Arbeit: Burkaverbot!

Dieses Thema "ᐅ Arbeit: Burkaverbot! - Staats- und Verfassungsrecht" im Forum "Staats- und Verfassungsrecht" wurde erstellt von FranzHubert08, 5. Oktober 2010.

  1. FranzHubert08

    FranzHubert08 Star Mitglied 05.10.2010, 18:58

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    Arbeit: Burkaverbot!

    Hallo,

    der Staat will Vollverschleierung verbieten.
    Menschenwürde.
    Wie bring ich das in Zusammenhang? Irgendwie krieg ich das noch nicht griffig, die Burka und die Menschenwürde. Jemand, der in einer Gesellschaft lebt, zeigt den anderen sein Antlitz, ist kommunikationsbereit (schon zweifelhaft, die Burka hindert ja nicht das Sprechen), ...? Inwiefern kann die Burkatragerei gegen die Menschenwürde verstoßen? Wert- und Mitgifttheorie bringt nichts, Leistungs- oder Kommunikationstheorie wenig, oder? ...
    Und hat jmd Beleg?

    Gesetzgebung: Wenn der Staat Menschenwürdeverletzungen verbieten will und Gleichbehandlung durchsetzen will, woher ergibt sich seine Kompetenz?
    Würde das auch selbst finden, wichtiger noch ist das:
    50 Abgeordnete stimmen ab. 20 dafür, 15 Enthaltungen, 15 dagegen. Was passiert? Hab offenbar in PoWi nicht aufgepasst, was gilt für die Abstimmung der Gesetze im Bundestag? Es steht da nichts von Lesungen, nur vom "zuständigen Ausschuss".
    Ist das Gesetz formell verfassungskonform?

    Gruß Franz
     
  2. FranzHubert08

    FranzHubert08 Star Mitglied 05.10.2010, 19:27

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    AW: Arbeit: Burkaverbot!

    Hehe :)
    Es ist ja nur eine Arbeit, noch nicht Wirklichkeit. Aber anderswo, in Belgien? und in Frankreich? wird so was ernsthaft erwogen bzw. ist schon umgesetzt.

    Religionsfreiheit ist sehr umstritten, auch, ob sie überhaupt vorbehaltslos ist, wie weit der Schutzbereich geht usw. ME eindeutig das umstrittenste Grundrecht überhaupt.

    In meinem Fall steckt mehr dahinter als die Vermutung, dass die Frauen gezwungen werden. Auch wenn sie es freiwillig tragen, soll das Gesetz greifen. Geht wirklich um banale Dinge, zB ein belg. Politiker, sinngemäß: "Die Frauen sehen andere, zeigen sich aber selbst nicht. Das geht nicht an."
    Mein Fall hat auch eine strafrechtliche Komponente, die macht mir aber keine Probleme.

    Hab den Beitrag gelesen, steht aber nichts über die Abstimmung.

    :(
     
  3. Clown

    Clown V.I.P. 10.10.2010, 05:38

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    AW: Arbeit: Burkaverbot!

    Demokratieprinzip, da wirst du fündig. Hat das BVerfG schon mal entschieden. Im Ergebnis unschädlich.
     
  4. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 14.10.2010, 00:30

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    Lichtboxer gefällt das.
  5. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 14.10.2010, 00:34

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    AW: Arbeit: Burkaverbot!

    Ich wette 1000 Euro, daß dieser belgische Politiker in einem Dienstwagen mit abgedunkelten Scheiben fährt, durch die er zwar hinausgucken, andere Leute aber nicht in sein Auto hineingucken können.

    Konsequenterweise müsste man dann eigentlich auch Gardinen und Vorhänge verbieten...:ruhe:
     
  6. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 14.10.2010, 00:36

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    AW: Arbeit: Burkaverbot!

    Ein Burkaverbot ist überdies völlig kontraproduktiv.

    Extrem strenggläubige Moslems, die das Burkatragen für zwingend nötig bei ihren Frauen halten, werden in der Folge des Gesetzes ja nicht ihre Meinung ändern, sondern schlicht und einfach ihren Frauen verbieten, überhaupt noch das Haus zu verlassen...

    "Aus den Augen, aus dem Sinn" - Politik auf Kindergartenniveau.
     
  7. Gerd aus Berlin

    Gerd aus Berlin V.I.P. 16.10.2010, 04:12

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    AW: Arbeit: Burkaverbot!

    Etwas anders sieht es die Feministin Alice Schwarzer beim Thema Kopftuchverbot an Schulen.

    Bei Maischberger wirkten ihre Argumente pro Verbot schlüssig (ausnahmsweise, werden viele Leute sagen;), ausnahmsweise auch ich).

