Fluggesellschaft storniert Anschlussflug

Dieses Thema "ᐅ Fluggesellschaft storniert Anschlussflug - Aktuelle juristische Diskussionen und Themen" im Forum "Aktuelle juristische Diskussionen und Themen" wurde erstellt von Andarta, 7. Oktober 2014.

  1. Andarta

    Andarta Boardneuling 07.10.2014, 19:03

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    Fluggesellschaft storniert Anschlussflug

    Person A und Person B buchen über ein Onlineportal je zwei Hin- und Rückflüge nach Accra, beide gestellt von der Fluggesellschaft BA. Ein Zwischenstopp erfolgt in London. Durch einen Buchungsfehler – der jedoch seitens A & B nicht mehr nachzuweisen ist – verpassen sie den ersten Flug und müssen, extrem kurzfristig, einen anderen Flug nehmen, der ebenfalls rechtzeitig in London eintrifft. Dort angekommen holen sie ihr Gepäck ab (da sie es ja nun für den zweiten Flug neu aufgeben müssen). Am Schalter werden sie darüber informiert, dass sie nicht auf der Passagierliste zu finden sind. Nach langem Hin und Her am Kundenservice-Schalter der Airline stellt sich heraus, dass die Airline den zweiten Flug automatisch storniert hat, da es sich um einen verbundenen Flug gehandelt habe und der erste nicht angetreten wurde. Dies geschah ohne A oder B darüber zu informieren. Die Bitte die Stornierung rückgängig zu machen, da Person A & B den Flug ja augenscheinlich antreten wollen, wurde verweigert, obwohl noch einige Stunden Zeit zum Abflug blieben und die Flugplätze nach Angaben der Airline-Mitarbeiter auch nicht neu besetzt wurden. Stattdessen wurde ihnen deutlich gemacht, dass sie den Flug entweder vor Ort neu buchen (unbezahlbar) müssen, oder für einen sehr teuren Preis „umbuchen“ können, die Stornierung würde jedoch weder rückgängig gemacht, noch würde ihnen das Geld zurückgezahlt. Mangels anderer Alternativen, da es horrende Folgekosten nach sich gezogen hätte den Flug nicht anzutreten, wählen Person A & B die „Umbuchung“.

    Nun folgende Frage: Steht den beiden eine Rückzahlung zu? Denn sie haben der Stornierung ja nicht zugestimmt, noch wurde im eigentlichen Sinne eine Ersatzleistung angeboten und auch die „Umbuchung“ fand nicht tatsächlich statt, da derselbe Flug angetreten wurde, für den zuvor bereits der volle Preis bezahlt wurde. Da es sich bei den Kosten der erzwungenen Umbuchung um 900€ handelt, die nur aufgrund der fehlerhaften Stornierung der Airline BA entstanden, hätten sie diese gerne wieder.



    Herzlichen Dank für eure Mühen & mit vielen Grüßen,



    Andarta
     
  2. aero89

    aero89 V.I.P. 07.10.2014, 20:15

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    AW: Fluggesellschaft storniert Anschlussflug

    Es steht in den ABB einer (wahrscheinlich) jeden Airline, dass man den Anschlussflug nicht antreten darf, wenn man den vorherigen Flug nicht angetreten ist. Die Buchung umfasst nämlich beide Flüge.

    Hier mal ein Artikel: http://www.lto.de/recht/hintergruen...gaeste-duerfen-teilstrecken-verfallen-lassen/

    Bei deutschen Airlines z.B. wäre in diesem Fall keine Umbuchungskosten zu zahlen. Wie das in England ausschaut, weiß ich nicht.
    Zuletzt bearbeitet: 7. Oktober 2014
     
  3. Andarta

    Andarta Boardneuling 11.10.2014, 02:25

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    AW: Fluggesellschaft storniert Anschlussflug

    Hallo aero,



    zunächst bedanke ich mich für deine Antwor!

    Leider bin ich trotzdem verwirrt (oder ein bisschen dumm). In dem Artikel steht doch genau das Gegenteil? Nämlich, dass Airlines es zulassen müssen, dass nur Teilstrecken in Anspruch genommen werden, inbesondere wenn ein Flug verpasst wurde?



    Person A & B wüssten gerne, ob es wirklich rechtlich einwandfrei wäre, den Mitflug zu verhindern, wenn sie pünktlich eintreffen und noch ausreichend Platz vorhanden ist. Also um genauer zu sein, ob es dem Rechtsstand entspräche, dass eine Stornierung, die von der Airline ausgeht, ohne die Passagiere zu informieren, weder rückgängig gemacht, noch der Flugpreis zurückerstattet würde, sondern eine "Umbuchung" zum Preis eines neuen Fluges als einzige Option angeboten würde. De facto wäre nun zweimal derselbe Flug bezahlt worden. An wen und in welcher Form müssten sich Person A & B wenden, um eventuelle Regressforderungen zu stellen?



