Baumsturz

Dieses Thema "ᐅ Baumsturz - Immobilienrecht" im Forum "Immobilienrecht" wurde erstellt von Debica, 5. Dezember 2017.

  1. Debica

    Debica Senior Mitglied 05.12.2017, 17:24

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    Baumsturz

    ?

    Welche und wessen Versicherung springt dann da ein ?
     
  2. hambre

    hambre V.I.P. 05.12.2017, 21:16

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    Die Aussagen gelten für Baumstürze durch höhere Gewalt, also bei Sturm mit mindestens Windstärke 8.

    Sofern durch den umgestürzten Baum kein Gebäude oder Gebäudebestandteile beschädigt werden, kommt keine Versicherung für die Beseitigung des umgestürzten Baumes auf.
     
  3. Debica

    Debica Senior Mitglied 06.12.2017, 10:43

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    :danke:

    Dann gilt der umgestürzte Baum als MÜLL. :LOL:


    Ist Aufräumarbeit nicht versichert ?
     
  4. hambre

    hambre V.I.P. 06.12.2017, 10:46

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    Wenn der Baum das Gebäude beschädigt ist auch die Aufräumarbeit versichert. Sollte der Baum jedoch einfach in den Garten fallen, dann ist die Aufräumarbeit nicht versichert.
     
  5. Debica

    Debica Senior Mitglied 07.12.2017, 13:32

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    :danke:
    Da braucht nur der Zaun zerdrückt zu werden, dann wird der Aufräumarbeit bezahlt.
     
  6. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 07.12.2017, 19:35

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    Grundsätzlich gehört jeder Baum, egal ob auf privatem Grund oder Grund im Eigentum der öffentlichen Hand, dem Eigentümer des Grundstücks.
    Das kann die Stadt sein, es kann eine Gemeinde sein, es kann der Landkreis sein, es kann das Bundesland sein, es kann der Bund sein.
    Wieso sollte der Eigentümer eines Baumes, der auf ein Privatgrundstück fällt, nicht mehr in der Verantwortung dafür sein, wenn der Baum auf städtischem Grund stand?

    Nach der Rechtsprechung des BGH hat der für Bäume auf öffentlichen Grundstücken Verantwortliche die Bäume regelmäßig zu kontrollieren, um drohende Schäden und Gefahren für Dritte zu erkennen und zur Schadensvermeidung die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen durchzuführen. Der BGH verlangt, dass die Kontrollen in regelmäßigen Zeitabständen vorgenommen werden und bei Feststellung von Gefahren die objektiv erforderlichen und zumutbaren Maßnahmen zu treffen sind (BGH, III ZR 217/63). Wie oft Baumkontrollen durchzuführen sind, richtet sich dabei nach dem Alter, Zustand sowie dem Standort des Baumes. Eine eingehende fachmännische Untersuchung hat jedoch erst zu erfolgen, wenn ein begründeter Verdacht, Zweifel oder besondere Umstände (z. B. äußere Beschädigungen, statischer Aufbau, hohes Alter) vorliegen. Wenn der Baum nicht mehr standsicher ist oder Äste herabzustürzen drohen, muss der Verantwortliche Teile des Baumes entfernen bzw. ihn sogar fällen. Eine schuldhafte Verletzung der Verkehrssicherungspflicht liegt dann vor, wenn Anzeichen verkannt oder übersehen werden, die nach der Erfahrung auf eine Gefahr durch den Baum hinweisen.

    Wenn ein "städtischer Baum" auf ein Privatgrundstück fällt und dort Schäden anrichtet, können die Geschädigten Ansprüche gegen die Kommune geltend machen. Hier greift das sogenannte Staatshaftungsrecht. Zunächst sollten Betroffene den Schaden ihrer Gebäudeversicherung melden. Wenn sie Glück haben, regelt diese alles Weitere mit der Kommune.

    Ein umgestürzter fremder Baum im Garten ist zweifelsfrei eine Besitzstörung, da der Garten nicht mehr wie zuvor genutzt werden kann, unabhängig davon, daß ein Baum in der Praxis auch nicht in einen Garten fallen kann, ohne dabei Schäden anzurichten, und sei es an Rasenflächen oder Blumenbeeten, von Gartenzäunen/mauern etc. ganz zu schweigen.
    Gegen die Besitzstörung bestehen Abwehransprüche gegen den Störer, das wäre der Eigentümer des Baumes (also des Grundes, auf dem der Baum zuvor stand).
     
  7. Debica

    Debica Senior Mitglied 08.12.2017, 09:56

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    :danke:

    Besitzstörung ist hier das Zauberwort.
    Damit gilt der umgestützte Baum doch nicht als Müll, den man einfach den Nachbarn zuschieben kann.
     
  8. hambre

    hambre V.I.P. 08.12.2017, 13:44

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    Auch das Staatshaftungsrecht setzt ein Verschulden des Staates voraus. Eine solche Haftung besteht daher nicht, wenn der Baum durch höhere Gewalt umgestürzt ist oder die Verkehrssicherungspflicht eingehalten wurde.

    Das ist nicht richtig. Eine Besitzstörung setzt mindestens einen mittelbaren Willen des Grundstückseigentümers voraus.

    BGH-Urteil vom 23.04.1993 (Az.: V ZR 250/92)
     
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