Bereicherung zu Unrecht oder Kavaliersdelikt?

Dieses Thema "ᐅ Bereicherung zu Unrecht oder Kavaliersdelikt? - Strafrecht / Strafprozeßrecht" im Forum "Strafrecht / Strafprozeßrecht" wurde erstellt von Helga1980, 13. Januar 2018.

  1. Helga1980

    Helga1980 Neues Mitglied 13.01.2018, 10:14

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    Bereicherung zu Unrecht oder Kavaliersdelikt?

    Angenommen ein Chef einer Firma würde Firmengelder veruntreuen, indem er Rechnungen, für Renovierungen, Gartenarbeiten, usw. am eigenen Heim, über viele zehntausende von Euro, über die Firma abrechnen lassen würde. Die Arbeiten wären bei ihm privat Zuhause durchgeführt worden, aber in der Rechnung würde die Firma als Kunde angegeben sein, bzw. bezahlen müssen.

    Weiter würde der Chef, ohne das Wissen der Mitarbeiter, Überstunden und sogar Urlaub löschen, seine Ehepartnerin als Arbeitnehmerin mit einem guten Gehalt angeben, obwohl sie nie zur Arbeit erscheinen würde. Zudem würde er auch nicht davor zurückschrecken einen Arbeitsvertrag zu fälschen, damit er sich für einen Mitarbeiter Gelder vom Arbeitsamt erschleichen könnte.

    Die Staatsanwaltschaft wüsste seit über einem Jahr, durch eine Mitwissenden davon. Auf Nachfrage wäre die Akte an das Finanzamt weitergeleitet worden.

    Müsste die Staatsanwaltschaft weiter ermitteln oder wäre dies mit Abgabe an das Finanzamt für sie erledigt?

    Wie viel Zeit hätte das Finanzamt endlich etwas dagegen zu unternehmen?

    Angenommen die Firma würde in drei Monaten aufgelöst und sämtliche Beweise vernichtet werden. Müsste das Finanzamt vor Auflösung handeln?

    Was könnte die Mitwissende sonst noch tun? Oder würde sich die Mitwissende irren und dies alles wäre legal?
     
  2. Oliver.Twist

    Oliver.Twist Star Mitglied 13.01.2018, 10:57

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    Der Mittwissende kann gar nichts machen. Das Finanzamt ermittelt den Sachverhalt und entscheidet dann über das weitere Vorgehen (Vorlage an die Staatsanwaltschaft, Beantragung eines Strafbefehls, Einstellung des Verfahrens). Der Mitwissende bekommt wegen des Steuergeheimnisses keinerlei Auskunft.
     
  3. Beth82

    Beth82 V.I.P. 13.01.2018, 11:50

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    Hallo,

    wäre das Einschalten der Steuerfahndung hier nicht angebrachter gewesen?
    Da deren Befugnisse sehr weitreichend sind und sie in der Regel zeitnah handelt.
     
  4. Helga1980

    Helga1980 Neues Mitglied 13.01.2018, 12:06

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    Wäre die Frage an die Mitwissende als Leihe oder an die Staatsanwaltschaft gerichtet?
     
  5. de Gier

    de Gier Star Mitglied 13.01.2018, 12:52

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    Meinten sie vielleicht "als Laie"?
    Aber selbst dann würde ich die Frage nicht verstehen.
     
  6. Beth82

    Beth82 V.I.P. 13.01.2018, 13:02

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  7. Helga1980

    Helga1980 Neues Mitglied 18.01.2018, 18:26

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    Und wenn die Steuerfahndung des Finanzamtes auch nichts unternommen hätte, obwohl sie den genauen Zeitpunkt gekannt hätte, zu dem, durch den Chef, Beweis-Akten vernichtet worden wären. Könnte die Mitwissende sich immer noch nicht an eine höhre Behörde wenden?
    Zuletzt bearbeitet: 18. Januar 2018 um 18:34 Uhr
     
  8. JHS

    JHS V.I.P. 18.01.2018, 20:39

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    Ich denke, die Akten werden erst in drei Monaten vernichtet. Jetzt sind sie plötzlich schon vernichtet worden?

    Es ist die ganze Zeit von "Chef" die Rede. Ist dieser Chef Alleineigentümer der Firma? Bzw um was für eine Gesellschaftsform handelt es sich? Dann scheidet Untreue im strafrechtlichen Sinn mglw. schon mal aus, denn man kann nicht sein eigenes Geld veruntreuen.

    Wenn die mit wissende sich über das Finanzamt beschweren will, kann sie sich an das Finanzministerium wenden oder an die Oberfinanzdirektion
     
    Beth82 gefällt das.
  9. Helga1980

    Helga1980 Neues Mitglied 18.01.2018, 20:54

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    Die drei Monate waren auf alle Beweise gerichtet. Hier wäre eine Vorabvernichtung von einigen, aber nicht allen Akten gemeint.
    Nehmen wir einfach eine GmbH als Beispiel.
     
  10. JHS

    JHS V.I.P. 18.01.2018, 23:58

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    Wenn der Chef alleiniger Gesellschafter der GmbH ist, dürfte Untreue wie gesagt ausscheiden.

    Bisher sehe nur ein Steuerdelikt (durch die Abrechnung der Privatarbeiten über die Firma, wenn diese steuermindernd geltend gemacht wurden) und einen Betrug durch diese Arbeitsamtsförderungsgeschichte.

    Das mit den Überstunden und dem Urlaub ist zu vage dargestellt um was dazu sagen zu können.
     
  11. Benutzer1a

    Benutzer1a V.I.P. 19.01.2018, 04:14

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    Sicher? Sehen die Gerichte das so?
    logisch ist das ja nämlich erstmal nicht, da ansonsten das Vermögen einer GmbH streng von dem des Gesellschafters und gar des Geschäftsführers getrennt zu sehen ist.

    Ohnehin: Wie in dem Fall eine Steuerschaden vermeidbar sein soll ist darüber hinaus ein Rätzel - Schon allein durch den Vorsteuerabzug (da hilft allerdings auch kein nachträgliches Aktenvernichten, weil die Umsatzsteuer ja. i.d.R. Monatlich angemeldet wird, da zu tricksen wird schon schwieriger).
     
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