Fahrlässigkeit beim Online-Banking-Betrug

Dieses Thema "Fahrlässigkeit beim Online-Banking-Betrug - Bankrecht" im Forum "Bankrecht" wurde erstellt von helmes63, 25. April 2012.

  1. helmes63

    helmes63 V.I.P. 25.04.2012, 14:29

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    Fahrlässigkeit beim Online-Banking-Betrug

    Liebe Forenfachleute,

    ... mal angenommen man fällt auf eine nachgestellte Bankwebseite herein beim Online-Banking.Schließt sich hier der Sachtatbestand einer leichen Fahrlässigkeit nicht automatisch aus ?!
     
  2. Kyuubi86

    Kyuubi86 V.I.P. 25.04.2012, 14:38

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    AW: Fahrlässigkeit beim Online-Banking-Betrug

    wie meinst du das? dass es aufgrund der fahrlässigkeit des Opfers kein Betrug durch den Täter ist?
     
  3. helmes63

    helmes63 V.I.P. 25.04.2012, 14:47

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    AW: Fahrlässigkeit beim Online-Banking-Betrug

    o.k, das ist zu schwammig : es geht hier um das leidige Thema Kundenhaftungsanteil. Soweit ich das weiß gehen inzw. fast alle Banken hin und nehmen grds.eine Teilhaftung am Schaden von wenigstens 20 Prozent in Anspruch, es sei denn der Fall ist glasklar und das ist ja bekanntlich so gut wie nie so !!!
     
  4. LalaBerlin

    LalaBerlin Star Mitglied 25.04.2012, 14:58

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    AW: Fahrlässigkeit beim Online-Banking-Betrug

    Wenn ich das richtig verstehe geht es um die richtige Festlegung des Mitverschuldensanteils des Kunden, der Opfer eines Pishing-Angriffes beim Online-Banking geworden ist.

    Soweit ich sehen kann, wird von den Gerichten ein überwiegendes Verschulden der Banken angenommen, z. T. mit einem Mitverschuldensanbteil des Kunden von bis zu 30 %, z. T. aber auch ganz ohne. Eine einzelfallunabhängige Quote wird man hier nur schwer bilden können.

    Persönlich würde ich denken, dass aufgrund der zunehmenden Aufklärung über dieses Thema dem Kunden durchaus ein steigender Mitverschuldensanteil anzulasten ist.
     
  5. Humungus

    Humungus V.I.P. 25.04.2012, 15:01

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    AW: Fahrlässigkeit beim Online-Banking-Betrug

    Es hängt im Einzelfall auch davon ab, was der Kunde tut. Wenn er unbedarft 10 (!) TANs (wie im aktuellen Urteil) eingibt, muss man ihm schon vorwerfen, dass er jede Vorsicht beiseite gelegt hat.

    Sollte die Website der Bank professionell gekapert worden sein und eine einzige Eingabe zum Schaden führen können sieht es sicherlich anders aus. Die meisten Fälle laufen aber über das primitive Phishing, das sich schon dadurch entlarvt, dass der angegebene Link keiner der Hausbank ist.
     
  6. helmes63

    helmes63 V.I.P. 25.04.2012, 15:04

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    AW: Fahrlässigkeit beim Online-Banking-Betrug

    Wenn ich das überdies richtig verstanden haben versucht die Bankenlobby gerade in diesem Punkt eine Beweislastumkehr zu realisieren :kommt das dann wirklich, darf man sagen: armer Bankkunde - armer Verbraucherschutz !!!
     
  7. LalaBerlin

    LalaBerlin Star Mitglied 25.04.2012, 15:24

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    AW: Fahrlässigkeit beim Online-Banking-Betrug

    Echt? Wo versuchen die das? Gibt es dazu Belege?

    Eigentlich liegt die Beweislast ja beim Kunden und die Gericht haben gerade erst (in juristischer Zeitrechnung) Erleichterungen für den Kunden hinsichtlich der Beweisführung geschaffen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich das Rad da schnell zurückdrehen lassen wird.
     
  8. hera

    hera V.I.P. 09.05.2012, 07:08

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    AW: Fahrlässigkeit beim Online-Banking-Betrug

    .. wie hat der kunde festgestellt, dass es die seite "seiner" bank ist - war das sicherheitszertifikat im browser erkennbar ?

    hat der kunde grundsätzlich aktuelle antvierensoftware, firewall usw. aktiviert ?

