Adoption und Umgangsrecht bei Regenbogenfamilie

Dieses Thema "ᐅ Adoption und Umgangsrecht bei Regenbogenfamilie - Adoptionsrecht" im Forum "Adoptionsrecht" wurde erstellt von PapaKay, 8. Mai 2018.

  1. PapaKay

    PapaKay Neues Mitglied 08.05.2018, 19:38

    Registriert seit:
    8. Mai 2018
    Beiträge:
    1
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    1
    Renommee:
    10
    Keine Wertung, PapaKay hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, PapaKay hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, PapaKay hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, PapaKay hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, PapaKay hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, PapaKay hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, PapaKay hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, PapaKay hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, PapaKay hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, PapaKay hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhalten
    Adoption und Umgangsrecht bei Regenbogenfamilie

    Hallo liebe Liebenden!

    Nehmen wir folgende vier fiktive Personen an:

    Zwei miteinander verheiratete Frauen, einen alleinstehenden Mann und ein unter einem Jahr altes Kind.

    Folgende fiktive Geschichte läge diesen Personen zu Grunde:

    Mann M schwängere Frau A. Frau A und Frau B blieben verheiratet und wohnen mit Kind K zusammen. M, A und B wären sich einig, dass K unbedingt mit M als lieblichen Vater Kontakt haben sollte.

    Problem: Frau A hätte nur halbes Sorgerecht, die andere Hälfte wäre unvergeben, da Homoehe. Im Sterbefall von A würde K vermutlich erst einmal in ein Heim oder Pflegefamilie kommen, bis alles geklärt ist.

    M soll Sorgerecht aus diversen Gründen nicht bekommen.

    angedachte Lösung: B adoptiert K und bekommt die andere Hälfte des Sorgerechts.

    Problem: M hätte nach Freigabe zur Adoption kein Umgangsrecht mehr.
    ___

    Nun die eigentlich Frage: Gäbe es in einer solchen Konstellation eine Lösung, wie M trotz der Adoption von K durch B sein Umgangsrecht (Das von allen Erwachsenen gewollt ist!) rechtlich mit A und B vereinbaren kann - so, dass er im Falle eines Streits dieses notfalls Zivilrechtlich durchsetzen kann, auch wenn er rein rechtlich kein Verwandtschaftsverhältnis mehr zu dem Kind besitzt?

    Nach meinem bisherigen Kenntnisstand wären weder eine Eintragung über das Umgangsrecht beim Notar (der die Adoption begleitet), noch ein Vertrag über das Umgangsrecht zwischen den drei Erwachsenen verbindlich.

    Da die Homoehe noch relativ frisch ist, es aber bestimmt schon ähnliche Fälle gegeben haben muss: Kennt jemand Beispiele aus der Rechtssprechung die darauf hindeuten, dass M nicht grundlos ausgegrenzt werden kann?
    __
    Zusatzfrage: Warum wäre es "Parteiverrat", wenn sich alle drei Erwachsenen von einem juristen hinsichtlich dieses Themas beraten lassen wollen würden? Warum könnte sich der leibliche Vater des Kindes nur getrennt vom Ehepaar beraten lassen?

    Vielen Dank und viele Grüße <3

    PapaKay
     
  2. cds

    cds V.I.P. 09.05.2018, 15:30

    Registriert seit:
    26. Juni 2017
    Beiträge:
    1.041
    Zustimmungen:
    174
    Punkte für Erfolge:
    63
    Renommee:
    58
    98% positive Bewertungen (1041 Beiträge, 50 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1041 Beiträge, 50 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1041 Beiträge, 50 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1041 Beiträge, 50 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1041 Beiträge, 50 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1041 Beiträge, 50 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1041 Beiträge, 50 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1041 Beiträge, 50 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1041 Beiträge, 50 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1041 Beiträge, 50 Bewertungen)
    AW: Adoption und Umgangsrecht bei Regenbogenfamilie

    Hallo!

    1. Es gibt kein "halbes" Sorgerecht. Frau A hat selbstverständlich das vollständiges Sorgerecht.

    Aus diesem Grund schon kann auch niemand die andere "Hälfte" bekommen.

    "Im Sterbefall von A würde K vermutlich erst einmal in ein Heim oder Pflegefamilie kommen, bis alles geklärt ist."

    Diese Vermutung ist durchaus weit hergeholt.

