Angebote an Konkurenz

Dieses Thema "Angebote an Konkurenz - Wettbewerbsrecht" im Forum "Wettbewerbsrecht" wurde erstellt von DJDaki, 13. Juli 2013.

  1. DJDaki

    DJDaki Neues Mitglied 13.07.2013, 00:57

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    Angebote an Konkurenz

    Hallo liebes Forum,

    angenommen Firma A schreibt auf Wunsch eines Kunden (Firma B) ein Angebot über 20.000 €.

    Der Kunde, also Firma B, versucht ein Gegenangebot bei Firma C zu bekommen, was er/sie generell ja auch darf.


    Doch Firma C, bekommt aber nicht nur den Auftrag ein Angebot zu erstellen. Sie bekommt vom Kunden (Firma B) zusätzlich als Anlage das komplette Angebot von Firma A, mit allen Positionen, Preisen, Kontaktdaten, Kontonummern, Logo ect. (also nichts geschwärzt).

    Firma C scheint ein sehr seriöses unternehmen zu sein und nutzt den Vorteil nicht aus sondern faxt das komplette Angebot von Firma A zur Firma A zurück, und unterrichtet Firma A darüber, dass der Kunde (Firma B) das komplette Angebot an Firma C geschickt hat, um ein besseres Angebot unter gleichen Konditionen zu bekommen.

    Firma C verweigert daraufhin ein Gegenangebot, weil sie denkt, der Kunde macht das selbe mit Ihnen.

    Frage:

    Ist es zulässig das Firma B, einfach so die Preise von Firma A der Konkurenz bekannt gibt? Schließlich ist das Angebot an Firma B gerichtet und nicht an die Konkurenz.

    Und wie kann man sich am besten in Zukunft davor schützen?

    Danke
    Zuletzt bearbeitet: 13. Juli 2013
     
  2. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 14.07.2013, 15:01

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    AW: Angebote an Konkurenz

    Das ist rechtlich zunächst mal nicht zu beanstanden, solange nicht Unternehmen A mit Kunde B eine Vertraulichkeitsklausel vereinbart hat. Ob es eine solche gibt (in AGB von A z.B.) wäre zu prüfen.

    Das steht Unternehmen C natürlich frei.

    Ja. Sofern nicht ausdrücklich Verschwiegenheit vereinbart wurde, spricht rechtlich nichts dagegen.
    Ja, und?

    Man geht ja auch zu Autohändler X und sagt ihm "Bei Händler Y bekomme ich den neuen 320er für 35.500 Euro - wenn Du mir denselben Preis machst, kaufe ich hier, weil Deine Werkstatt für mich bequemer zu erreichen ist." Oder ähnliches.

    Mit Verschwiegenheitsklauseln, die aber letztlich den Kunden, der konkrete detaillierte Preisvergleiche machen will, nur nerven und abschrecken.

    Es geht ja auch andersherum: Kunde B schickt an A und C ein detailliertes Leistungsverzeichnis und vergleicht danach die Angebote... Letztlich macht hier A die Arbeit, das detaillierte Leistungsverzeichnis zu erstellen, und C spart sich die Arbeit, zumindest teilweise, weil er auf das Leistungsverzeichnis von A zurückgreifen kann.

    Praktisch dürfte das weitestgehend unerheblich sein, weil C nicht einfach das Leistungsverzeichnis von A übernehmen kann, sondern so oder so jeden Posten prüfen muß - vielleicht arbeitet C punktuell anders, hat andere Zulieferer, verwendet andere Materialien, etc.pp.

    Letztlich ist an solchen Angeboten nichts "Geheimes", und ein guter Unternehmer kennt ohnehin die Stundensätze und Konditionen der Konkurrenz.

    Transparenz zu schaffen ist der Hauptsinn und Hauptzweck eines Marktes in einer freien Marktwirtschaft. Und Transparenz wird hier geschaffen.

    Jeder Versuch, die Transparenz einzuschränken oder zu verhindern, hat marktwirtschaftlich gesehen ein "Geschmäckle".

    Und erfolgreich ist ein Unternehmer immer dann, wenn er seine (potentiellen und tatsächlichen) Kunden mit Leistung und Preis überzeugt.