    .. und hier weicht das procedere schon vom normalen und bisher üblichen ab ...

    der tan-generator wird nur für transaktionen benutzt - nicht für "verifikationen", was auch immer das sein soll

    die mit sicherheit ein fake ist ..die gauner haben jetzt eine gültige tan und ein kleines zeitfenster, um im hintergrund eine aktion vom konto des kunden zu veranlassen:

    also, der kunde wurde auf eine falsche seite umgeleitet, die PIN abgefangen und im hintergrund von den gaunern benutzt, um sich auf das konto einzuloggen und eine transaktion anzustoßen - nun wartet man auf eine TAN - die gibt der kunde brav auf der falschen seite zu zwecken der "verifikation" ein - geld ist weg, legitimiert durch die kunden-tan

    .. entweder war es wieder ein spiegelbild auf einer falschen webseite .. oder irgend etwas stimmt an der geschichte nicht.

    kommt drauf an, ob und wie er u.a. meine oben gestellten fragen beantworten kann ..

    im übrigen kann man den rahmen von solchen bösen überraschunge etwas einschränken, in dem man die limite für internet-überweisungen, lastschriften u.ä. reduziert (zb auf die höhe der miet- oder ratenzahlungen)
    um einen höheren betrag zu ergaunern benötigt man dann schon 2 TAN (eine, um das limit zu erhöhen und eine für die eigentliche transaktion)
     
  9. Brati

    Brati V.I.P. 09.05.2012, 08:36

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    AW: Fahrlässigkeit beim Online-Banking-Betrug

    Ich sehe hier im letzten Fall keine Haftung des Kunden aus 675v II BGB. Grobe Fahrlässigkeit vermag ich hier nicht erkennen. Die im Verkehr erforderliche Sorgfalt ist nach meiner Auffassung hier nicht in besonderem Maße verletzt. Ein normaler Nutzer muss mit diesem SSL Verschlüsselungszeug nicht vollkommen vertraut sein und die Schilderung hinsichtl. der Neuverifizierung klingt für mich auch nicht so ungewöhnlich. Man müsste hierzu aber schon Genaueres wissen, insbesondere auch die Warnung auf der Seite sehen etc.
     
  10. hera

    hera V.I.P. 09.05.2012, 08:42

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    AW: Fahrlässigkeit beim Online-Banking-Betrug

    .. der kunde wird schon probleme haben, beweise für die fake-seite zu erbringen. die bank sieht nur:
    eingeloggt mit PIN -> TRANSAKTION mit TAN bestätigt ...

    http://www.welt.de/finanzen/verbrau...ssiges-Online-Banking-wird-hart-bestraft.html

    Moderne Tan-Verfahren sind recht sicher

    Hacker können die also nicht vorher abfangen und das Geld auf ein Konto ihrer Wahl umleiten. Zumal auf das Mobiltelefon oder den Tan-Generator im Taschenrechnerformat zur Kontrolle auch die Kontonummer und der Betrag geschickt werden, wie er bei der Bank tatsächlich ankam. Die durch einen speziellen Algorithmus in dem Moment erstellte Tan, passt nur auf diese eine Transaktion.Sicherheitshinweise wie das Schlossbild im Browserfenster sollte die gesicherte Verbindung anzeigen. Von der Echtheit der Internetseite kann man sich anhand des Zertifikats mit Klick auf das Schloss-Symbol überzeugen. Wobei es auch hier Fälle gibt, in denen selbst diese Angaben manipuliert wurden
    .[/B]
     
  11. Brati

    Brati V.I.P. 09.05.2012, 09:33

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    AW: Fahrlässigkeit beim Online-Banking-Betrug

    Die Schadensersatzpflicht greift aber gem. 675v II "erst" bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.
    Nach der letzten Entscheidung des BGH wurde auf der Seite der Bank gewarnt, dass man nicht einfach so TANs rausgeben darf. Der Kläger des Ausgangsverfahrens (Bankkunde) hatte aber 10 TANs trotz des Hinweises irgendwo eingegeben. Da sehe ich schon nen Unterschied. Zudem wird grobe Fahrlässigkeit erst seit der Änderung 2009 gefordert. Hier hatte der BGH aber noch nach alter Rechtslage zu entscheiden, dort genügte einfache Fahrlässigkeit.
     
