Datenschutz vs. Unverletzlichkeit der Wohnung

Dieses Thema "ᐅ Datenschutz vs. Unverletzlichkeit der Wohnung - Datenschutzrecht" im Forum "Datenschutzrecht" wurde erstellt von Canibu, 14. Februar 2018.

  1. Canibu

    Canibu Boardneuling 14.02.2018, 16:32

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    Datenschutz vs. Unverletzlichkeit der Wohnung

    Nehmen wir an Person A möchte in Absprache mit dem Arbeitgeber personenbezogene Daten auf dem eigenen privaten Laptop verarbeiten. Der Arbeitgeber ist damit einverstanden. Person A muss dafür jedoch eine Genehmigung einholen und einen entsprechenden formalen Antrag beim Arbeitgeber stellen, in dem u.a. die Art des zur Datenverarbeitung genutzten Gerätes (stationär oder mobil) erfragt wird.

    Da Person A die Daten auf ihrem Laptop verarbeitet handelt es sich um ein mobiles Gerät.

    Am Ende des Antrages soll Person A jedoch zustimmen, im Bedarfsfall dem Landesbeauftragten für Datenschutz die Wahrnehmung seiner Kontrollaufgaben im häuslichen Bereich von Person A zu ermöglichen.

    Ist das so rechtens? Da Person A ja mit dem Laptop ein mobiles Gerät verwendet, wäre zur Wahrnehmung einer etwaigen Kontrollaufgabe des Datenschutzberechtigten doch die Verletzung des Grundrechts auf Unverletzlichkeit der Wohnung überhaupt nicht notwendig oder? Schließlich könnte der Laptop, auf dem die Daten verarbeitet werden, doch auch an jedem anderen Ort kontrolliert werden bzw. von Person A zur Kontrolle zur Verfügung gestellt werden.
     
  2. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 14.02.2018, 16:37

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    AW: Datenschutz vs. Unverletzlichkeit der Wohnung

    Wenn der AG der Nutzung eines privaten Computers zustimmt, kann er das von Bedingungen abhängig machen. Wenn der AN diese Bedingungen nicht annehmen will, muss er eben ein Gerät nutzen, das vom AG gestellt wird.
    Es geht auch darum zu kontrollieren, wer Zugang hat bzw. ob der Zugang zu dem Gerät ausreichend gesichert ist. Sprich: daß es nicht unbeaufsichtigt zu Hause rumsteht, daß ggf. Zugriffe auf das Gerät über ein Heimnetzwerk ausreichend geblockt sind, usw. usf.

    Das ist aber nicht der entscheidende Punkt. Entscheidend ist: der AN hat keinen Anspruch darauf, daß der AG die Nutzung eines privaten Computers für dienstliche Zwecke erlaubt. Der AG wiederum kann die Erlaubnis von der Erfüllung bestimmter Bedingungen abhängig machen.

    Die Nutzung privater IT-Geräte für dienstliche Zwecke ist davon abgesehen immer eine ziemlich schlechte Idee, die unendlich viele Konflikte und Probleme heraufbeschwören kann. Besonders, wenn dienstlich personenbezogene Daten auf dem Privatgerät gespeichert oder verarbeitet werden.
     
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