200 000 Euro schwarz verdient - Besteht Nachweispflicht ?

Dieses Thema "ᐅ 200 000 Euro schwarz verdient - Besteht Nachweispflicht ? - Steuerrecht" im Forum "Steuerrecht" wurde erstellt von peersteiner, 24. September 2016.

  1. peersteiner

    peersteiner Aktives Mitglied 24.09.2016, 16:37

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    200 000 Euro schwarz verdient - Besteht Nachweispflicht ?

    Angenommen, Herr M. sei Handwerker.
    Mit 36 Lenzen beschließt Herr M. keine Steuern mehr zu bezahlen.
    Herr M. bezieht eine kleine BU-Rente in Höhe von 600 Euro im Monat.
    Ansonsten verdient er sich durch verschiedenste Geschäfte und Schwarzarbeit Geld dazu -
    ohne jegliche Versteuerung, versteht sich.
    Jetzt wäre Herr M. 48 Jahre alt, und es hätte sich gelohnt : Ein kleines Haus, Wert etwa 125 000 Euro,
    2 Autos, 1 Quad, 1 Motorrad ... besitzt Herr M. .
    Gerade hat er an seinem Haus das Dach für 30 000 Euro neu machen lassen.
    Herr M. würde schätzen, dass er in den 12 Jahren etwa 200 000 Euro am Finanzamt vorbei verschafft hat.
    Nun aber gäbe es Streit mit einem Nachbarn der in etwa ahnt, was Herr M. treibt.
    Der Nachbar will Herrn M. anzeigen, wegen seiner Geschäfte und offensichtlichen Einkünfte.
    Frage : Müßte Herr M. gegenüber dem Finanzamt nachweisen, WOHER die 200 000 Euro stammen,
    oder müßte das Finanzamt Herrn M. mit rauchendem Colt = offensichtlicher Beweis wie Rechnungen oder Fotos .....
    auf frischer Tat ertappen ??
     
  2. fernetpunker

    fernetpunker V.I.P. 24.09.2016, 17:00

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    AW: 200 000 Euro schwarz verdient - Besteht Nachweispflicht ?

    Wenn es eine Anzeige gibt, könnte der Zoll/das FA Nachweis über die Mittel für den Grundstückskauf verlangen.
     
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  3. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 24.09.2016, 18:16

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    Wenn Herr M. keine Auskunft über diese Einkünfte geben kann oder will, macht das Finanzamt eine Schätzung anhand des Verbrauchs, also der Ausgaben, und erlässt einen entsprechenden Steuerbescheid, plus Strafaufschlag und Verzugszinsen, und obendrein dürfte bei diesem Betrag ein Strafverfahren hinzukommen, das mit einer Freiheitsstrafe enden wird, vermutlich zur Bewährung ausgesetzt.

    Insofern hat Herr M. hier richtig ins Klo gegriffen...
     
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  4. peersteiner

    peersteiner Aktives Mitglied 24.09.2016, 21:45

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    AW: 200 000 Euro schwarz verdient - Besteht Nachweispflicht ?

    Es wäre ja auch so, dass Herr M. offiziell lediglich 600 Euro BU-Rente bekäme und alle illegalen Einnahmen als Barmittel ( also NICHT über nachvollziehbare Konten ) vorhält. Allerdings sind ja Haus, Grundstücke und Fahrzeuge nachvollziehbar vorhanden und dies alles ist mit 600 Euro im Monat nicht aufzubringen ...
    Zuletzt bearbeitet: 24. September 2016
     
  5. WeisWas

    WeisWas Star Mitglied 25.09.2016, 10:51

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    AW: 200 000 Euro schwarz verdient - Besteht Nachweispflicht ?

    Herr M. könnte durch den Zuverdienst auch den Anspruch auf seine BU-Rente verlieren
     
  6. Beth82

    Beth82 V.I.P. 25.09.2016, 12:07

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    AW: 200 000 Euro schwarz verdient - Besteht Nachweispflicht ?

