Entgiftung + Therapie... 6 Monate überschritten - Fall fürs Sozialam?

Dieses Thema "ᐅ Entgiftung + Therapie... 6 Monate überschritten - Fall fürs Sozialam? - Sozialrecht" im Forum "Sozialrecht" wurde erstellt von littleMythos, 29. Januar 2009.

  1. littleMythos

    littleMythos Boardneuling 29.01.2009, 17:31

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    Entgiftung + Therapie... 6 Monate überschritten - Fall fürs Sozialam?

    Hallo zusammen,

    stelle man sich folgendes Szenario vor:
    Ort: Kreis Recklinghausen (NRW)

    Frau X ist Drogenabhängig und hat bald einen Aufnahmetermin für die Engiftung und danach will sie eine stadionäre Langzeittherapie in derselben Einrichtung machen. Frau X hat noch keine Kostenzusage für die Therapie, da die zuständige Drogenberatung ihr geraten hat den Antrag erst in der Entgiftung mithilfe der dort anwesenden Sozialarbeiterin zustellen. Hauptsächlich aus Zeitgründen.

    So steht auch die Länge der Therapie nicht fest. Im Normalfall beträgt sie 4-6 Monate und wird auf Bedarf noch 3 Monate verlängert.

    Jetzt bekommt sie von der ARGE mitgeteilt dass diese nicht mehr für sie zuständig ist, da die Therapie + Entgiftung länger als 6 Monate sind und verweist sie ans Sozialamt. Vom Sozialamt bekommt Frau X dann ein Taschengeld von etwa 90 Euro und sie bezahlen die freiwillige Krankenversicherung die Frau X noch beantragen muss. Zudem wird ihr auch für die Entgiftung nur der Taschengeldsatz bezahlt, obwohl dies ein Krankenhausaufenthalt ist, den Frau X mit 10 Euro täglich anteilig selbst zahlen muss.

    Wäre das Sozialamt nicht zuständig würde der Fall wahrscheinlich eher so aussehen:
    Ort: Wuppertal (Bergisches Land)Es handelt sich wieder um die schon bekannte Frau X. Dieses Geschehen wäre zeitlich etwa ein halbes Jahr vor dem obrigen Fall passiert.

    Frau X besucht die Entgiftung und bekommt währendessen den normalen Satz für eine alleinstehende Frau ABG II. Nach der Entgiftung wechselt sie in eine Therapieeinrichung und bekommt 30% gekürzt. Die in der Therapie arbeitende Sozialarbeiterin hat sie eingehend beraten und ihr gesagt dass es eigentlich keine rechtliche Grundlage darauf gibt, nachdem das Geld gekürzt werden dürfte und es gibt auch ein gerichtlichen Fall wo jemand Widerspruch gegen die Kürzung eingelegt hat und Recht damit bekommen hat.

    Frau X hatte sich mit den anderen Patienten darüber ausgetauscht. Die meisten haben das gleiche Geld wie sie bekommen und einige Wenige haben Übergangsgeld in Höhe von fast 600 (!) Euro bekommen. Das ist anderer Fall da diese ABG I bekommen haben. Das auch nur einer 90 Euro vom Sozialamt bekommen hat ist Frau X nicht bekannt.

    Frau X ist jetzt sehr verunsichtert und hat Angst in der Therapie die einzige zu sein die sich nicht am regen Freizeitangebot beteiligen kann da dieses von den Patienten zu größten Teil selbst finanziert werden muss. Zudem entsteht dann selbst dort eine Art 2 Klassengesellschaft, die eine können und die anderen nicht. Das obwohl die meisten dort genauso arbeitslos wie Frau X sind. Wie kann der Gesetzgeber das zulassen? Müßte dann nicht eine einheitliches System dafür herrschen? Frau X würde das niedriges Taschengeld nichts ausmachen, wenn sie sich nicht eindeutig benachteiligt gegen den anderen fühlen würde.

    Frau X hat sich auch mit ihrer Drogenberaterin darüber unterhalten und die konnte ihr nicht genau sagen ob die Entgiftung einfach mit der Therapie zusammengezogen werden kann. Das einzige was sicher ist, ist dass das Sozialamt im Gegensatz zur ARGE eine gesetzliche Grundlage im Bezug auf Therapien hat. Diese werden dann angesehen wie z. B. Pflegeheime.

    Ich habe versucht so umfangreich wie möglich den fiktiven Fall der Frau X schildern.

    Bedanke mich im Voraus für die Antworten :winke:
    Zuletzt bearbeitet: 29. Januar 2009
     
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