  12. hera

    hera V.I.P. 09.05.2012, 09:44

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    AW: Fahrlässigkeit beim Online-Banking-Betrug

    der bankkunde hat
    -nicht in die url-zeile geschaut und auf ein sicherheitszertifikat geachtet
    -(wahrscheinlich)keinen aktuellen und aktiven virenschutz
    -eine TAN außerhalb von TRANSAKTIONEN eingegeben (hier würde ich noch mal in den AGB schauen, ob etwas dazu steht)
    -die übermittelte TAN am generator nicht mit seinen aktivitäten am PC abgeglichen
    -seine limite für onlineüberweisungen unbegrenzt gelassen

    .. als bank würde ich in der summe der unterlassungen schon eine grobe fahrlässigkeit sehen ...
    aber letztendlich werden das ggf. richter zu entscheiden haben
     
  13. Brati

    Brati V.I.P. 09.05.2012, 10:12

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    AW: Fahrlässigkeit beim Online-Banking-Betrug

    Das sind mir zu strenge Anforderungen an die im Verkehr erforderliche Sorgfalt. Das hab ich oben auch schon geschrieben. Ein solches technisches Verständnis hinsichtlich online-Sicherheit kann man von nem durchschnittlichen Bankkunden und Internetsurfer nicht erwarten.
    Wissen wir nicht. Weißt du, ob ein solcher vor Pharming schützt?
    In dem Falle wäre jeder Pharming-Angriff verschuldet, das kann also kein Maßstab sein ;)
    Doch, hat er. Er wurde aufgefordert eine TAN einzugeben, weil irgendetwas mit dem Login nicht stimme. Wie technische Sicherheitsabfragen in solchen Verfahren funktionieren muss der Nutzer nicht wissen. Das ist absolutes Spezialwissen, wie das alles funktioniert. Andernfalls gäbs vermutlich mehr Angriffe ;)
    Das begründet absolut keine Sorgfaltspflichtverletzung. Das Onlinebanking soll mich ja entlasten. Das kann es nicht, wenn ich aber bei jeder Überweisung über 20 € zur Bank dackeln muss. Daher ist es im Verkahr nicht üblich soetwas zu machen. Ich wüsste z.B. gar nicht das und wie das geht.
    Vermutlich wird man das als Bank so machen. Ob es aber für eine grobe Fahrlässigkeit reicht vermag ich ernsthaft zu bezweifeln. Die Anforderungen hinsichtlich Internetsicherheit sind ja nicht sonderlich hoch. ich verweise da nur auf BGH hinsichtlich Urheberrechtsverletzungen bei W-Lan etc.
    Nochmals verweise ich dazu auf den BGH-Fall, der wesentlich krasser lag und auf den Umstand, dass dort der Verschuldensmaßstab geringer war als nach 2009.
     
  14. hera

    hera V.I.P. 09.05.2012, 11:29

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    AW: Fahrlässigkeit beim Online-Banking-Betrug

    .. hera ist auch im verkehr streng ;)

    er sollte die transaktionsdaten (also "überweisung von 1000 euronen") auf seinen generator bzw. handy bekommen und mit seinen handlungen abgleichen
    http://www.vb-mittelhessen.de/mb318/Handbuch_Kobil_Optimus_comfort.pdf

    frag hera ..
    bei einem ordentlichen online-banking sollten man als nutzer unter kontoeinstellungen (oder ähnlichem menüpunkt) die auftrags- und kartenlimite (auch gesondert für auslandüberweisungen bzw nutzung finanzsoftware)einstellen können (jederzeit wieder änderbar durch neue eingabe und bestätigung der aktion mit TAN) -

    -> eine begrenzung auf zB 600 euronen (klappt aber nur wenn zB. die miete niedriger ist), läßt den bösen buben nur die chance, max 600 euronen zu klauen - tut nicht so weh wie 6000 euronen ...

    und wenn limit für auslandsüberweisungen = 0, dann können nur noch inländer klauen ... usw
     
  15. Brati

    Brati V.I.P. 09.05.2012, 12:01

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    AW: Fahrlässigkeit beim Online-Banking-Betrug

    Der Bankkunde sollte sich das hier schon angesprochene Urteil des BGH vom 24.4. reinziehen. Dort erging die Entscheidung auf Klageabweisung aufgrund einer, mit dem SE-Anspruch der Bank, erklärten Aufrechnung (so zumindest mein Kenntnisstand).
    Der Kläger (Bankkunde) wird vermutlich nen Anspruch aus 675u I 2 BGB geltend gemacht haben. Zumindest liest sich das so, als ob der Bankkunde hier nen Anspruch gegen seine Bank auf Ausgleich hat.
     
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