    Vielen herzlichen Dank für eure Mühe & mit lieben Grüßen,



    Andarta
     
  4. aero89

    aero89 V.I.P. 11.10.2014, 14:13

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    AW: Fluggesellschaft storniert Anschlussflug

    an einen anwalt
     
  5. klausschlesinge

    klausschlesinge V.I.P. 12.10.2014, 00:07

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    AW: Fluggesellschaft storniert Anschlussflug

    Gut und richtig interpretiert!!!

    Siehe zur gleichen Thematik auch:
    https://www.juraforum.de/forum/t/hinflug-verpasst-anschluss-und-rueckflug-verfallen.491068/ , dort besonders meine Antwort #3

    Anderslautende Klauseln in den AGB der Airline, wenn sie gegenüber Kunden in Deutschland verwendet werden, sind nichtig.

    Ferner: Gerichtsstand bei einer Flugbeförderung sind:
    -Sitz der Airline,
    -Auslandsniederlassung der Airline (nicht nur ein einfaches Verkaufsbüro!), wenn das Geschäft (Buchung) über diese Niederlassung erfolgte und
    -Erfüllungsort.
    Der Erfüllungsort sind bei einer Flugbeföderung gem EuGH-Rechtsprechung sowohl der Abflug- als auch der Ankunftsort. Und der dürfte hier gem. Vertrag in Deutschland liegen, wenn hier abgeflogen werden sollte.
    Übrigens: Alle Gerichtsstände sind gleichwertig. Der Kläger kann hier frei wählen.
    Und: Anders als bspw. beim Kaufvertrag kann beim Beförderungsvertrag nicht am Wohnsitz des Verbrauches geklagt werden.
    Zuletzt bearbeitet: 12. Oktober 2014
     
  6. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 12.10.2014, 01:01

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    AW: Fluggesellschaft storniert Anschlussflug

    Das ist ein übliches Verfahren.
    Aber sie haben den Zubringerflug nicht angetreten.
    Der "volle Preis" ganz bestimmt nicht, denn beim Full-Fare-Ticket kann man innerhalb eines Jahres beliebig oft kostenlos umbuchen.



    Andarta[/quote]
     
  7. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 12.10.2014, 01:04

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    AW: Fluggesellschaft storniert Anschlussflug

    "Der Bundesgerichtshof hat nach divergierenden Entscheidungen des Oberlandesgerichtes (OLG) Köln und des OLG Frankfurt am Main nun entschieden, dass der Fluggast entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen benachteiligt wird, wenn ihm das Recht, die Beförderungsleistung nur teilweise in Anspruch zu nehmen, generell genommen wird (Urt. V. 29.04.2010, (Az. Xa ZR 5/09). "

    Das Wörtchen "generell" nicht überlesen. Wenn es nicht zulässig ist, generell so zu verfahren, bedeutet das, daß es im Einzelfall durchaus zulässig sein kann.
     
  8. aero89

    aero89 V.I.P. 12.10.2014, 14:30

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    AW: Fluggesellschaft storniert Anschlussflug

    Und wie will man das als Airline beweisen, dass man die Absicht hatte, den 1. Flug nicht anzutreten?
     
  9. JHS

    JHS V.I.P. 12.10.2014, 16:50

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    AW: Fluggesellschaft storniert Anschlussflug

    Dort steht aber auch:

    Und beweisen läßt sich so etwas ggf. aus den Gesamtumständen der Angelegenheit.
    Zuletzt bearbeitet: 12. Oktober 2014
     
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  10. klausschlesinge

    klausschlesinge V.I.P. 13.10.2014, 00:46

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    AW: Fluggesellschaft storniert Anschlussflug

    Genau!

    Oft ist es so, daß die Gesamtstrecke, bestehend aus Zubringerflug (Deuschland-London) und Langstrecke (London-Accra) aus marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten (Tarifsystem) von Airlines günstiger verkauft wird als die Teilstrecke, bestehend nur aus der Langstrecke.

    Sollte dies nicht der Fall gewesen sein, gäbe es schon einmal keinen vernünftigen Grund, das Tarifsystem der Airline zu unterlaufen, indem man die Gesamtstrecke bucht aber nur die Teilstrecke nutzt. Dann dürfte der Passagier nach dem zuvor bereits im Thread Gesagten nicht von der Beförderung auf der zweiten Teilstrecke ausgeschlossen werden, nur weil er die erste Teilstrecke verfallen lassen hat.

