Außerordentliche Kündigung aus hygienischen Gründen

Dieses Thema "ᐅ Außerordentliche Kündigung aus hygienischen Gründen - Sportrecht" im Forum "Sportrecht" wurde erstellt von reinhardson, 4. Dezember 2017.

  1. reinhardson

    reinhardson Boardneuling 04.12.2017, 11:31

    Registriert seit:
    14. Oktober 2014
    Beiträge:
    11
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    1
    Geschlecht:
    männlich
    Renommee:
    10
    Keine Wertung, reinhardson hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, reinhardson hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, reinhardson hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, reinhardson hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, reinhardson hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, reinhardson hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, reinhardson hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, reinhardson hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, reinhardson hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, reinhardson hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhalten
    Außerordentliche Kündigung aus hygienischen Gründen

    Angenommen ein Sportler S stellt in seinem Fitnessstudio F einen hygienischen Mangel fest.
    Der Sportler S zeigt den Mangel von modrigen Holzstühlen in der Dusche und Kaugummis auf den Sitzflächen in der Umkleide über ein Feedbackformular an.
    Es tut sich 2 Monate lang nichts. Daraufhin beschwert sich S am Tresen des F, bei einem Servicemitarbeiter, welcher Besserung verspricht.
    Weitere 2 Monate gehen ins Land und S stellt fest es hat sich nichts geändert und schreibt seine Kündigung des Vertrages mit gleichzeitiger Beschwerde über den immer noch bestehenden Mangel.

    Sportler S wird die Kündigung zum Ende seiner Vertragslaufzeit bestätigt und es wird nochmal Besserung versprochen, sowie das Angebot gemacht einer Mitgliedschaft mit anderen Konditionen, welcher S aber nicht annimmt.

    Da S aber nun noch 6 Monate Beitrag bezahlen muss, geht S nach einigen Wochen nochmals ins F und stellt fest, dass besagter Mangel immer noch nicht behoben wurde.

    Daraufhin schreibt S seine außerordentliche Kündigung.
    F antwortet auf diese außerordentliche Kündigung mit der Verweigerung dieser außerordentliche Kündigung, da der Rahmen dafür nicht gegeben sei.

    Stimmt diese oder hat S doch ein Recht auf außerordentliche Kündigung, gerade weil der Mangel mehrfach angezeigt wurde und immer genügen Zeit war, diesen Mangel zu beheben.
    Oder muss S in den sauren Apfel beißen und bis zum Ende der Vertraugslaufzeit zahlen?
     
  2. Rechtsanwalt Agirman

    Rechtsanwalt Agirman Rechtsanwalt 22.12.2017, 17:01

    Registriert seit:
    5. Oktober 2017
    Beiträge:
    48
    Zustimmungen:
    9
    Punkte für Erfolge:
    8
    Geschlecht:
    männlich
    Homepage:
    Renommee:
    15
    Keine Wertung, Rechtsanwalt Agirman hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Rechtsanwalt Agirman hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Rechtsanwalt Agirman hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Rechtsanwalt Agirman hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Rechtsanwalt Agirman hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Rechtsanwalt Agirman hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Rechtsanwalt Agirman hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Rechtsanwalt Agirman hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Rechtsanwalt Agirman hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Rechtsanwalt Agirman hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhalten
    Sehr geehrter Fragesteller,

    zu Ihrer Frage nehme ich als Rechtsanwalt wie folgt Stellung:

    Bei der Kündigung, die F gegenüber S bestätigt hat, handelt es sich somit um die ordentliche Kündigung zum Ende der Vertragslaufzeit. Hätte S nicht gekündigt, hätte sich der Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert.