    Hat er es nötig, nickelig gegen Konkurrenten oder Kunden zu werden, hat er vorher wohl schon grundlegend etwas falsch gemacht.
     
  3. DJDaki

    DJDaki Neues Mitglied 16.07.2013, 10:34

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    AW: Angebote an Konkurenz

    Danke für die Info.

    Das ist eine Sauerei.

    Das lässt sich aber schwer bis gar nicht vergleichen. Ein BMW-Händler bietet ein Auto an. Das ist genau eine Position. Firma A bietet 350 Positionen an. Bei so vielen einzelnen Positionen dürfte jedem klar sein dass, wenn Firma C gewollt hätte, Sie bestimmt einen Weg gefunden hätte 2-3 Positionen für lau zu machen um unter dem Preis von Firma A zu kommen, um den Auftrag zu bekommen.

    Gerade in der Branche von Firma A und Firma C sind die Stundensätze sehr verschieden (20 € Netto bis 135 € Netto...). Selbst wenn ein guter Unternehmer die Preise seiner Konkurrenz kennen würde, wüsste er nicht, was die Konkurrenz an Rabatten für Großaufträge gibt.

    Transparenz sollte für den Kunden geschaffen werden damit er selbst entscheiden kann, welche Firma er beauftragt.

    Hier allerdings, wird keine Transparenz geschaffen sondern der Markt kaputt gemacht. Seriöse Firmen machen sich die Arbeit ein Angebot und das komplette Konzept zu erstellen und die Konkurrenz übernimmt das Ganze fix und fertig und arbeitet die Liste für ein Butterbrot ab.
    Gut hat es dabei weder Firma A noch Firma C. Der Kunde, der beim ersten mal schon so wenig gezahlt hat, wird nie auf die Idee kommen einen normalen Preis für weitere Leistungen zu zahlen. Es wird immer der Spruch kommen:" warum ist das auf einmal so teuer?" Oder:" Letztes mal war es doch viel günstiger..."


    So sehe ich das auch.
     
  4. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 17.07.2013, 23:36

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    AW: Angebote an Konkurenz

    Wieso?

    Hans Meier erzählt seinem Kumpel Otto Müller doch auch Dinge wie: "Hey! Hast Du schon gesehen: beim ALDI gibt's diese Woche Smartphones für XXX Euro!"
    Wieso nicht?
    Und Dienstleistungen rund um das Auto. Und eine Finanzierung(svermittlung). Und Zubehör.

    Es steht Unternehmen C frei, soviele Positionen gratis in die angebotene Leistung aufzunehmen, wie Unternehmen C dies für sinnvoll hält und tun kann und tun will.

    Doch. Ein guter Unternehmer sollte darüber ziemlich gut Bescheid wissen. Zum Beispiel, weil er Geschäftspartner und -freunde fragt...

    Transparenz ist für alle Marktteilnehmer da. Anbieter wie Nachfrager.

    Wieso?
    Das ist so. Und wenn man das vermeiden will, muß man halt Verschwiegenheit vereinbaren.

    Wobei ich als Kunde an dieser Stelle im Regelfall wohl abwinken würde.

    Warum? Weil ich selbstverständlich ein starkes Interesse daran habe, meinen Anbieter/Lieferanten zu fragen:

    "An dieser Stelle hier bietet X mir den Leistungskomplex ABC in folgender Form an. Y, von dem ich ein weiteres Angebot habe, listet die Punkte a, b und d gar nicht auf - die scheinen diesen Teil der Leistung anders zu erbringen. Wie machen Sie das, liebes Unternehmen Z?"

    Denn daß ich bei Anbieter Alpha eine Position "Teppichboden verkleben: Kosten für Kleber und Arbeitszeit für Verklebearbeit" im Angebot habe und bei Anbieter Beta nicht...

    ... das kann z.B. ja auch daran liegen, daß Beta gar nicht verklebt. Sei es, weil er sagt "Geht ohne auch, und ist günstiger für Sie!", sei es, weil er sagt "Ich halte in Ihrem Fall nix vom Verkleben, das ist aus folgenden Gründen m.E. ungünstig..."
    Es gibt keine "normalen Preise".

    Preise entstehen am Markt aus dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage.

    Willkommen in der freien Marktwirtschaft.