    Und er dürfte ebenso nicht ausgeschlossen werden, wenn er bei Eingehung des Vertrages gar nicht die Absicht gehabt hat, das Tarifsystem zu unterlaufen, wie im Eingangssachverhalt beschrieben.
     
  11. aero89

    aero89 V.I.P. 13.10.2014, 11:00

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    AW: Fluggesellschaft storniert Anschlussflug

    Aber wie ließe sich das beweisen? Selbst wenn der Preis mit Zubringerflug günstiger war, hätte es immernoch sein können, dass sich der Käufer kurzfristig überlegte, Freunde in London zu besuchen. Somit wäre die Absicht, das System zu unterlaufen auch nicht gegeben. Es ließe sich halt kaum beweisen wie ich finde. Und vorort erst recht nicht.
     
  12. JHS

    JHS V.I.P. 13.10.2014, 16:05

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    AW: Fluggesellschaft storniert Anschlussflug

    Naja, gehen tut das -grundsätzlich- schon. Ich muß dazu sagen, dass ich mich mit diesen Preisgeschichten bei Flugbuchungen nicht weiter auskenne (ich fliege äußerst selten) aber lt. Eingangssachverhalt wurden ja pro Person 2 Hin und 2 Rückflüge gebucht (für beide Personen also gesamt 4 Hin- und 4 Rückflüge). Wenn z.B. die gebuchten Hinflüge und Rückflüge jeweils so eng beieinander liegen, dass schon theoretisch nur jeweils einer davon genutzt werden kann, also von Beginn an klar ist, dass jeweils 1 Hin- und 1 Rückflug verfallen wird, dieses dann jeweils einen Flug aus jeder der 2 Buchungen pro Nase beträfe und diese Buchungsmethode (bzw. dieses Nutzungsverhalten) einen Preisvorteil mit sich bringt, dürfte der Grundsatz von Treu und Glauben durchaus erschüttert sein.

    Ich versuche es mal "bildlich" darzustellen (der Einfachheit halber nur mit 1 Person, nennen wir sie X):

    X bucht:

    Hinflug (HF) 1 kombiniert mit Rückflug (RF) 1

    X bucht weiterhin:

    HF 2 kombiniert mit RF 2


    Die beiden HF's und RF's liegen jeweils so eng beieinander, dass nur jeweils einer nutzbar ist.

    Genutzt wird nun nur HF 2 und RF 1 (also jeweils nur einer der Flüge aus jeder Buchung)

    Wenn nun die -alleinige- Buchung von HF 2 in Kombi mit RF 1 teurer gewesen wäre, als die Buchung von 2 kompletten Flügen, dürfte das schon sehr auf Absicht hindeuten.

    PS: Bei diesem Beispiel handelt es sich jetzt nicht um einen Teilstreckenverfall, sondern um den Verfall einer jeweils ganzen Strecke, aber das Prinzip ist ja dasselbe.

    Und -möglichweise- liegt hier genau solch ein Fall vor (denn wie gesagt, wurde ja ggf. pro Nase 1 komplett "überflüssiger" Flug gebucht). Und das fiel ggf. schon beim "verpassen" des 1. Zubringerflugs auf, so dass sich die Airline desw. so anstellte, auch wenn das "verpassen" des 1. Zubringerflugs -für sich alleine genommen- ggf. noch nicht "verdächtig" war, aber in der Gesamtschau aller Buchungen wird/wurde.
     
  13. klausschlesinge

    klausschlesinge V.I.P. 14.10.2014, 12:47

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    AW: Fluggesellschaft storniert Anschlussflug

    @aero89

    Der Fragesteller wollte wissen, ob jemandem eine Rückzahlung des Flugpreises aufgrund der Stornierung der Langstrecke durch die Airline zusteht, wenn die Kurzstecke vorher nicht genutzt wurde.
    Im Thread wurde bereits dargestellt, daß es zwei Möglichkeiten gibt: Im Falle der bewußten Ausnutzens des Tarifsystems der Airline stünde ihm dies nicht zu, andernfalls ja.
    Du stellst jetzt die Frage nach den Beweismöglicheiten. Um dies zu beantworten muß der Fragesteller uns sagen, wann er zu welchem Preis was gbeucht hat und wie der Preis für die Langstecken alleine gewesen wäre. Ferner müßte er uns den Preis für den kurzfristig hinzugebuchten Flug nennen. Welche Preise, welche Airlines, welche Buchungsdaten und welche Flugzeiten?
    Zuletzt bearbeitet: 15. Oktober 2014
     
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