Betreiben eines "anonymen" Blogs

Dieses Thema "ᐅ Betreiben eines "anonymen" Blogs - Medienrecht und Presserecht" im Forum "Medienrecht und Presserecht" wurde erstellt von diddi4711, 12. Februar 2017.

  1. diddi4711

    diddi4711 Boardneuling 12.02.2017, 09:58

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    Betreiben eines "anonymen" Blogs

    Folgender fiktiver Fall:

    In einem Verein herrscht Zerrüttung zwischen dem 1. Vorsitzenden und dem Größteil der Mitglieder, die ihn loswerden wollen. Er ist juristisch sehr fit, wehrt sich bisher erfolgreich mit Anwälten über geschickte Ausnutzung diverser Lücken in der Satzung einer Abwahl, kann also voraussichtlich über einen längeren Zeitraum im Amt bleiben - man schafft es nicht eine Versammlung einzuberufen welche ihn abwählen könnte. Er schlägt wild um sich mit Drohungen auf Klage, mahnt jeden ab der etwas "behauptet" usw - er ist im Vorteil weil er seine Anwälte mit der Vereinskasse bezahlen kann, die einfachen Mitglieder haben nun Angst überhaupt noch über seine ganzen "Schweinereien" zu reden bzw. Emails zu schreiben weil sie Angst vor Rechtskosten haben, sind alles einfache Leute die i.d.R. keine Erfahrung mit Abmahnung usw haben, alle haben Angst.

    Nun nehmen wir an einer von Ihnen käme auf eine Idee:

    1) Die Mitglieder könnten bei einem Dienst wie blogger.com einen eigenen Blog starten - z.B name "Fussballverein XYZ Leaks". Registriert wird dieser auf einen fiktiven Namen, unter einer anonymen Emailadresse (Bsp: Gmail mit username Hans Fritz, hans9999@gmail.com oder so ähnlich). Blog hat natürlich kein Impressum.

    2) Der Betreiber des Blogs würde dann auf dieser Seite sagen"Wenn ihr was zu erzählen habt, Leaks egal welcher Art, auch dumme Mails die er rumschickt veröffentlichen wollt- her damit, ich poste es hier. ihr könnt hier auch kommentieren, diskutieren..."

    3) Alles unter der Annahme, dass alle Äusserungen die dort getroffen werden, alle Dokumente die gepostet werden keine strafrechtliche Relevanz haben. Es kann hier und da für den ein oder anderen "peinlich" werden - eben so Sachen wo einer der juristisch gerne um sich schlägt permanent "Abmahnen" würde, hier bringt es ihn halt zur weissglut weil er - erstmal - nix machen kann. Namen werden nicht ausgeschrieben - statt Vorname Nachname würde man sagen Vorname N. usw. Alles geht nur um Vereinsgeschwätz, Annahmen, Behauptungen, Vorwürfe usw...

    Frage:
    Wenn man das so machen würde, wie "sicher" wäre das ganze ? Gibt es eine juristische Hintertür, über die der 1. Vorsitzende rechtlich wirksame Mittel anwenden könnte um z.B Google (blogger.com gehört ja zu Google) dazu zu "zwingen" die IP Adresse, über die der Blog registriert wurde, herauszugeben - mit dem Ziel den Betreiber eindeutig zu identifizieren ? Was wäre bei der Aktion zu beachten, wo oder ab wann würde es "gefährlich" für den Betreiber des Blogs werden ? Für Tipps wie man so eine fiktive Situation am besten rechtssicher umsetzen könnte wäre ich dankbar - setze mich halt gerne mit solchen Theorien auseinender, würde die "Grenzen" des Medienrechts gerne besser kennenlernen
     
  2. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 15.02.2017, 12:39

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    M.E. unterläge ein solcher Blog der Impressumspflicht gem. §6 TDG und §55 RStV.

    Im übrigen: es gibt nicht nur strafrechtlich, sondern auch zivilrechtlich relevante Inhalte, und letztere können nicht selten teurer werden als erstere...
    Theoretisch ja, praktisch wird es kaum jemand versuchen, da zu aufwendig.
    Man hat ein gesetzeskonformes Impressum, verhindert, daß rechtswidrige Inhalte gepostet werden, und wartet alle Wutausbrüche von den Vereinshanseln, egal ob mit oder Anwaltsbegleitung, freundlich lächelnd und gelassen ab. Bzw. überlässt sie dem eigenen, sinnvollerweise auf Medienrecht spezialisierten Rechtsanwalt, wenn sich die Gegenseite denn unbedingt vor Gericht eine blutige Nase holen will.
     
  3. cherokee

    cherokee V.I.P. 15.02.2017, 14:52

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    AW: Betreiben eines "anonymen" Blogs

    Wie kann der 1.VS die RAs mit dem Geld aus der Vereinskasse zahlen, wenn es doch nur um seine Persönlichkeitsrechte geht?
     
    Beth82 gefällt das.
  4. neutron

    neutron Aktives Mitglied 15.02.2017, 19:04

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    Sorry, ich sehe nur einen der wild um sich schlägt.
    In Verbindung mit Deinem Post unter Vereinsrecht, wird schnell klar, wer das ist.
     
  5. diddi4711

    diddi4711 Boardneuling 18.02.2017, 09:12

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    naja, zahlen kann er erstmal alles...ob es rechtmäasig ist das ist natürlich ne andere frage
     
  6. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 18.02.2017, 11:52

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    Wenn die Persönlichkeitsrechtsverletzungen im Zusammenhang mit der Vorstandstätigkeit stehen, kann der Verein seinem Vorsitzenden durchaus bei Rechtsstreitigkeiten unterstützen...
     
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