    Oder wie ein amerikanisches Sprichwort es so schön sagt:

    "Als sie Dir erzählt haben, das Leben sei einfach - da haben sie Dich schamlos belogen!"

    Dann stellt sich aber die ganze Eingangsfrage irgendwie nicht...:cool:
     
  5. DJDaki

    DJDaki Neues Mitglied 18.07.2013, 00:09

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    AW: Angebote an Konkurenz

    Ganz einfach! Aldi's Angebote sind an ALLE gerichtet. Jeder der will bekommt dort das Smartphone zum selben Preis.
    Das Angebot von Firma A ist an Firma B gerichtet und an niemand anders. Und schon gar nicht an die Konkurrenz. Firma C sieht es übrigens genauso.

    Das ist richtig. Aber stellen wir uns mal die Frage ob Firma C diese Positionen umsonst machen würde, wenn Sie das Angebot von Firma A nicht gesehen hätte? Sicherlich nicht. Womit wir wieder bei Sauerei wären.

    Wie schon gesagt sind die Stundensätze in der Branche von Firma A und Firma C sehr unterschiedlich (angefangen bei 30 aufgehört bei 135 € Netto). Man kann so viele Freunde und Verwandte fragen wie man möchte, man Weiß immer noch nichts.

    Z.b. Ein Freund sagt Firma C nimmt 90 Euro, der andere Freund sagt Firma X nimmt 40 Euro, Firma T nimmt 65 Euro, Firma G nimmt 79 Euro. Was nimmt Firma A?

    Das kann man ja auch so machen. Hab ich auch nichts dagegen. Vergleichen sollte man auf jeden Fall. Das wovon ich spreche ist das schriftliche Angebot in Orginalform weiterzugeben.

    Das ist leider nur in der Theorie so.

    Naja wenn es so ist, dann sind wir uns ja einig.
     
  6. werists

    werists V.I.P. 18.07.2013, 00:57

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    AW: Angebote an Konkurenz

    Das ist es nur wenn eine Vertraulichkeitsklausel enthalten ist, sonst ist das ebenso ein Angebot wie bei ALDI.

    Es ist normalerweise auch nicht üblich die Preise weiterzugeben, das schadet normalerweise nur. Wenn der Dritte eigentlich 15% preiswerter sein kann wird er dann doch nur knapp unter dem Konkurenzangebot bleiben und eben nicht seinen besten Preis anbieten.
    In sofern macht hier der Kunde nicht den Markt kaputt.
     
  7. DJDaki

    DJDaki Neues Mitglied 18.07.2013, 02:03

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    AW: Angebote an Konkurenz

    Also ich weiß nicht was daran so schlimm ist, mich jedenfalls würde so eine Klausel absolut nicht stutzig machen. Ich kann ja weiterhin vergleichen, nur die Preise darf ich nicht rausgeben.

    Sehe ich genauso und wie man sieht, hat es in dem Fall geschadet. Der Kunde hat sich an ein sehr großes Unternehmen gewannt und wurde daraufhin abgelehnt.

    Es ging mir in erster Linie auch nicht darum das der Kunde vergleicht. Das soll er ja machen. Aber nicht auf diese Art und Weise.

    Ich an seiner Stelle, hätte mir lieber 15 verschiedene Angebote geholt, ohne irgendein Angebot weiterzugeben und würde dann sehen bei wem ich am besten fahre.

    In diesem Fall geht's aber nicht darum Angebote zu bekommen, sondern Preise zu drücken. Dass ist das was ich so ärgerlich finde. Das selbst diese Methode zulässig ist, weiss ich jetzt (danke dafür), trotzdem finde ich die Vorgehensweise etwas frech.

    Naja ist das Glas halb voll oder halb leer? Ich denke eher das dem Dritten von Anfang an klar sein wird, das sein Angebot auch bei einer vierten, fünften, sechsten Firma landet die wiederum ein Gegenangebot schreibt. Aus diesem Grund hat ja Firma C ein Angebot abgelehnt.
    Mit diesem Gedanken würde er dann schon seinen besten Preis anbieten.
     
