Diebstahl unter falscher Annahme

Dieses Thema "ᐅ Diebstahl unter falscher Annahme - Aktuelle juristische Diskussionen und Themen" im Forum "Aktuelle juristische Diskussionen und Themen" wurde erstellt von Maximilian70, 14. Juli 2018 um 01:03 Uhr.

  1. Maximilian70

    Maximilian70 Boardneuling 14.07.2018, 01:03

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    Diebstahl unter falscher Annahme

    Prüfung auf strafrechtliche Relevanz bezogen auf Person A

    Nehmen wir mal folgenden Fall an:


    A besucht seinen guten Bekannten B. Im laufe des Gespräches kommen Sie auf das Thema "Brennholz" zu sprechen. A fragt B ob er Brennholz habe für Ihn. B sagt, er wisse einen Wald wo A Brennholz sich holen könne. Er (B) habe vom Förster gesagt bekommen dort kann er sich Brennholz holen. Er (B) könne Ihm (A) auch seinen Anhänger dazu leihen. Beide (A und B) fahren zum besagten Waldstück. Dort wird das erst noch zu sägende Brennholz dann vor Ort besichtigt. Wegen einer Krankheit von A
    wird aus der Sache in diesem Jahr nichts mehr.
    Im Jahr darauf besucht A wieder seinen guten Bekannten B. Es kommt wieder auf das
    Thema zu sprechen. B sagt zu A " ich habe dir doch voriges Jahr schon gesagt dort kannst du dir Brennholz holen. Der Förster hat doch gesagt dort kannst du dir holen"
    A holt in den kommenden Tagen mit einem Helfer C, welcher von A gebeten wurde Ihm zu helfen, sowie einem Traktor samt Anhänger in mehreren Fuhren das Brennholz, welches ja vor Ort im Wald auch erst gesägt werden muss. Ein paar Wochen später erhält A und C einen Anruf von der Polizeidienststelle, das eine Anzeige gegen beide Vorliegen würde wegen des Diebstahls von Brennholz !!!
    Auf sofort versuchte Nachfrage von A bei seinem Bekannten B, um die Sache zu klären,
    muss A feststellen, daß B nicht mehr mit Ihm (A) sprechen kann oder auch will.
    Schimpferen und ein größtenteils Abstreiten des gesagten bzw. ausgemachten folgen.
    Den Namen des Försters nennt B nicht. B ist auch für A seitdem nicht mehr erreichbar.
    Einen Zeugen für das ausgemachte zwischen A und B bei den Gesprächen gibt es nicht. C ist verärgert über A und sagt " Ich habe doch nur A geholfen".

    Frage:
    Was kann sowohl A als auch Helfer C jetzt strafrechtlich betrachtet schlimmstenfalls passieren ? Zeugen, welche A und C beim Abtransport gesehen haben sind vorhanden.
    Was passiert, wenn B jetzt alles ausgemachte dreist abstreitet ?
    Wie sollte insbesondere A sich jetzt am besten verhalten ?

    Gruß
    Maximilian !!
     
  2. Wrzlfrzl

    Wrzlfrzl V.I.P. 14.07.2018, 09:27

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    AW: Diebstahl unter falscher Annahme

    Es ist wie im echten Leben.

    A hat unwissentlich falsch gehandelt. Das ist kein Diebstahl im strafrechtlichen Sinne. C hat A in gutem Glauben geholfen. Damit scheidet eine Beihilfe für ihn aus.

    Bei B wäre eine Anstiftung theoretisch im Raume stehend. Das wäre strafbar. Er könnte aber auch einem Irrtum erlegen sein, indem er dem A das falsche Brennholz zeigte. Das wäre ebenfalls straffrei.

    ABER...

    A könnte diese Räuberpistole einfach erfinden, nachdem man ihn beim Klauen erwischt hat. B könnte dem A böswilligerweise ein fremdes Waldstück gezeigt haben, um ihn eben „ins Messer laufen zu lassen“ A könnte auch das Waldstück verwechselt haben. Oder der Förster wusste einfach nicht, daß B dem A das Holen des Holzes „erlaubte“, stellte A zur Rede und der stritt alles ab. Was davon am Ende glaubwürdig ist, das können wir hier alle nicht hellsehen.

    Empfehlenswert wäre eine menschliche Lösung. Bei der Forstverwaltung den Förster ausfindig machen, Kontakt aufnehmen und die Sache klarstellen. Ob der einem glaubt, ist die eine Sache. Aber es liesse sich evtl. aufklären.
     
  3. Phil79

    Phil79 V.I.P. 14.07.2018, 11:19

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    AW: Diebstahl unter falscher Annahme

    A und C unterliegen einem Irrtum bzgl. der sog. "Rechtswidrigkeit der Zueignung", sodass hier (so dies glaubhaft versichtert wird) keine Strafbarkeit wegen Diebstahls einschlägig ist.
    Bei B wird man darauf abstellen müssen, (1) ob er auch diesem Irrtum unterlag (dann Strafbarkeit [-]) und ggf. (2) ob man den Irrtum bei A und C als "vorsatzausschließend" sieht (dann auch beim B Strafbarkeit [-]) oder nur als "schuldausschließend" (dann würde es beim B ein wenig komplizierter).

    Da aber die meisten Gerichte den Irrtum über die Rechtswidrigkeit der Zueignung (mE zutreffend) als Vorsatzirrtum ansehen, dürfte eigentlich für niemanden oben eine Strafe im Raum stehen.

    Diesselbe Argumentation gilt i.Ü. auch für eine womögliche Sachbeschädigung am Baum und zzgl., insofern das Brennholz z.T. schon verbrannt wurde.

    Davon unberührt bleiben hingegen zivilrechtliche Ansprüche vonseiten des Brennholzeigentümers.
     
  4. Maximilian70

    Maximilian70 Boardneuling 14.07.2018, 14:53

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    AW: Diebstahl unter falscher Annahme

    Im weiteren Verlauf gehen wir mal von folgenden aus:

    A hat inzwischen herausgefunden wer der Waldbesitzer ist. Es handelt sich um einen Privatwald. A und C fuhren gemeinsam zum Waldbesitzer und erklärten den genauen Sachverhalt des Zustandekommens und Entschuldigten sich beide. Der Waldbesitzer zeigte sich verärgert, nicht kooperativ und wenig gesprächsbereit und menschlich. A sagte zu Ihm, er wolle eine gütliche Einigung und ist jederzeit gerne bereit das Holz zu bezahlen. Er meinte abschliesend nur, er habe es ohnehin einen RA übergeben und der mache das für Ihn.
    Bei der Beschuldigten Vernehmung von A und C bei der Polizei erfuhr A das der RA des Waldbesitzers einen "Schaden" für das Holz in "Utopischer Höhe" geltend gemacht hat. Sowohl A als auch C verschlug es die Sprache. Es drängt sich der Verdacht auf, das der Waldbesitzer den Irrtum von A und C für sich "finanziell richtig ausnutzen" möchte.

    Frage:
    Wie sollte sich A in Anbetracht dieser weiteren negativen Entwicklung jetzt am besten verhalten ?
     
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