Alte Grundschuld

Dieses Thema "ᐅ Alte Grundschuld - Erbrecht" im Forum "Erbrecht" wurde erstellt von DarkRanger, 16. Mai 2018.

  1. DarkRanger

    DarkRanger Aktives Mitglied 16.05.2018, 09:12

    Registriert seit:
    14. Januar 2012
    Beiträge:
    244
    Zustimmungen:
    15
    Punkte für Erfolge:
    18
    Ort:
    Ruhrgebiet
    Renommee:
    44
    90% positive Bewertungen (244 Beiträge, 30 Bewertungen)90% positive Bewertungen (244 Beiträge, 30 Bewertungen)90% positive Bewertungen (244 Beiträge, 30 Bewertungen)90% positive Bewertungen (244 Beiträge, 30 Bewertungen)90% positive Bewertungen (244 Beiträge, 30 Bewertungen)90% positive Bewertungen (244 Beiträge, 30 Bewertungen)90% positive Bewertungen (244 Beiträge, 30 Bewertungen)90% positive Bewertungen (244 Beiträge, 30 Bewertungen)90% positive Bewertungen (244 Beiträge, 30 Bewertungen)90% positive Bewertungen (244 Beiträge, 30 Bewertungen)
    Alte Grundschuld

    Guten Morgen,

    angenommen Herr W. hat vor 30 Jahren ein Haus für Tochter T. gebaut.
    Damals hat er eine Grundschuld von 150000 DM eintragen lassen für eine Firmenangelegenheit um notfalls schnell an Finanzmittel zu kommen. Das wurde aber nie benötigt. Niemand dachte mehr an die Grundschuld. Nun stirbt Vater A . Bei der Erbschaftssteuerberechnung wertet das Finanzamt diese Grundschuld als Vermögen vom Vater. Wäre das korrekt? Es existieren keine Kreditverträge oder sonstiges.
     
  2. hambre

    hambre V.I.P. 16.05.2018, 09:18

    Registriert seit:
    10. November 2010
    Beiträge:
    5.763
    Zustimmungen:
    670
    Punkte für Erfolge:
    113
    Renommee:
    584
    99% positive Bewertungen (5763 Beiträge, 572 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5763 Beiträge, 572 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5763 Beiträge, 572 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5763 Beiträge, 572 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5763 Beiträge, 572 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5763 Beiträge, 572 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5763 Beiträge, 572 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5763 Beiträge, 572 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5763 Beiträge, 572 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5763 Beiträge, 572 Bewertungen)
    AW: Alte Grundschuld

    Wer ist denn Eigentümer des Hauses laut Grundbuch?
     
  3. DarkRanger

    DarkRanger Aktives Mitglied 16.05.2018, 15:02

    Registriert seit:
    14. Januar 2012
    Beiträge:
    244
    Zustimmungen:
    15
    Punkte für Erfolge:
    18
    Ort:
    Ruhrgebiet
    Renommee:
    44
    90% positive Bewertungen (244 Beiträge, 30 Bewertungen)90% positive Bewertungen (244 Beiträge, 30 Bewertungen)90% positive Bewertungen (244 Beiträge, 30 Bewertungen)90% positive Bewertungen (244 Beiträge, 30 Bewertungen)90% positive Bewertungen (244 Beiträge, 30 Bewertungen)90% positive Bewertungen (244 Beiträge, 30 Bewertungen)90% positive Bewertungen (244 Beiträge, 30 Bewertungen)90% positive Bewertungen (244 Beiträge, 30 Bewertungen)90% positive Bewertungen (244 Beiträge, 30 Bewertungen)90% positive Bewertungen (244 Beiträge, 30 Bewertungen)
    AW: Alte Grundschuld

    Eigentümer ist die Tochter. Seit 30 Jahren.
     
  4. WeisWas

    WeisWas Star Mitglied 16.05.2018, 16:16

    Registriert seit:
    6. August 2016
    Beiträge:
    543
    Zustimmungen:
    73
    Punkte für Erfolge:
    28
    Geschlecht:
    männlich
    Renommee:
    106
    94% positive Bewertungen (543 Beiträge, 108 Bewertungen)94% positive Bewertungen (543 Beiträge, 108 Bewertungen)94% positive Bewertungen (543 Beiträge, 108 Bewertungen)94% positive Bewertungen (543 Beiträge, 108 Bewertungen)94% positive Bewertungen (543 Beiträge, 108 Bewertungen)94% positive Bewertungen (543 Beiträge, 108 Bewertungen)94% positive Bewertungen (543 Beiträge, 108 Bewertungen)94% positive Bewertungen (543 Beiträge, 108 Bewertungen)94% positive Bewertungen (543 Beiträge, 108 Bewertungen)94% positive Bewertungen (543 Beiträge, 108 Bewertungen)
    AW: Alte Grundschuld

    Ich würde mal sagen: nein, nicht korrekt.
    Ich würde Einspruch einlegen und das FA darum bitten, die Forderung des V darzulegen. Das wird es nicht können.
    Hilfsweise könnte vllt. der (frühere ?) Steuerberater des Vaters/der Firma bestätigen, dass die GS nur für den schnellen Notfall eingetragen wurde und nie Geld geflossen ist. Evtl. gibt es noch alte Bilanzen der Firma, aus denen ersichtlich ist, ob eine Darlehensforderung bestand. Oder Betriebsprüfungsberichte, in denen dazu irgendwas steht.

