Antrag auf Versagung der RSB eines Gläubigers, der nicht am Verfahren teilgenommen hat

Dieses Thema "ᐅ Antrag auf Versagung der RSB eines Gläubigers, der nicht am Verfahren teilgenommen hat - Insolvenzrecht" im Forum "Insolvenzrecht" wurde erstellt von Mika87, 5. Dezember 2017.

  1. Mika87

    Mika87 Neues Mitglied 05.12.2017, 12:30

    Registriert seit:
    5. Dezember 2017
    Beiträge:
    1
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    1
    Renommee:
    10
    Keine Wertung, Mika87 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Mika87 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Mika87 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Mika87 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Mika87 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Mika87 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Mika87 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Mika87 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Mika87 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Mika87 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhalten
    Antrag auf Versagung der RSB eines Gläubigers, der nicht am Verfahren teilgenommen hat

    Hallo liebes Foren-Team.

    ich habe eine etwas komplexere Fragestellung, die ich versuche so knapp, neutral und allgemein wie möglich zu formulieren:

    Schuldner (S) wird wegen diverser Betrugsdelikte (in 2013) zu einer Haftstrafe verurteilt (auch in 2013). Von der JVA aus stellt er einen Antrag auf Privatinsolvenz, wohlwissend, dass Forderungen aus unerlaubten Handlungen nicht der Restschuldbefreiung unterliegen. Da es aber auch andere Forderungen gibt, geht er diesen Weg, um nach der Haft eine reelle Chane auf einen Neuanfang zu haben. Im Rahmen seiner Möglichkeiten aus der JVA erstellt er die Liste aller Gläubiger und alles weitere geht seinen Weg. Er befindet sich mittlerweile auf freiem Fuß und ist in der Wohlverhaltensphase.

    Nun, 2017 bekommt er Post vom Anwalt eines Gläubigers aus damaligen Zeiten. Diesen hatte er aus seiner Haft postalisch kontaktiert und sich für seine Tat entschuldigt. Leider aber hat er aber, wie sich nach Rücksprache mit dem Insolvenzverwalter bestätigt hat, vergessen diesen zur Gläubigerliste hinzuzufügen. Dies geschah nicht mutwillig (die Liste bestand aus ca. 80 Gläubigern), wird ihm vom Anwalt des aktuellen Gläubigers nun aber vorgeworfen.

    Forderung des Anwalts: Sofortige Zahlung der kompletten Forderung, inkl. Zinsen und Anwaltsgebühren. Folge, falls dies nicht geschieht: Info an das Gericht über eine mutwillig unterlassene Benennung und Antrag auf Versagung der RSB. Sollte dies geschehen, wäre der gesamte Weg umsonst gewesen. Die finanziellen Mittel zur Begleichung der Forderung liegen aber leider nicht vor.

    Fragen:
    - Ist die Drohung des Anwalts umsetzbar und kann diese Konsequenz der Versagung der RSB so drohen ?
    - Wie soll der Schuldner denn beweisen, dass das Vergessen der Benennung nicht mutwillig gewesen ist ? Der Briefkontakt zum Gläubiger ist unumstritten
    - Ist die Forderung von Mai 2013 nicht sogar eigentlich schon verjährt ?

    Ich danke Euch schon jetzt für Euren Rat, bzw. Eure Antworten