  8. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 18.07.2013, 02:39

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    AW: Angebote an Konkurenz

    Auch bei ALDI gibt es außer für Zeitungen, Zeitschriften und Bücher keine Preisbindung, und selbstverständlich kann man auch in einem ALDI-Markt über den Preis des Smartphones verhandeln. Oder darüber, ob man die schon etwas welken Salatgurken zum Sonderpreis bekommt, angesichts des bevorstehenden Wochenendes...

    Und darüber kann man auch mit Kumpel Karlheinz reden - "Hey, ich hab gestern beim ALDI Rabatt bekommen, versuch doch auch mal, mit dem Filialleiter zu verhandeln!"

    Ob sich das Angebot "an alle" richtet oder nicht ist im übrigen unerheblich - solange man den Empfänger nicht wirksam zur Geheimhaltung verpflichtet, steht es ihm frei, darüber mit anderen Leuten zu reden. (Es würde übrigens nicht ausreichen, auf das Angebot draufzuschreiben "Vertraulich!" Eine Verschwiegenheitsklausel müsste vorab vereinbart werden, um wirksam zu werden.)

    Mag alles sein, aber dann müssen die Unternehmen mit ihren potentiellen Kunden eben eine Verschwiegenheitsklausel vereinbaren.

    Ich erkenne da weit und breit keine "Sauerei" - Wissen auszunutzen ist ein elementarer Bestandteil der Markwirtschaft. Es kann ja auch ein Anbieter den Vorteil nutzen, mehr über die Bedürfnisse des (potentiellen) Kunden zu wissen als die Konkurrenz.

    Normalerweise versucht man übrigens genau das.


    Auch das ist nichts ungewöhnliches.
    Man wäre ja auch ein unfähiger Unternehmer, wenn man dazu Freunde und Verwandte befragen würde...

    Was macht man, wenn man als Anbieter neu auf einem Markt aktiv werden will? Man holt Angebote der potentiellen Konkurrenz ein, damit man eine Vorstellung vom örtlichen oder sonst wie relevanten Preisniveau bekommt.

    Wenn ich z.B. die Idee habe, im Stadteil X ein Café zu eröffnen, dann mache ich als erstes die Runde durch die dort bestehenden Cafés, um mir Angebot und Preise und Service anzuschauen.
    Wenn ich z.B. die Idee habe, im Stadteil X einen Winterdienst anzubieten, dann hole ich als erstes von den bereits bestehenden Winterdienstabietern mal Angebote ein. Um zu schauen, wie eigentlich die Preise auf diesem Markt sind.

    Das ist ein völlig normales unternehmerisches Handeln.

    Wenn man das wissen will, fragt man sinnvollerweise Unternehmen A... :cool:

    Das ist nun mal die einfachste und schnellste Variante.

    Ob es aus Sicht des Nachfragers immer besonders klug ist, sei dahingestellt - wenn ich dem potentiellen Lieferanten B das Angebot von Lieferant A in die Hand drücke, auf dem 20.000 Euro Endpreis steht, dann ist das taktisch eher unklug, weil B dann weiß, daß er mit 19.750 Euro billiger ist als A.

    Wenn ich B sage, daß mir A ein Angebot über 20.000 Euro gemacht hat, dann steht B erstmal vor dem Problem zu beurteilen: Stimmt das? Oder will A in Wirklich 22.000 Euro? Und mit welchem Preis bin ich tatsächlich günstiger?

    Das ist überall genau so, wo weder der Staat noch "Kammern" noch "Kartelle" dazwischenfunken.
     
  9. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 18.07.2013, 02:45

    Registriert seit:
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    AW: Angebote an Konkurenz

    Daß man versucht, Lieferanten-Preise zu drücken, ist eine Selbstverständlichkeit für jeden Unternehmer. Man wäre mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn man das nicht versuchte.

    Ein Unternehmer, der einen Cent mehr ausgibt als nötig, ist ein Idiot. Und obendrein auf dem direkten Weg in den Bankrott.

    Es gibt in größeren Unternehmen ganze Abteilungen, deren wichtigste Aufgabe darin besteht, Preise zu drücken.

    Man nennt sie auch "Einkauf".

    Und dafür, um zu prüfen, ob diese Abteilungen ihre Arbeit auch gut machen, gibt's noch eine Abteilung.

    Man nennt sie auch "Controlling".

    Es gibt keinen Preis, den man nicht noch ein Stückchen nach unten verhandeln könnte.
     
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