Finanzielle Ansprüche in größtmöglicher Höhe an Betrüger stellen

Dieses Thema "ᐅ Finanzielle Ansprüche in größtmöglicher Höhe an Betrüger stellen - Handelsrecht" im Forum "Handelsrecht" wurde erstellt von Ahriman, 12. Januar 2018 um 15:26 Uhr.

  1. Ahriman

    Ahriman Forum-Interessierte(r) 12.01.2018, 15:26

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    Finanzielle Ansprüche in größtmöglicher Höhe an Betrüger stellen

    Hallo,

    angenommen A kauft bei B über eBay einen Amazongutschein für 500€ (der Betrag des Amazongutscheins beträgt 800€). B liefert nicht und A schaltet einen Anwalt ein, der auf eBay spezialisiert ist.

    B antwortet nicht auf Emails, die wahre Adresse von B musste erst durch die Polizei ermittelt werden. B hat bereits mehrere Strafverfahren bezüglich Betrugs am Laufen und selbst einen Anwalt, der ihn zivilrechtlich vertritt, er ist vermutlich pleite.

    Mehrere Fristen mit Fristverlängerungen, die der Anwalt von A macht, hält B nicht ein.

    A ist insofern ein Schaden entstanden, dass er seine Waren bei Amazon nun ohne einen Amazongutschein gekauft hat.

    Was kann A in diesem fiktiven Fall tun, um seinen Schaden geltend zu machen, bzw. um andere finanzielle Ansprüche in größtmöglicher Höhe an B zu stellen?

    Vielen Dank.
     
  2. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 13.01.2018, 11:59

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    A hat einen Anspruch auf Lieferung dessen, was verkauft wurde. Nämlich ein Amazongutschein im Wert von 800€.
    Kann ein solcher Gutschein aus irgendeinem Grund nicht geliefert werden, besteht ein Anspruch auf den Gegenwert in bar - was bei einem Gutschein dieser Art leicht zu ermitteln ist, denn der Gegenwert in bar ist logischerweise auch 800€.

    Ein Schaden ist dem A nicht dadurch entstanden, daß er Waren ohne Gutschein bei Amazon gekauft hat. Der Schaden ist, daß er 500€ bezahlt und nichts bekommen hat. Unabhängig von dieser tatsächlichen Schadenshöhe ist der Verkäufer aber nun mal verpflichtet, die zugesagte Ware zu liefern. Und das ist nun mal ein Amazon-Gutschein über 800€. (Wenn ich einen fabrikneuen Mercedes 500SL für 1.000€ verkaufe, muss ich einen fabrikneuen Mercedes 500SL liefern. Auch wenn der viel mehr wert ist als 1.000€.)

    A kann auch nicht "finanzielle Ansprüche in größtmöglicher Höhe" stellen, sondern nur genau die Ansprüche, die ihm zustehen.

    Wenn der Anspruchsgegner allerdings "pleite" ist, wird man in der Praxis gar nichts bekommen, sondern zu dem Schaden auch noch den eigenen Anwalt bezahlen müssen. Legt man noch die Gerichtskosten drauf, bekommt man dafür eine titulierte Forderung, die man 30 Jahre lang zu vollstrecken versuchen kann.
     
  3. Ahriman

    Ahriman Forum-Interessierte(r) 13.01.2018, 12:38

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    Danke für deine Hilfe TomRohwer.

    Angenommen es ist nun schon knapp 1 Jahr vergangen, seitdem A den Gutschein gekauft hat.

    1. Wäre es möglich den Schaden geltend zu machen, dem A durch die fehlenden Zinserträge seiner 500€ zustande gekommen sind? Das Geld ist ja mittlerweile auch weniger Wert, d.h. A bekommt für den 800€ Gutschein weniger Waren als noch vor einem Jahr.

    2. Kann A Mahngebühren einfordern?
     
  4. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 13.01.2018, 14:41

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    Wenn der Gutschein vertragsgemäß geliefert worden wäre, hätte es keine Zinserträge gegeben...
    Zunächst mal könnte man ggf. Verzugszinsen einfordern, was aber im Moment nicht wirklich was bringt. Inflationsausgleich? Interessanter Gedanke. 1,7%...
    Aber der Inflationsverlust bei einer säumigen Zahlung wird durch die Verzugszinsen ersetzt. Insofern: nein, keinen Inflationsausgleich, aber Verzugszinsen.
    (http://basiszinssatz.info/)

    Wenn man Mahnkosten nachweisen kann... Die Kosten für einen Mahnbescheid können selbstverständlich der Forderung zugeschlagen werden. Die für einen Anwalt und Gerichtskosten ggf. auch.

    Nur: was bringt das alles bei "vermutlich pleite"?
     
  5. Ahriman

    Ahriman Forum-Interessierte(r) 13.01.2018, 20:38

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    Bezüglich dem Nachweis von Mahnkosten: Für die Ermahnung von B benötigt A Zeit, hat also quasi Opportunitätskosten, ich vermute aber, dass diese nicht als Mahnkosten gelten, oder liege ich da falsch?

    Naja, in den nächsten 30 Jahren wird B ja vermutlich mal wieder arbeiten gehen.
     
  6. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 14.01.2018, 15:49

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    M.W. gilt das nicht als "Mahnkosten", die gefordert werden könnten.
    Das mag sein, aber der Gläubiger muss dann auch die nächsten 30 Jahre lang den Schuldner im Auge behalten.
    Er kann alle drei Jahre neu eine eidesstattliche Versicherung verlangen, die Kosten dafür muss er vorstrecken, genauso wie die Kosten für den Gerichtsvollzieher, den er dann regelmäßig losschickt um zu gucken, ob vielleicht wieder was bei B zu holen ist.

    Nach zehn Jahren hat er dann, wenn immer noch nichts zu holen ist, auf die 800€ Forderung nochmal 1000€ (schätzungsweise) für die eVs und vergeblichen Vollstreckungsversuche gezahlt.
     
  7. Ahriman

    Ahriman Forum-Interessierte(r) 14.01.2018, 23:07

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    zahlt das die Rechtsschutzerversicherung, falls A eine hat?
     
  8. Brati

    Brati V.I.P. 15.01.2018, 08:10

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    Dann müsste zunächst der Rücktritt vom Vertrag erklärt worden sein. Dazu ist nichts vorgetragen.
     
  9. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 17.01.2018, 10:43

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    Deshalb schrieb ich ja auch "ggf."

    Gegebenenfalls.
     
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