrisC

    ChrisC Aktives Mitglied 13.07.2015, 03:20

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    AW: Freiheitsberaubung in stehendem Zug?

    Nein, darf er nicht. § 63 der "Eisenbahn Bau- und Betriebsordnung" besagt:
    Verstoß dagegen ist eine Ordnungswidrigkeit.
     
  9. Phil79

    Phil79 V.I.P. 13.07.2015, 09:55

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    AW: Freiheitsberaubung in stehendem Zug?

    A kann womöglich von einem nicht-Juristen besser geholfen werden.
     
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  10. Entwickler

    Entwickler V.I.P. 13.07.2015, 10:13

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    AW: Freiheitsberaubung in stehendem Zug?

    Ja, wenn es notwendig ist und kein Notfall vorliegt, der anderes notwendig macht.

    Die Frage ist beantwortet. Es ist sinnlos Anzeige zu stellen. Sollte A sich doch dafür entschließen, möge er bitte zu einer ländlichen Polizeistation gehen. Da ist meiner Meinung nach die Wahrscheinlichkeit höher, dass es die Polizisten belustigt und nicht einfach nur nervt.
     
  11. Wrzlfrzl

    Wrzlfrzl V.I.P. 13.07.2015, 11:47

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    AW: Freiheitsberaubung in stehendem Zug?

    Bringt mich zu einer echten Frage: Ich hab ja eine Blase wie ein 12jähriges Mädchen. Was tun, wenn ich zwei Stunden im Zug festsitze und Lulu machen muss?
     
  12. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 13.07.2015, 12:10

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    AW: Freiheitsberaubung in stehendem Zug?

    Genau. Und deshalb ist der Fahrgast ja auch gesetzlich verpflichtet, ggf. in einem brennenden Zug zu verbrennen, wenn die Notausgänge nicht amtlich geöffnet werden können...

    Im Ernst: selbstverständlich darf man einen Zug jederzeit überall verlassen, wenn eine Notlage das erfordert oder das weitere Verbleiben im Zug unzumutbar ist. Und die §§34 und 35 StGB stechen auch jederzeit die Eisenbahn Bau- und Betriebsordnung aus...:D

    Vor zwei Jahren machte die DB Schlagzeilen, weil in etlichen ICEs die Klimaanlagen ausfielen und bei Innentemperaturen von teilweise 55°C Fahrgäste kollabierten.

    Ich habe mich damals schon gefragt, warum kein Fahrgast in so einer Situation einfach die Notbremse gezogen hat.

    Ich hätte schon bei einer Innentemperatur von mehr als 45°C mir den Schaffner gegriffen und den aufgefordert, augenblicklich den Zug anzuhalten und die Türen zu öffnen (Fenster lassen sich ja nicht öffnen), da akute Lebensgefahr zumindest für den Teil der älteren und gesundheitlich nicht mehr so fitten Fahrgäste besteht.

    Hätte sich der Schaffner geweigert, hätte ich die Notbremse gezogen, und anschließend Strafanzeige gegen den Schaffner erstattet. (Nötigung, Körperverletzung)
    Zuletzt bearbeitet: 13. Juli 2015
     
  13. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 13.07.2015, 12:12

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    AW: Freiheitsberaubung in stehendem Zug?

    Das ist Unfug, allein nämlich schon aus dem Grund, daß immer ein Notfall vorliegt, wenn Fahrgäste einen Tag lang einen stehenden Zug nicht verlassen könnten.
     
  14. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 13.07.2015, 12:16

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    AW: Freiheitsberaubung in stehendem Zug?

    Ja.
    Wenn die Bahn es nicht schafft, den offensichtlich nicht fahrfähigen Zug in angemessener Zeit zu räumen, dann macht sie sich regresspflichtig. Der Ansatz ist allerdings weniger die "Freiheitsberaubung" als z.B. die Nötigung, und u.U. ein zivilrechtlicher Schmerzensgeldanspruch.

    Der Fahrgast hat einen Anspruch darauf, daß die Bahn bei einer Betriebsstörung unverzüglich und zügig reagiert.

    Fahrgäste 2 Stunden lang in einem stehenden Zug festzuhalten verletzt im Regelfall die Fürsorgepflicht der Bahn für ihre Fahrgäste, zu dem Zeitpunkt hätten Bahnmitarbeiter die Fahrgäste zu einem Ersatzzug, Bus oder auf jedenfall aus dem Zug heraus evakuieren müssen.

    Ganz besonders gilt das, falls es sich z.B. um eine S-Bahn ohne Toiletten gehandelt haben solle.

    (Anders sähe es aus, wenn die S-Bahn in einem Tunnel feststeckt und die Bahn mehrere Stunden braucht, die Strecke stromlos zu machen. Da kann man natürlich sagen: lieber drei Stunden in der S-Bahn ohne Klo im Tunnel als ein satter Stromschlag beim Aussteigen...)
     
  15. Entwickler

    Entwickler V.I.P. 13.07.2015, 12:25

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    AW: Freiheitsberaubung in stehendem Zug?

    Das Thema liegt dir, wie ich sehe ;)

    Meine Antwort war natürlich, entsprechend der Frage, etwas 'locker' formuliert. Kein deutsches Bahnunternehmen wird Fahrgäste einen Tag im Zug festhalten. Hier ging es aber nicht um einen Tag, sondern um eine Stunde und weitere Umständen, wie übermäßiger Hitze, wurden auch nicht genannt.

    Übrigens stand ich mal eine halbe Stunde im Zug auf der Strecke wegen spielender Kinder im Gleisbereich. Bei sowas freut man sich, wenn die Kinder auf Jahre Schadensersatz leisten müssen, weil irgendjemand keine Stunde stillsitzen kann.

    Aus Interesse nebenbei gefragt: Soll A hier in dem Beispiel Raucher sein?
     
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