    Die außerordentliche (fristlose) Kündigung hat F nicht akzeptiert. Ob die oben genannten beschriebenen "Mängel" für eine fristlose Kündigung ausreichen, bleibt fraglich. Ich habe meine Zweifel; modrige Holzstühle sind aus meiner Sicht kein Grund für eine fristlose Kündigung. Kaugummis auf den Sitzflächen ebenfalls. Sicherlich sind das unangenehme Dinge für einen Kunden. Der Kunde S hat weiterhin die Möglichkeit bei F dem Sport/Fitness nachzugehen, auch wenn die Umstände nicht die besten sind. Der Hauptzweck des Vertrages besteht darin, dass S dem Sportnachgehen kann. Dies ist weiterhin gegeben. Daher habe ich Zweifel an der Begründetheit der fristlosen Kündigung.

    Mein Rat wäre dennoch folgender an S: nicht mehr hingehen zum Fitness und die Beiträge nicht zahlen. Wenn sie abgebucht werden, dann sich diese wiederholen. Dann wird er sehen, ob F den S auf Zahlung verklagt. Wenn F nicht in der Lage ist die genannten "Mängel" monatelang zu beheben, wird er wohl auch nicht S auf Zahlung verklagen.

    Selbst wenn die Sache vor Gericht landet, käme ein Vergleich in Frage.
    Ganz aussichtslos ist die Sache also nicht für S.


    Mit freundlichen Grüßen

    Ferzen Agirman
    Rechtsanwalt

    Odeonstr. 19
    30159 Hannover
    Tel. 0511 473 80693
    Fax. 0511 473 80695
    www.anwalt-agirman.de
     
  3. pflasterstein

    pflasterstein Senior Mitglied 26.12.2017, 14:58

    Registriert seit:
    6. Mai 2012
    Beiträge:
    398
    Zustimmungen:
    43
    Punkte für Erfolge:
    28
    Renommee:
    55
    100% positive Bewertungen (398 Beiträge, 35 Bewertungen)100% positive Bewertungen (398 Beiträge, 35 Bewertungen)100% positive Bewertungen (398 Beiträge, 35 Bewertungen)100% positive Bewertungen (398 Beiträge, 35 Bewertungen)100% positive Bewertungen (398 Beiträge, 35 Bewertungen)100% positive Bewertungen (398 Beiträge, 35 Bewertungen)100% positive Bewertungen (398 Beiträge, 35 Bewertungen)100% positive Bewertungen (398 Beiträge, 35 Bewertungen)100% positive Bewertungen (398 Beiträge, 35 Bewertungen)100% positive Bewertungen (398 Beiträge, 35 Bewertungen)
    Aus meiner Erfahrung (kein Jurist, dennoch beruflich) sind die allermeisten Fitnessstudios mindestens in einem sehr professionell: Ausstehende Beiträge einzufordern und die entsprechenden rechtlichen Schritte dazu einzuleiten. Mangelnde Hygiene und eine funktionierende Finanzabteilung sind 2 verschiedene Dinge.
    Fitnessstudios finanzieren sich überwiegend durch Mitglieder, die nicht trainieren. Nicht hingehen entbindet nicht von der Zahlungspflicht.

    Bei Nichtzahlung gehe ich davon aus, dass hier ein Mahnverfahren eingeleitet wird und dann nach ca. 2 Monaten die Angelegenheit einem Inkasso-Unternehmen abgetreten wird. Das kann teuer werden.
    Je nach Höhe der Monatsbeiträge kostet hier das Verfahren schnell ein Vielfaches.
    Zuletzt bearbeitet: 27. Dezember 2017
     
Ähnliche Themen:
Titel Forum Datum
Außerordentliche Kündigung Mietrecht 8. November 2013
außerordentliche Kündigung Aktuelle juristische Diskussionen und Themen 2. August 2012
außerordentliche Kündigung Kaufrecht / Leasingrecht 18. November 2008
außerordentliche Kündigung Mietrecht 27. Februar 2007
Außerordentliche Kündigung Fitness-Studio aus gesundheitlichen Gründen n. akzeptiert. Bürgerliches Recht allgemein 2. Februar 2005

© 2003-2018 JuraForum.de — Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung, Verbreitung oder Nutzung für kommerzielle Zwecke.


Sitemap | Kontakt | Datenschutz | AGB | Impressum