Betreuung ! Ganz dringend !

Dieses Thema "ᐅ Betreuung ! Ganz dringend ! - Betreuungsrecht" im Forum "Betreuungsrecht" wurde erstellt von mutlos, 2. April 2006.

  1. mutlos

    mutlos Forum-Interessierte(r) 02.04.2006, 12:12

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    Betreuung ! Ganz dringend !

    Ein junger Mann geht zunächst freiwillig in die Klinik, da er aufgrund langjährigem Drogenkonsum eine Psychose hat. Er wird dann aber zusehends stur und uneinsichtig und bekommt vom Vormundschaftsgericht einen Betreuer, der u.a. auch für folgende Aufgaben zuständig ist: "die persönl.Angelegenheiten, insbesondere die Sorge für die Pflege und Gesundheit, einschl. der Zustimmung zu ärztlichen Maßnahmen und Behandlungen. Die Aufenthaltsbestimmung einschl. der Entscheidung über eine Unterbringung oder unterbringungsähnliche Maßnahme."
    Nun ist der Betreuer für vier Wochen im Urlaub und der junge Mann will entlassen werden. Die Ärzte sagen zwar, es ist eine psychische Erkrankung da aber sie können ihn nicht festhalten.
    Kann die Entlassung so ohne weiteres geschehen oder muss da nicht der Betreuer bzw. sein Vertreter einwilligen. Die Angehörigen sehen einer Entlassung mit großer Sorge entgegen.
     
  2. inwa

    inwa Aktives Mitglied 02.04.2006, 16:52

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    AW: Betreuung ! Ganz dringend !

    Eine Zwangsbehandlung des Betroffenen ist nur in der Klinik statthaft. Und auch dort nur nach der Maßgabe der Verhältnismäßigkeit, denn der Betroffene hat ein "Recht auf Krankheit", wie es das Bundesverfassungsgericht klarstellte.

    Ein Behandlung ist juristisch eine Körperverletzung und stellt, wenn sie gegen den Willen des Betroffen geschieht, einen schweren Eingriff in die Grundrechte des Betroffenen insbesondere dem Recht auf körperliche Unversehrtheit dar. Zwangsbehandlet werden darf nur, wenn ein gleichwertiges Rechtsgut des Betroffenen dadurch geschütz wird. Das wäre der Fall, wenn die Behandlung eine dauerhafte Schädigung des Betroffenen verhindern würde. Allerdings sieht es in der Praxis eher umgekehrt aus. Die zur Threapie eingesetzten Medikamente schädigen häufig dauerhaft den Betroffenen.

    Der Betroffene kann sich jederzeit aus der Klinik entlassen lassen, es sei denn sein Krankheitszustand ist so schlimm, dass eine Freiheitsentziehung gerechtfertigt ist. Auch hier gilt wieder der Maßstab der Verhältnismäßigkeit. Die Freiheit der Person ist von der Verfassung garantiert.
     
  3. inwa

    inwa Aktives Mitglied 02.04.2006, 17:24

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  4. chaos-pilot

    chaos-pilot Boardneuling 07.09.2006, 09:03

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    AW: Betreuung ! Ganz dringend !

    Hallöle,

    das Urteil ist ziemlich eindeutig und entspricht in weiten Teilen dem, was aktuell gang und gäbe ist. Zur Zwangsbehandlung muß unbedingt eine akute Selbstgefährdung vorliegen, die nicht aufgrund einer freien Willensentscheidung geschieht, sondern Ausfluss der Erkrankung ist.
    Wenn, wie im vorliegenden Fall der Patient bereits mehrfach erklärt hat, dass er keine medikamentöse Behandlung wünscht und davon ausgegangen werden kann, dass er dies mit freiem Willen getan hat, so kann eine Zwangsbehandlung nicht stattfinden.
    Es reicht auf keinen Fall, dass davon auszugehen ist, dass eine weitere Verschlimmerung der Krankheit oder auch nur keine Verbesserung eintreten wird, wenn der Patient die Behandlung verweigert.
    Als Beispiel:
    Wenn mir ein Alkoholiker erklärt, er würde sich totsaufen, so kann ich als sein Betreuer gar nix dagegen machen, wenn ich dvon ausgehen muß dass dieser Wunsch dem freien Willen entsprungen ist, also nicht aufgrund von Krankheitssymptomen, wie z. B. Korsakowsyndrom enstanden ist. Ansonsten müsste ich jedem Betreuten jede schädliche Handlung verunmöglichen. Darunter würde z. B. auch das nachgewiesenermaßen schädliche Rauchen fallen.
    Allerdings kann mich keiner dazu zwingen zum Kiosk zu fahren und dem Betreuten auch noch den Schnaps zu kaufen. Aber ich darf ihm auch nicht die Herausgabe seines Taschengeldes verweigern mit dem Argument er würde sich damit schädigen.
    Letztendlich kann ich erst dann wieder eingreifen, wenn der Betreute Einsichtig geworden ist oder nicht mehr zur Einsicht fähig ist.
    Meine Tätigkeit beschränkt sich in dieser Sache darauf weitere Nachteile des Alkoholkonsums, wie Obdachlosigkeit u. ä. zu vermeiden. In diesem Sinne muss ich gegebenenfalls auch die Geldverwaltung führen.

    Grüße vom Berufsbetreuer
     
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