3 Mietfälle

Dieses Thema "ᐅ 3 Mietfälle - Mietrecht" im Forum "Mietrecht" wurde erstellt von rjaska, 16. Juli 2006.

  1. rjaska

    rjaska Junior Mitglied 16.07.2006, 19:56

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    3 Mietfälle

    Hallo, hier sind meine Mietfälle.

    1) Was gehört in die Miete

    Angenommen, es gibt hinter dem Haus H eine ziemlich große Grünfläche, die für keinen der Mieter (im folgenden jeder der Mieter- M) genutzt werden kann, ja geschlossen ist, die aber von Hausmeistern als Abstell- und etwas ähnliches als Abfallfläche (es stinkt nicht, sieht aber nicht schön aus) genutzt wird. Nach einer Anfrage beim Vermieter V, ob der Mieter M wirklich für die Be- und Entwässerung und sonstige Pflege (Insektenschutz, Gartenpflege, etc) dieser Fläche bezahlen muss, antwortete V dem M, dass "schon jemand dafür bezahlen muss". Den Brief hat M von V schriftlich.

    Wie hoch stehen die Chancen mich von diesen Kosten frei zu machen und wie macht M das am besten? M lebt in dieser Wohnung schon 5 Jahre und hat sich noch nie beschwert.

    Wie sieht die Lage aus, wenn die Grünfläche zwar schön eingerichtet ist, ist aber wiederum für jeden M gesperrt?



    2) SE, Schaum und keine Nachweise

    Im Badezimmer der Mieterin M kommt immer wieder aus der Toilette, Waschbeckens, Badewanne und Kanalisationsöffnung der Schaum zusammen mit schlechtem Geruch raus. Er lässt sich nicht durch Abspülen wegmachen. Ein paar Mal ist der Schaum mit so einer Intensität ausgetreten, dass er sich im Badezimmer ausgebreitet hat und die Teppiche verschmutzte. Die Benutzung des Badezimmers war in dieser Zeit unmöglich.

    Die Hausverwaltung V wurde nach einem solchen Zwischenfall mündlich verständigt und gebeten etwas dagegen zu unternehmen. Daraufhin hat die V um eine schriftliche Erklärung bezüglich dieser Frage gebeten. Das Letztere fand nicht statt, da der Schaumaustreten nicht mehr erfolgte.

    Nach etwa einem Monat kam der Schaum wieder raus. M hat jetzt eine schriftliche Erklärung dazu abgegeben und V über die Mietkürzung verständigt, da die Maßnahmen nach der mündlichen Erklärung Monat früher nicht erfolgten. Daraufhin wies V darauf hin, dass keine mündliche Erklärung jemals abgegeben worden war und dass M immer den Schaden gleich anzeigen muss, sonst mache M sich schadensersatzpflichtig.

    Ein paar Tage später schickte V einen Techniker T zur M. Dieser wollte nur nach einer Verstopfung suchen und wollte gar nichts von der M hören (er sei vom V schon verständigt worden über das Problem). Die Verstopfung hat er nicht gefunden, nur ein paar Haare, den Schaumaustritt gab es in dem Zeitpunkt nicht. Die M hat das Papier des Technikers (über seinen unglaublichen Fund- ein paar Haare) nicht unterschrieben. Danach kommt kein weiterer Kommentar von keiner der Seiten.

    Wie stehen die Chancen, dass der V die M auf Schadensersatz verklagt und was kann die M tun?


    3) Krass erhöhte Nebenkostenabrechnung
    In diesem Jahr bekamen Mieter eines Hauses eine sehr hohe Zuzahlung bei der Nebenkostenabrechnung. Eine Mieterin M will die Sachlage klären.

    Nach Gesprächen mit der Hausverwaltung H hat es sich herausgestellt, dass die ungewöhnlich hohen Kosten auf den Wasserverbrauch des Hauses zurückzuführen sind. Nach Angaben des Vermieters V haben sich unter anderem die Wasserkosten erhöht. Das ist wirklich der Fall- auf 4% haben sich die Kosten (Angaben Wasserbetriebe Berlin) erhöht, jedoch aus der Nebenkostenabrechnung geht hervor, dass die Erhöhung der Wasserkosten bei 34% liegt. Der V besteht darauf, dass die Erhöhung des Wasserverbrauchs auf das veränderte Verbraucherverhalten zurückzuführen sei, was M nicht nachvollziehen kann (es klingt ihrer Meinung nach unglaublich, dass alle Mieter auf einmal 34% mehr waschen, kochen, etc.).

    Im Haus gibt es einen Wasserzähler. Wasserkosten werden also unbeachtlich jedes Verbraucherverhaltens für alle Mieter zusammengezählt, dazu kommen noch das Wasserverbrauch des Hausmeisters (Bewässerung der Grünflächen, etc.) und dann auf alle Mieter verteilt. Alle möglichen Fehler im Wasserverbrauch seitens der Hausmeister oder ein Leck hat der V bestritten. Der V gab die Frist bis zum 30.07.06, dass die Rechnung beglichen wird. Nach Ablauf der Frist will er gerichtlich gegen M vorgehen.

    Was kann M tun?


    Werde mich über eure Vorschläge und Räte freuen!!!
     
  2. rjaska

    rjaska Junior Mitglied 18.07.2006, 10:28

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    AW: 3 Mietfälle

    Leute, könnte bitte irgendjemand irgendetwas zu diesen drei Fällen schreiben?!!! Bitte!!!!
     
