Falsches Getriebe, liegt ein Sachmangel vor?

Dieses Thema "ᐅ Falsches Getriebe, liegt ein Sachmangel vor? - Kaufrecht / Leasingrecht" im Forum "Kaufrecht / Leasingrecht" wurde erstellt von Kadirius, 24. April 2018.

  1. Kadirius

    Kadirius Neues Mitglied 24.04.2018, 16:01

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    Falsches Getriebe, liegt ein Sachmangel vor?

    Hallo,

    Im Oktober wurde ein Auto im Wert von 25000 Euro in einem Autohaus erworben (Baujahr 2015/ 55000km Laufleistung). Dem Kunden war es wichtig, das das Fzg ein S-Tronic Getriebe hat. Laut unterschriebenen Kaufvertrag hat das Fzg. ein S-Tronic Getriebe. Auch laut der Aussage des Verkäufers und der Fzg. Beschreibung hat das Fzg das gewünschte Automatikgetriebe.


    Nach 6 Monaten merkt der Kunde, durch einen Zufall das das besagte Fzg. kein S-Tronic Getriebe hat sondern ein M-Getriebe. Dies macht einen großen unterschied, da das M-Getriebe anfällig für Schäden und Fehler ist.

    Was steht dem Kunden zu? Besteht ein Sachmangel vor?

    Mit freundlichen Grüßen

    Kadirius
     
  2. Kataster

    Kataster V.I.P. 25.04.2018, 21:07

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    AW: Falsches Getriebe, liegt ein Sachmangel vor?

    Ich vermute nicht, dass sich das Getriebe wirtschaftlich sinnvoll wechseln ließe, richtig?

    Das müsste der Kunde K beweisen und in Zahlen fassen. Gelingt ihm das? Ich habe mal ein wenig recherchiert und dabei kam beim fiktiven Hersteller in I-Stadt heraus, dass die Probleme seit Bj. 2008 behoben wären. Die M-Tronic allerdings eine komfortabelere (lahmere) Charakteristik hätte. Der Zufall des Entdeckens könnte ein Vergleichstest sein? Egal, zuviel Spekulation.

    Entscheidend ist, ob es ein Sachmangel nach dem Wortlaut vom und/oder der Rechtssprechung zum §434 BGB ist.

    Zum Gebrauch geeignet? Nunja, der K hat es 6 Monate nicht gemerkt.

    Die Differenz Neupreis der Getriebe sollte man über Dreisatz (Neuwert Kfz und Kaufwert Kfz) ausrechnen können. Die S-Tronic kostete deutlich mehr?

    Ich bin der Technik nicht sachkundig und sehe rechtlich 2 Wege.

    1. Sachmangel, weil nicht die beim Kauf beschriebenen Eigenschaften. Die Art der Funktion und das Fahrverhalten stufe ich als Eigenschaft ein - nur um der Diskussion eine Richtung zu weisen. Ob das nun so ist oder Erfolg hat, da habe ich durchaus Zweifel.

    2. Sachmangel, weil Minderwert nach Listenpreis Zubehör und Verlust Zeitwert Gesamtfahrzeug. Den Minderwert zum Zeitpunkt des Kaufes könnte man ausrechnen und fordern, da sollte der Verkäufer nicht Nein sagen, er würde vor Gericht m.E. unterliegen.

    3. Nicht mein Favorit, im Gegenteil. Man müsste die befürchteten Reparaturen in eine Mischung aus Mangel an beschriebenen Eigenschaften und finanziellem Schaden fassen. Hier sehe ich die Gefahr, sich mit der Formulierung des Anspruches und des Nachweises durch Gutachten komplett zu verheddern.

    Ich persönlich würde Weg 3 je nach Recherche verwerfen. Weg 2 halte ich für eine solide Ausgangsbasis und man könnte versuchen, mit dem Verweis auf Weg 1 mehr rauszuhandeln. Als Klagebasis halte ich Weg 1 für interessant.

    Was will K? Umbau Getriebe, finanzieller Ausgleich (Minderung nach §441 BGB letztlich) oder Rücktritt vom Kauf unter Berücksichtigung Nutzung?

    Was ist das für ein Händler H? Ein Vertragshändler sollte Schweigegeld zahlen, wenn man das nicht dem Hersteller meldet. Das ist alles im Computersystem, das Angebot kann man ohne böse Absicht gar nicht falsch formulieren. Die Frage, wie das passieren konnte, stünde zunächst mal im Raume.

    Oder ein freier Händler H?

    Was sagt H denn fiktiv zu der Sache? Die Frage wäre, was der Unterschied technisch und wertlich wäre und wie das passieren konnte ....

    OT: Politisch unkorrekterweise habe ich im Kopf das Bild vom fiktiven Auto- und Teppichhändler, der hier die Wahrheit bewusst ein wenig verbogen hat. Aber, es ist ja zunächst die Frage, wie das passieren konnte.
     
  3. once

    once V.I.P. 26.04.2018, 02:10

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    AW: Falsches Getriebe, liegt ein Sachmangel vor?

    Das Fahrzeug ist mangelhaft, da es nicht die vertragsgerechte Beschaffenheit aufweist, § 434 BGB, wobei zuallererst die vereinbarte Beschaffenheit maßgeblich ist.

    Der Käufer hat zunächst einen Nacherfüllungsanspruch und dabei die Wahl, ob er Nachbesserung(soweit überhaupt möglich) oder einen Umtausch (falls möglich) verlangen will.

    Wenn die gewählte Alternative fehlschlägt / wg unverhältnsimäßig höherer Kosten berechtigt verweigert wird / eine Nacherfüllung für den Käufer unzumutbar ist, wäre er zum Rücktritt berechtigt - oder zur Kaufpreisminderung.
    Wenn/weil der Verkäufer den Mangel zu vertreten haben dürfte, könnte der Käufer auch "Schadensersatz STATT der Leistung" ankündigen und seine Mehrkosten für eine anderweitige Beschaffung eines (fast) identischen anderen Gebrauchtwagens mit S-Getriebe ersetzt verlangen ( 34.000€ )

    Wenn er "nur" vom Kauf zurücktreten würde, könnte er den Kaufpreis ( abzüglich Nutzungsersatz entsprechend der Laufleistung ) herausverlangen; wenn er das Fahrzeug behalten und den Kaufpreis mindern will, dann in angemessener Höhe ( 10% vom Kaufpreis = 2500, wenn dies die übliche Preisdifferenz ansonsten gleicher Gebrauchtwagen mit unterschiedlichen Getriebevarianten wäre )

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