Drehgenehigung Vlog und dessen folgen

Dieses Thema "ᐅ Drehgenehigung Vlog und dessen folgen - Medienrecht und Presserecht" im Forum "Medienrecht und Presserecht" wurde erstellt von GoMe, 30. Januar 2017.

  1. GoMe

    GoMe Neues Mitglied 30.01.2017, 12:51

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    Drehgenehigung Vlog und dessen folgen

    Hallo zusammen,

    kurze Info zu den Fragen. Im Rahmen einer privaten Fotografenrunde wurden unten stehende Fragen ohne Ergebnis diskutiert. Auf Youtube werden täglich dutzende Vlogs (einblicke in den Alltag von mehr oder weniger Prominenten oder Privaten Personen) hochgeladen. Als Fotograf oder Filmproduzent arbeitet man im Normalfall mit Drehgenehmigungen. Diese lassen sich bei einem Vlog aber vermutlich nicht immer auf die schnelle organisieren. Deshalb wurde folgender Fall (orientiert an zahllosen Beispielen auf Youtube) gesponnen.

    1. Kunde A ist europaweit tätig und will wiederum seinen Kunden einen Einblick in seinen Alltag geben. Deshalb beauftragt er einen Kameramann ihn ins Ausland zu begleiten. Der Kameramann ist also von Abflug in Deutschland bis zur Rückkehr in Deutschland immer an seiner Seite und filmt alles was so passiert. Unter anderem am Flughafen, im Flugzeug und auf öffentlichen Plätzen. Bei einem Dreh für einen Werbespot benötigt man die Drehgenehmigung z.B. vom Airport. Wie verhält es sich aber bei einem Vlog bei dem man die meiste Zeit spontan filmt und man mit dem Vlog keine direkte Werbung macht sondern nur einen Einblick in den Alltag gewährt?

    2. Angenommen Punkt 1 wird klar damit beantwortet, dass man auch bei einem Vlog für jede Location eine Genehmigung braucht, der Produzent diese aber nicht hat. Kunde A bekommt den fertigen Schnitt und lädt ihn auf seinen Youtube-Kanal. Wer haftet von nun an falls z.B. der Airport klagt? Er als Eigentümer des Kanals oder der Filmproduzent?

    3. Kunde A möchte Urheberrechtlich geschützte Musik nutzen
    Kunde A möchte ein bestimmtes Stück in seinem Film haben. Nehmen wir mal einen aktuellen Chart-Song. Der Filmproduzent verweist den Kunden darauf, dass er das Stück ohne Rechteklärung nicht nutzen darf. Kunde A besteht aber auf diesen Song. Kann sich der Filmproduzent aus der Verantwortung ziehen wenn er eine schriftliche Vereinbarung hat, dass Kunde A die rechtlichen Konsequenzen trägt falls die Plattenfirma Anzeige erstattet?
    Wir hoffen auf ein paar einleuchtende Antworten :)

    Viele Grüße
    GoMe
     
  2. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 31.01.2017, 18:33

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    AW: Drehgenehigung Vlog und dessen folgen

    Nicht zwingend, nicht so pauschal. Kommt immer auf alle Umstände des konkreten Einzelfalles an. Und das Hausrecht des Betreibers ist auf Flughäfen ohnehin in mancherlei Hinsicht eingeschränkt. Der Flughafen ist in mancherlei Hinsicht nämlich öffentlicher Raum. Demonstrationen z.B. müssen weitgehend hingenommen werden, das Fotografieren und Filmen dieser Demonstrationen auch.
    Das wird im Regelfall unproblematisch sind, und in manchen Fällen nicht.
    Nein. Er haftet zivilrechtlich immer als Mitstörer, vereinfacht gesagt kann sich der geschädigte Urheber aussuchen, wen von beiden er in Regress nehmen will.
     
  3. GoMe

    GoMe Neues Mitglied 02.02.2017, 17:41

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    AW: Drehgenehigung Vlog und dessen folgen

    Danke für die Antwort! So ähnlich haben wir uns das auch gedacht. Bleibt also ein Glücksspiel ob sich jemand beschwert oder nicht bzw. bedeutet einen enormen Aufwand wenn man sich komplett absichern möchte.

    Aber nochmal zu Punkt 3. Angenommen der Filmproduzent wird verklagt. Dann könnte ich als Produzent ja wieder weiter auf meinen Kunden gehen und sagen, dass wir ihn aufgeklärt haben und er trotzdem darauf bestanden hat den Song zu verwenden und mir schriftlich bestätigt hat die Konsequenzen zu tragen?!
    Sonst bin ich ja als Produzent recht chancenlos. Entweder geschützten Song rein und ne Klage riskieren (was ja dann ziemlich doof wäre) oder Kunden verlieren wenn man sich quer stellt und korrekt handeln will.
     
  4. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 02.02.2017, 22:46

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    AW: Drehgenehigung Vlog und dessen folgen

    Der Filmproduzent kann seinen Kunden in Regress nehmen, wenn der Kunde ihm Material liefert, das mangels Nutzungsrechten gar nicht verwendet werden darf, und der Filmproduzent in der Folge vom Rechteinhaber in Regress genommen wird.

    Ob der Filmproduzent allerdings den Kunden in Regress nehmen kann, wenn er wissentlich für den Kunden eine Urheberrechtsverletzung begeht, wage ich zu bezweifeln.

    Wenn man sich von einem Dritten zu einer rechtswidrigen Handlung überreden lässt und in dem Wissen, daß es rechtswidrig ist, trotzdem diese Handlung begeht, hat man m.E. keine Regressansprüche, denn ein Vertrag auf solcher Grundlage wäre m.E. von Anfang an nichtig, weil sittenwidrig.

    Die Verwendung ohne Nutzungsrecht ist im übrigen eine Straftat (§106 UrhG, Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe; der Versuch ist strafbar) - allein das sollte im Fall vorsätzlichen Handelns Regressansprüche gegen den Kunden unmöglich machen.

    Man kann als Filmproduzent dem Kunden nur sagen, daß man nicht bereit ist, in seinem Auftrag strafbare Handlungen zu begehen, die obendrein zu Regressansprüchen auch gegen den Filmproduzenten führen können.
    Zuletzt bearbeitet: 2. Februar 2017
     
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