Außertarifliche Anstellung ohne Tarif?

Dieses Thema "ᐅ Außertarifliche Anstellung ohne Tarif? - Arbeitsrecht" im Forum "Arbeitsrecht" wurde erstellt von Aussie_Quokka, 14. März 2018.

  1. Aussie_Quokka

    Aussie_Quokka Neues Mitglied 14.03.2018, 15:44

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    Außertarifliche Anstellung ohne Tarif?

    Angenommen es geht im aktuellen Fall um eine Stelle für einen Absolventen A, keine Führungskraft, 40h / Woche, 40 - 50k€ im Jahr. Es liegt ein Arbeitsvertrag vom Arbeitgeber AG vor mit folgenden Regelungen:

    A wird laut Vertrag außertariflich angestellt. Im persönlichen Gespräch wurde dies nicht deutlich, daher bittet A um Einsicht in den geltenden Tarifvertrag, um nachvollziehen zu können, inwieweit sich dieser vom vorliegenden außertariflichen Arbeitsvertrag unterscheidet. Der AG teilt daraufhin jedoch mit, dass außertariflich in diesem Zusammenhang nur bedeute, dass der AG keinem Tarif angegliedert ist.

    Geht das denn; ein außertariflicher Vertrag ohne zugrunde liegenden Tarifvertrag? Und wieso kommt es dann nicht zu einem "ganz normalen" Arbeitsvertrag?

    Weiterhin ist vertraglich festgehalten, dass der AN sich verpflichtet, soweit betrieblich notwendig, Mehrarbeits- und Überstunden zu leisten. Überstunden bis zu 20% der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit sind bereits mit der vereinbarten Vergütung abgegolten. Ist dies zulässig?
     
  2. pflasterstein

    pflasterstein Senior Mitglied 16.03.2018, 18:46

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    AW: Außertarifliche Anstellung ohne Tarif?

    Es ist natürlich Quatsch, einen Mitarbeiter als AT anzustellen, wenn es keinen Tarif gibt.. A ist zu klug für diesen Laden, er hat das gleich durchschaut.
    :neinnein:
    Findet A es denn okay, 20% mehr zu arbeiten für das Gehalt, das ist die einzige Frage. Damit muss er hier rechnen. Betrieblich notwendig ist für die meisten Arbeitgeber einfach nur ein Freibrief, immer einen Grund zu finden. Einer ist ja immer krank oder in Urlaub....
     
  3. ElJogi

    ElJogi V.I.P. 16.03.2018, 19:17

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    AW: Außertarifliche Anstellung ohne Tarif?

    Die Frage war ja, ob der Arbeitsvertrag rechtlich in Ordnung ist. Das ist er.

    Ob die Bedingungen akzeptiert werden, ist die Entscheidung des Arbeitnehmers.
     
  4. Bobbin

    Bobbin Forum-Interessierte(r) 22.03.2018, 16:07

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    AW: Außertarifliche Anstellung ohne Tarif?

    Ist der AG im Arbeitgeberverband, hat er tariflich zu zahlen; oder aber außertariflich, wobei der Tarifabstand aus dem Tarifvertrag hervorgeht. Die höhere Bezahlung rechtfertigt in der Regel höhere Verantwortungen, größere Arbeitspensen oder längere Arbeitszeiten. In der oben genannten Bezahlung sehe ich allerdings keinen Tarifabstand. Ob im Betrieb ansosnten tariflich gezahlt wird, kann man von Kollegen oder wenn vorhanden vom Betriebsrat erfahren. Den Tarfivertrag erhält man in der Regel von der Gewerkschaft, die diesen mit den Arbeitgebervertretern ausgehandelt haben.

    Die korrekte Bezeichnung ware daher nebentariflich - in etwa tarifliche Bezahlung bei Mehrleistung. Korrekte Vorstellung ist wie oben beschrieben, dass man jeden Samstag in die Firma kommt - ohne Mehrbezahlung. Das muss man halt wollen.

    Bei der Verhandlung sollte man das rausdiskutieren - oder pauschal 20% Mehrlohn mit aufnehmen. Aber meist ist die Verhandlungsposition eine schwierige.

    Rein rechtlich ist das nach meinem Empfinden dicht an der Sittenwidrigkeit, da der AN Mehrleistung ohne adäquate Gegenleistung erbringen muss. Aber das ist inzwischen leider sehr üblich.

    Gruß Bobbin
     
  5. Super Bleifrei

    Super Bleifrei V.I.P. 22.03.2018, 18:06

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    AW: Außertarifliche Anstellung ohne Tarif?

    In meinen Augen sind damit einfach - etwas verklausuliert - 48 Stunden je Woche vereinbart, statt der 40, die so direkt ins Gesicht fallen. Der Stundenlohn betrage damit eben nur rund 16€ statt knapp 20€.
     
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