    Vermutlich gibt es in D noch zigtausende eingetragene Grundschulden, denen keine Verbindlichkeiten mehr gegenüberstehen, die aber aus Kostengründen nie gelöscht wurden. Wenn die alle als Vermögen der Gläubiger behandelt werden ... dann könnte das ein interessantes Geschäftsmodell des Finanzamts werden :D
     
  5. hambre

    hambre V.I.P. 16.05.2018, 17:18

    Registriert seit:
    10. November 2010
    Beiträge:
    5.763
    Zustimmungen:
    670
    Punkte für Erfolge:
    113
    Renommee:
    584
    99% positive Bewertungen (5763 Beiträge, 572 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5763 Beiträge, 572 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5763 Beiträge, 572 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5763 Beiträge, 572 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5763 Beiträge, 572 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5763 Beiträge, 572 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5763 Beiträge, 572 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5763 Beiträge, 572 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5763 Beiträge, 572 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5763 Beiträge, 572 Bewertungen)
    AW: Alte Grundschuld

    Da stellt sich gleich die Frage, wer denn die Beweislast hat. Die würde ich umgekehrt sehen, nämlich dass die Tochter beweisen muss, dass keine Forderung besteht.

    Naheliegend ist doch erst einmal, dass der Vater seine Investitionen in das Haus absichern wollte und dass er diese Investitionen als Darlehen an seine Tochter gesehen hat.

    Richtig, jedoch gab es bei nahezu allen solchen Grundschuldeintragungen ursprünglich eine Forderung, die abgesichert werden sollte. Und es lässt sich dann auch regelmäßig nachweisen, dass die Forderung befriedigt wurde.
     
  6. WeisWas

    WeisWas Star Mitglied 16.05.2018, 17:53

    Registriert seit:
    6. August 2016
    Beiträge:
    543
    Zustimmungen:
    73
    Punkte für Erfolge:
    28
    Geschlecht:
    männlich
    Renommee:
    106
    94% positive Bewertungen (543 Beiträge, 108 Bewertungen)94% positive Bewertungen (543 Beiträge, 108 Bewertungen)94% positive Bewertungen (543 Beiträge, 108 Bewertungen)94% positive Bewertungen (543 Beiträge, 108 Bewertungen)94% positive Bewertungen (543 Beiträge, 108 Bewertungen)94% positive Bewertungen (543 Beiträge, 108 Bewertungen)94% positive Bewertungen (543 Beiträge, 108 Bewertungen)94% positive Bewertungen (543 Beiträge, 108 Bewertungen)94% positive Bewertungen (543 Beiträge, 108 Bewertungen)94% positive Bewertungen (543 Beiträge, 108 Bewertungen)
    AW: Alte Grundschuld

    So darf das Finanzamt gerne argumentieren, ich würde es einfach mal probieren, damit kann man nichts kaputtmachen.

    Wieso naheliegend? Lt. Sachverhalt hat Vater die Grundschuld nur sicherheitshalber eintragen lassen.
    Viel näherliegend finde ich, dass er das Geld zum Hausbau entweder beim Bau oder irgendwann später in diesen 30 Jahren geschenkt hat

    Womit? Wer hat heute noch Kontoauszüge von einem Hausdarlehen, das er 1998 getilgt hat? Die meisten Häuslebauer nicht und die Banken auch nicht.
     
  7. ElJogi

    ElJogi V.I.P. 16.05.2018, 18:10

    Registriert seit:
    27. Oktober 2014
    Beiträge:
    10.095
    Zustimmungen:
    1.931
    Punkte für Erfolge:
    113
    Geschlecht:
    männlich
    Renommee:
    1.233
    98% positive Bewertungen (10095 Beiträge, 1277 Bewertungen)98% positive Bewertungen (10095 Beiträge, 1277 Bewertungen)98% positive Bewertungen (10095 Beiträge, 1277 Bewertungen)98% positive Bewertungen (10095 Beiträge, 1277 Bewertungen)98% positive Bewertungen (10095 Beiträge, 1277 Bewertungen)98% positive Bewertungen (10095 Beiträge, 1277 Bewertungen)98% positive Bewertungen (10095 Beiträge, 1277 Bewertungen)98% positive Bewertungen (10095 Beiträge, 1277 Bewertungen)98% positive Bewertungen (10095 Beiträge, 1277 Bewertungen)98% positive Bewertungen (10095 Beiträge, 1277 Bewertungen)
    AW: Alte Grundschuld

    Aber sinnlos. Eventuelle Forderungen oder Darlehen usw. sind uninteressant für das Amt.
    Die Grundschuld ist nachweislich vorhanden.
    Es ist allein Sache des Belasteten, zu belegen, dass für diese ein Löschungsanspruch besteht.
    Das wird hier nicht gelingen.


    Wenn der V nicht gestorben wäre und fordern würde, müsste er ebenso nichts beweisen. Die Grundschuld ist ja eingetragen.

    Es ist also in die Erbmasse zu nehmen.
     
Ähnliche Themen:
Titel Forum Datum
Wer ist Eigentümer eines KFZ bzw. wer darf ein KFZ verkaufen? Gibt es eine alte und eine neue Regel? Aktuelle juristische Diskussionen und Themen 10. Juni 2016
Grundschuld gegen den Willen des Miteigentümers? Aktuelle juristische Diskussionen und Themen 4. Januar 2013
Alte Fotos gefunden - Wer ist Rechteinhaber? Urheberrecht 11. Oktober 2011
20 Jahre alte Titel Zivilprozeß- / Zwangsvollstreckungsrecht 3. August 2009
Grundschuld an Bruchteil vererbt, falsches Grundbuch läd ein "allerlei Problemerei" Immobilienrecht 14. Februar 2008

© 2003-2018 JuraForum.de — Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung, Verbreitung oder Nutzung für kommerzielle Zwecke.


Sitemap | Kontakt | Datenschutz | AGB | Impressum