    Auf jeden Fall ist eine Adoption keine Lösung für DIESES Problem.
    Hierfür geeignet wäre ein Testament welches den Wunsch enthält das nach dem Tod von A das Sorgerecht auf B übergehen soll. Das Vormundschaftsgericht wird dann, unter Mitwirkung von M und dem Jugendamt, prüfen ob diese Lösung dem Kindeswohl dient.
    Kein Jugendamt wird nach dem Tod eins Elternteiles als erstes mal alle existierenden Kinder "einsammeln", in einem Heim "zwischenlagern" und nach Abschluss des entsprechenden Verfahrens beim Familiengericht die Kinder entsprechend neu verteilen.
    Ganz im Gegenteil wird eine Inobhutnahme nur dann vollzogen wenn aktuelle Gefahr für das Kindswohl festgestellt wird.

    In der Tat sehe auch ich keine Möglichkeit nach einer Adoption M ein Umgangsrecht rechtssicher zu vereinbaren - genau so wenig wie es mit einem beliebigen Nachbarkind möglich wäre.

    Im übrigen wird aller voraussicht nach das Familiengericht eine Adoption mit DIESER Begründung ohnehin ablehnen. Das Sorgerecht ist nur einer der rechtlichen Aspekte einer Adoption - Erb- und Unterhaltsrechtliche Aspekte sind da erheblich weiterreichend. DAS wäre dann auch ein denkbarer Grund warum ein RA oder Notar nicht alle drei Beraten darf. Eine Entscheidung PRO-Adoption hätte nämlich für die Annehmende B die Folge das diese auch UH-Pflichtig gegenüber des Kindes wird. Gleichzeitig entfällt diese Pflicht für M. Das sind eindeutig gegensätzliche Interessen, denn rein wirtschalftlich müsste jeder RA dem M empfehlen einer Adoption zuzustimmen, B hingegen müsste er raten diese zu lassen und mit der testamentarischen Verfügung zu arbeiten.
     
  3. ElJogi

    ElJogi V.I.P. 09.05.2018, 16:35

    Registriert seit:
    27. Oktober 2014
    Beiträge:
    10.103
    Zustimmungen:
    1.933
    Punkte für Erfolge:
    113
    Geschlecht:
    männlich
    Renommee:
    1.233
    98% positive Bewertungen (10103 Beiträge, 1277 Bewertungen)98% positive Bewertungen (10103 Beiträge, 1277 Bewertungen)98% positive Bewertungen (10103 Beiträge, 1277 Bewertungen)98% positive Bewertungen (10103 Beiträge, 1277 Bewertungen)98% positive Bewertungen (10103 Beiträge, 1277 Bewertungen)98% positive Bewertungen (10103 Beiträge, 1277 Bewertungen)98% positive Bewertungen (10103 Beiträge, 1277 Bewertungen)98% positive Bewertungen (10103 Beiträge, 1277 Bewertungen)98% positive Bewertungen (10103 Beiträge, 1277 Bewertungen)98% positive Bewertungen (10103 Beiträge, 1277 Bewertungen)
    AW: Adoption und Umgangsrecht bei Regenbogenfamilie

    Auch eine Adoption schließt das Umgangsrecht nicht grundsätzlich aus.

    Bei der Beurteilung geht es um das Kindeswohl. Bei schon zuvor regelmäßigen und positiven Umgang mit dem Kind, kann auch mit einer Adoption ein Umgangsrecht eingeräumt werden, wenn dies dem Kindeswohl entspricht.

    Das wird meist verneint, aber in diesem speziellen Fall, könnte es so sein.
    Und genau das könnte auch der Grund sein, warum eine Adoption überhaupt nicht zugelassen würde.
     
Ähnliche Themen:
Titel Forum Datum
Umgangsrecht: Kann KM dem KV vorschreiben, wie die Umgangszeit/Besuchszeit genutzt wird? Familienrecht 29. März 2017
Unterbindung Umgangsrecht Familienrecht 8. März 2014
Hausrecht kontra Umgangsrecht Betreuungsrecht 10. Februar 2009
Post von der Familienhelferin bekommen,Umgangsrecht Familienrecht 1. September 2008
Adoption = Anerkennung der Vaterschaft? Adoptionsrecht 21. Juni 2007

© 2003-2018 JuraForum.de — Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung, Verbreitung oder Nutzung für kommerzielle Zwecke.


Sitemap | Kontakt | Datenschutz | AGB | Impressum