    Gruß aus Berlin, Gerd
     
  8. adenau

    adenau Senior Mitglied 16.10.2010, 07:56

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    AW: Arbeit: Burkaverbot!

    Religionsfreiheit bemisst sich natürlich auch an der Außenwirkung. Religion für sich selbst auszuüben ist die Freiheit des Menschen. Wenn die individuelle Religionsfreiheit die Freiheit eines anderen einschränkt, ist die Grenze der Individualfreiheit erreicht.

    Es gibt Länder, die gerne in die EU möchten, gleichzeitig aber beispielsweise christliche Kirchen schließen, verbieten oder vertreiben. Gleichzeitig fordern sie hier wiederum ihr absolutes Recht auf Religionsfreiheit.

    Burka ist eine Vollverschleierung. Diese erzeugt in unserer Gesellschaft Ängste und ist für uns unheimlich. Man stelle sich eine vollverschleierte Lehrerin oder Verkäuferin vor.
    Damit wird mindestens in unserem Kulturkreis die Burka als Überschreitung der Religionsfreiheit angesehen.

    Man stelle sich vor: Eine blonde junge deutsche Frau in Tu. ohne Kopftuch! Die Religions"freiheit" in Tu. führt (habe ich schon erlebt) zu Aggressionen gegenüber der jungen Frau.
    Also auch hier wird Anpassung des Individuums an die Gesellschaft erwartet.
     
  9. Clown

    Clown V.I.P. 16.10.2010, 12:41

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    AW: Arbeit: Burkaverbot!

    Unheimlich finde ich vor allem, die fehlende juristische Substanz dieses Geschwätz - überschreitest du jetzt die Meinungsfreiheit?
     
  10. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 16.10.2010, 13:14

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    AW: Arbeit: Burkaverbot!

    Ich habe bei Alice Schwarzer noch nie ein schlüssiges Argument entdeckt, auch bei ihren Maischberger-Auftritten nicht.

    Ich hoffe nur, daß nicht irgendwann irgendwer eine Religion gründet, die eine religiöse Vorschrift macht, daß Männer Hosen tragen müssen.

    Dann müssen am Ende noch aus Gründen der religiösen Neutralität Männer in der Öffentlichkeit Röcke tragen...

    Im Ernst: man denke an die religiös begründete Bart-Pflicht von Sikhs und strenggläubigen Moslems.

    Mit derselben Logik, mit der Kopftücher in Schulen u.ä. verboten würden, müssten dann auch Bärte verboten werden.

    Und wenn erst eine Religionsgemeinschaft kommt und das Tragen von Kopftüchern verbietet...

    Dann wäre das Vorschriften-Chaos perfekt.
     
  11. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 16.10.2010, 13:23

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    AW: Arbeit: Burkaverbot!

    Die Religionsfreiheit in Deutschland und in den Ländern der Europäischen Menschenrechtskonvention durch die in Verfassung und EMRK garantierten Grundrechte bestimmt.

    Und nicht dadurch, was sich andere Länder, andere Völker und andere Kulturen an Mißgriffen leisten.

    80 Prozent aller Renterinnen und Rentner werden bestätigen, daß sie Punks mit grünen Haaren und Sicherheitsnadel in der Backe als "unheimlich" und "Ängste auslösend" empfinden.

    Der Lehrerin würde ich vorhalten, daß die Vollverschleierung ihr die korrekte Abhaltung des Unterrichts unmöglich macht, weil die Schüler keinen Blickkontakt zu ihr haben können, und das geht nicht. Schon aus pädagogischen Gründen.

    Darüber hinaus lässt sich darüber diskutieren, ob Lehrer in öffentlichen Schulen auch im Auftreten religiös neutral zu sein haben. Dann aber bitte haben als erstes sämtliche Kruzifixe aus Klassenräumen zu verschwinden, und sind auch als Kettenanhänger nicht mehr statthaft.

    Ich halte überhaupt nichts von einem solchen Fundamentalismus, weil man nämlich - siehe voriges Posting - ganz schnell an den Punkt gerät, wo man definieren muß, was denn alles zu "religiösen Symbolen" gehört, und dann ist man umgehend auch bei Bärten. Also ein "Bartverbot für Lehrer"?

    Irgendwo wird's albern.

    Eine Verkäuferin mit Vollverschleierung?

    Ja. Warum denn auch nicht? Es muß doch keiner in dem Laden kaufen, wenn's ihm nicht passt. Sowas regelt der Markt. Und zwar wirkungsvoller als jeder Politiker.

    Nein. Durchaus nicht. Höchstens von einigen Menschen in unserem Kulturkreis. Von anderen nicht.