  3. Brombadegs

    Brombadegs Aktives Mitglied 19.07.2006, 12:48

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    AW: 3 Mietfälle

    hi,

    Frage 1:
    Was von den Mietern nicht genutzt werden kann, bezahlt der Mieter auch nicht. Somit keine Wasserkosten, Hausmeisterkosten- die für das gesperrte Grundstück anfallen.

    Frage 2:

    Mündlich melden ist nicht so gut. Man hat keinen Nachweis. Notfalls tut Vermieter so, als hätte er nie was erfahren.
    Welcher Schaden ist V denn entstanden? Was könnte er einklagen?

    Hier ein Tipp meinerseits: Beim nächsten Auftreten des Schaums Fotos machen. Kostet etwas, sind aber gute Nachweise.

    Frage 3:

    Als Mieter kann man alle Belege einsehen. Somit auch die Wasserabrechnung. Auf dieser müsste auch aufgeschlüsselt sein, was je m³ gezahlt werden muss. Gut... man hat immer ein paar m³ Differenz zwischen Hauptzähler und Unterzähler, aber bestimmt keine 34%. Der eigene Verbrauch müsste ja auch vorhanden sein. Bedenken sollte man allerdings die Kosten für die Miete der Wasseruhren, Ablesung und Erstellen der Abrechnung. Diese sind umlagefähig. Aber dafür muss es auch Belege geben.

    Übrigens weiß ich aus Erfahrung, dass M vor Gericht gute Chanchen hat. Allerdings sollte ein schriftlicher Widerspruch erfolgen mit angezweifelten Positionen. Eventuell auch noch prüfen, ob noch mehr Kosten vom unnutzbaren Grundstück umgelegt wurden (Grundsteuer z.B. Versicherung... )
    Ich gehe übrigens davon aus, dass es hierbei um die Abrechnung 2005 geht.

    Grüße Brom
     
  4. rjaska

    rjaska Junior Mitglied 22.07.2006, 22:24

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    AW: 3 Mietfälle

    Hi, Brom! Vielen-vielen Dank für deine Antworten. Hier sind gleich die nächsten bezüglich deines Beitrages.

    Zu 1:

    Wo genau steht es, dass Mieter für gesperrte Fläche nicht zahlen müssen? Im Gesetz wohl nicht. Vielleicht in Entscheidugnen? Wo finde ich sie? Und wie?

    Zu 2:

    WIe schon gesagt, fanden die Techniker erstmal keine Verstopfung oder irgend etwas anderes. Den Schaden sehe ich jetzt im Moment in den Kosten, die V für die Arbeit der Techniker bezahlen musste. Darf V diese Kosten von M verlangen?

    Falls bei der nächsten Überprüfung sich herausstellt, dass ein Rohr im Haus falsch verlegt wurde oder kaputt ist oder ähnliches- darf V dann die Reparaturkosten von M verlangen?

    Zu 3:

    Wasserwerke Berlin machen eine Abrechnung für 3 Häuser des V. Im Haus der M gibt es einen Zwischenzähler. Von dem, was in der Rechnung der Wasserwerke steht, werden die Angaben des Zwischenzählers abgezogen- so wird es berechnet. Wie die Angaben am Zwischenzähler abgenommen werden- kann wohl nicht überprüft werden. Die Zahlen standen der M zur Verfügung.

    Aus den Zahlen geht hervor, dass der Wasserverbrauch sich um 34% vergrößert hat. Aber wie kann es sein? Das Problem ist, dass in den Wohnungen der Mieter keine Wasserzähler stehen. Nachvollziehen also, wer wie viel verbraucht hat, ist unmöglich. Genauso wie viel für die Pflege des Gartens und des Hauses verbraucht wurde kann man nicht feststellen.

    Dazu kann M nichts sagen:Kosten für die Miete der Wasseruhren, Ablesung und Erstellen der Abrechnung. Was ist das und wo steht das genau? Auf der Abrechnung der Wasserwerke wohl kaum, oder?

    Es scheint so zu sein, dass alle Zahlen stimmen und M zahlen muss. Gibt es eventuell noch einen Weg für M?

    Vielen Dank.

    Gruß,
    rjaska
     
  5. Brombadegs

    Brombadegs Aktives Mitglied 23.07.2006, 08:48

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    AW: 3 Mietfälle

    hi,

    also wo genau dies steht, weiß ich nicht. Aber du zahlst ja auch nicht für Wohnungen im Haus, welche du nicht bezogen hast. Für mich ist das ganz normal. Ich zahle nicht für etwas, dass ich nicht nutzen kann. Oder würdest du ein Taxi bezahlen, in welches du nie eingestiegen bist?

    Die Kosten für die Techniker könnte M vorerst aufgebrummt bekommen. Hat M so eine Kleinstreparaturklausel im Vertrag stehen? Sollte später ein Verschulden durch V belegbar sein, kann M ja Geld zurück verlangen.

    Beim Wasser würde ich nicht klein beigeben: 34% mehr ist eindeutig zuviel.

    Irgendwo gibts ein Urteil: Ist die Heizkosten- oder Wasserkostenabrechnung nicht genau nachzuvollziehen, kann der Mieter diese pauschal um 15% mindern.
    Bleiben immer noch knapp 20% für M. M sollte selbst entscheiden, ob sie klein bei gibt oder widerspricht.
    Meiner Meinung nach, gehts nicht nur um dieses eine Jahr, sondern um alle Folgejahre. Und wenn der V dann weiß, keiner wehrt sich, dann wirds jedes Jahr häftiger. M sollte auch bedenken, dass dieses Jahr sehr trocken ist und V somit seinen Rasen noch mehr giesen muss als 2005.

    Grüße Brom
     

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