Darf man jemandem mündlich den Tod wünschen?

Dieses Thema "ᐅ Darf man jemandem mündlich den Tod wünschen? - Strafrecht / Strafprozeßrecht" im Forum "Strafrecht / Strafprozeßrecht" wurde erstellt von candybomberz, 16. Mai 2018 um 21:11 Uhr.

  1. candybomberz

    candybomberz Junior Mitglied 16.05.2018, 21:11

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    Darf man jemandem mündlich den Tod wünschen?

    Ist das eine Beleidiung?

    Ist das eine Drohung?

    Ist das versuchte Körperverletzung?

    Ist das Volksverhetzung?

    Natürlich für den Fall gesehen das die Person sich nicht tatsächlich das Leben nimmt.

    Darf man jemanden sagen das er sich umbringen soll?
    Zuletzt bearbeitet: 16. Mai 2018 um 21:28 Uhr
     
  2. onkelotto

    onkelotto V.I.P. 16.05.2018, 21:34

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    AW: Darf man jemandem mündlich den Tod wünschen?

    http://www.sueddeutsche.de/news/pan....urn-newsml-dpa-com-20090101-170810-99-595539

    Grundsätzlich würde ich es verneinen - kommt aber auf die Formulierung und die Begleitumstände an. ( Bsp: Mann sagt es dem Selbstmordattentäter, der mit TNT beladen ist und in einer Menschenmenge steht ... Aufforderung zu einer Straftat ... Körperverletzung(Dritter) oder Totschlag )

    Kritisch wird es aber auch dann, wenn der freundliche Zeitgenosse eine Garantenstellung hat
    ( z.B. Arzt->Patient, Mutter->Kind )
     
  3. sanderson

    sanderson Star Mitglied 16.05.2018, 21:39

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    AW: Darf man jemandem mündlich den Tod wünschen?

     
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  4. freaggle4711

    freaggle4711 Aktives Mitglied 16.05.2018, 21:45

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    AW: Darf man jemandem mündlich den Tod wünschen?

    Ist für mich nicht äquivalent zu: "Ich wünsche dir den Tod" oder "bring dich um".

    Dürfte sehr wahrscheinlich von den Begleitumständen abhängen.
    Wie durch solch Äußerung eine Beleidigung abzuleiten ist, entzieht sich meiner Kenntnis.
     
  5. onkelotto

    onkelotto V.I.P. 16.05.2018, 21:46

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    AW: Darf man jemandem mündlich den Tod wünschen?

     
  6. freaggle4711

    freaggle4711 Aktives Mitglied 17.05.2018, 00:17

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    AW: Darf man jemandem mündlich den Tod wünschen?

    Das ist mir zu unausgegoren. Verständlich, die Aufforderung zum Suizid, wie es hier auch schon eingeworfen wurde, verstehe ich als herabwürdigend.
    Ein "bring dich doch um" ist doch keine Aufforderung zum Suizid sondern eine sinnbildliche Aussage. Da fehlt mir, eben nur mir persönlich, der Anstoß um auf Suizid zu kommen. Schwer zu erklären.

    Trage ich ergo für solch Aussage, wobei ich nie verstehen werde wie man überhaupt auf sowas kommt, die anschließende Gedankenauslegung durch den Empfänger, na Mahlzeit.

    Wobei "geh doch sterben" eine ganze Zeit lang en vogue war. Die Zahl der Suizidenten ist dadurch nicht gestiegen.
     
  7. Phil79

    Phil79 V.I.P. 17.05.2018, 08:50

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    AW: Darf man jemandem mündlich den Tod wünschen?

    Allerdings muss man deutlich zwischen der (mit den Grenzen des § 217 StGB) grds. straflosen Teilnahme an der Selbsttötung und der Fremdtötung in mittelbarer Täterschaft unterscheiden: Letztere ist strafbar; auch dann, wenn das Opfer selbst Tatmittler ist.
    Sprich, einem Gesunden bspw. im Streit "Ach, geh weg und nimm Dir doch einfach einen Strick!" an den Kopf zu werfen ist allenfalls beleidigend. Einem (im weitesten Sinne des Wortes) sich im seelischen Ausnahmezustand Befindlichen "Spring doch endlich!" zuzurufen, ist hingegen grds. mindestens eine fahrlässige Tötung (je nach dogmatischer Ansicht: in mittelbarer Täterschaft).

    Eine solche Konstellation erscheint mir im o.g. Baden-Baden-Fall i.Ü. einschlägig, sodass eine (mal wieder nur vermeintliche) Strafbarkeitslücke mE nicht erkennbar ist.
     
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