    Wenn "Tu." Tunesien sein soll: gibt's an jeder Straßenecke in den Touristengebieten, und auch in allen anderen Teilen des Landes. Viele Tunesierinnen laufen ohne Kopftuch rum, und Touristinnen tragen in Tunesien höchstens Kopftücher, um sich vor Wüstensand oder Sonne zu schützen.

    Davon ganz abgesehen: Kopftücher für Frauen gehören in allen streng-christlichen Ländern zur Standardkleidung. Speziell dort, wo orthodoxe Kirchen verbreitet sind. Sie werden kaum eine serbisch- oder russisch-orthodoxe Frau über 50 finden, die ohne Kopftuch das Haus verlässt.

    Die Grenzen der Religionsfreiheit in Deutschland werden ausschließlich vom Grundgesetz und der Europäischen Menschenrechtskonvention bestimmt.

    Und nicht von Tunesien.
     
  12. adenau

    adenau Senior Mitglied 16.10.2010, 21:12

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    AW: Arbeit: Burkaverbot!

    Sorry, das ich nicht verstanden wurde.
    Mein vorstehender Beitrag sollte provokant die nichtjuristische Meinung vieler Menschen, mit denen ich spreche, wiedergeben.

    Mir war nicht bewußt, dass dieses Forum ausschließlich juristischen Inhalts und Gedankenguts sein soll.
    Auch Volljuristen sind Spiegelbild der Gesellschaft und können nichtjuristische Meinungen äußern.

    Wenn gewünscht, können wir uns gerne über Kulturadäquanz, dogmatische Inhalte und die verfassungsrechtlich garantierte Religionsfreiheit und das Burkaverbot unterhalten.

    Kanzlerin Merkel heute auf dem Deutschlandtag der Jungen Union:
    "Der Ansatz für Multikulti ist gescheitert, absolut gescheitert!"
     
  13. Gerd aus Berlin

    Gerd aus Berlin V.I.P. 17.10.2010, 01:49

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    AW: Arbeit: Burkaverbot!

    1.) Mutmaßlich ist der oben geäußerte Verdacht schwer von der Hand zu weisen, dass Alice vom Köllner Land eine hyperneurotische Zimtzicke ist. Dennoch wollte ich ausnahmsweise (schrieb ich nicht ausdrücklich "ausnahmsweise"?) mal ihre Argumente zu diesem Fall eingeworfen wissen, nicht ihren sonstigen Schrott der letzten 25 Jahre (von PorNo bis Kachel-K.O.)!

    Versucht das mal einer hier? Ich kenne ja nur die Maischberger-Argumente.

    2.) Sicher ist es dumm und nicht verfassungsgemäß, unser Verhalten gegenüber Religionsgemeinschaften in Deutschland inspirieren zu lassen von Religionsgemeinschaften in der Türkei und in Iran und Pakistan usw. gegenüber Christen.

    Aber was soll's? Diese Dummheit gönne ich mir! Als Bürger, nicht als Politiker oder als Beamter oder als Jurist. Wer Dänenflaggen verbrennt, weil er Dänen keine Meinungsfreiheit gönnt, dem gönne ich auch kein Minarett in meiner Heimatstadt.

    Obwohl ich den entsprechenden Schweizer Volksentscheid ebenso für schlimmstes Mittelalter halte. Aber den mittelalterlichen Pakistanis würde ich das nicht ins Gesicht sagen - sie haben es nicht verdient, hehehe.

    Gruß aus Berlin, Gerd
     
  14. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 17.10.2010, 14:27

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    AW: Arbeit: Burkaverbot!

    Ach so: weil es in islamischen Ländern keine Religionsfreiheit gibt, soll es in Deutschland auch keine geben. Na dann...

    Dann aber bitte auch konsequent: weil es in islamischen Ländern keine Gleichberechtigung für Frauen gibt, wird sie hier auch wieder abgeschafft. Weil es in islamischen Ländern keine freien Wahlen und keine Gewaltenteilung gibt: weg damit auch in Deutschland!

    Bleibt die Frage, warum wir uns dann überhaupt noch an der Übernahme altmodisch-islamischer Sitten stören sollten?
     
  15. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 17.10.2010, 14:28

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    AW: Arbeit: Burkaverbot!

    Es wäre eine lustige Erfahrung für die Anhänger von Volksentscheiden, wenn sie genauso wie die von ihnen so gering geschätzten Politiker dann regelmäßig in Karlsruhe ihre Ohrfeigen kassieren. Und das Bundesverfassungsgericht die per Volksentscheid entstandenen Gesetze wieder aufhebt, weil sie gegen das Grundgesetz verstoßen...

    Allein das wäre (fast) schon ein Grund, es mal ein paar Jahre lang zu versuchen. :D
     
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