    Wurden die Grundstücke und das Haus etwa mit Bargeld bezahlt?
     
  7. peersteiner

    peersteiner Aktives Mitglied 25.09.2016, 12:14

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    AW: 200 000 Euro schwarz verdient - Besteht Nachweispflicht ?

    Da Herr M. sein erschwindeltes Geld NICHT auf dem Konto hätte wäre dem so - Grundstücke, Fahrzeuge, ALLES bar bezahlt.
     
  8. Beth82

    Beth82 V.I.P. 25.09.2016, 12:22

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  9. peersteiner

    peersteiner Aktives Mitglied 25.09.2016, 13:31

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    AW: 200 000 Euro schwarz verdient - Besteht Nachweispflicht ?

    Das wüßte ich nicht, vermuten wir mal : JA
     
  10. peersteiner

    peersteiner Aktives Mitglied 25.09.2016, 17:04

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    AW: 200 000 Euro schwarz verdient - Besteht Nachweispflicht ?

    Ja, DAS ist gut, allerdings wüßte das FA bislang halt nicht, dass es sich um eine Finanzierung aus hinterzogenem Einkommen handelt ... :)
     
  11. Beth82

    Beth82 V.I.P. 25.09.2016, 17:46

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    AW: 200 000 Euro schwarz verdient - Besteht Nachweispflicht ?

    Sollte Herr M. tatsächlich vom Nachbarn angezeigt werden, bestünde ebenfalls die Möglichkeit, dass die Steuerfahndung eingeschaltet wird.
    Hinsichtlich der Aufgaben und Befugnisse dieser Behörde, könnte Herr M. in Erklärungsnot geraten. (milde ausgedrückt)

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  12. WeisWas

    WeisWas Star Mitglied 25.09.2016, 18:54

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    AW: 200 000 Euro schwarz verdient - Besteht Nachweispflicht ?

    Wenn M bis zu seiner BU-Rente stets gut verdient hat, wird er sagen, dass er das bis dahin verdiente Geld damals schon unterm Kopfkissen gehortet hatte.
    Auch könnte er irgendwelche Wertgegenstände gehabt haben, die er zu Geld gemacht hat. Da es für private Belege keine Aufbewahrungspflicht gibt, besteht hier ein weiter Spielraum.

    Na und? Wenn er alles bar bezahlt hat, was soll da aus Kontounterlagen hervorgehen?

    Ich habe es miterlebt, dass der Inhaber eines Unternehmens, das nur Handel ohne Bargeld betrieb, einem Betriebsprüfer, der nicht an Bares glauben wollte, DM 50.000 vorlegte.
    Ist zwar selten, kommt aber immer wieder mal vor, dass Leute Bares bevorzugen.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass das Finanzamt oder die Steuerfahndung ihn am Allerwertesten packt, ist zwar groß, ein guter Steuerberater wird das Finanzamt aber mit einem Nachweisproblem konfrontieren.
    Sobald allerdings Kunden feststellbar und aussagefreudig sind ...

    Wenn der Nachbar nicht weiß, sondern nur ahnt, was Herr M treibt, begibt er sich auf dünnes Eis, wenn er ihn anschwärzt.
     
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  13. Beth82

    Beth82 V.I.P. 25.09.2016, 19:03

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    AW: 200 000 Euro schwarz verdient - Besteht Nachweispflicht ?

    Eine Anzeige kann auch anonym erfolgen und dieser muss das FA ebenfalls nachgehen.
     
  14. aktentasche

    aktentasche Senior Mitglied 25.09.2016, 21:33

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    Ob Herr M. vom Finanzamt hochgenommen wird, wird zuerst von der Qualität der Anzeige abhängen. Je detaillierter die Anzeige ist, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Herr M. demnächst ein Schreiben oder gar Besuch von der Steuerfahnung bekommt. Möglicherweise hat Herr M. in den Vergangenheit vor seinem Nachbarn auch keinen Hehl aus seiner "Nebentätigkeit" gemacht. Das könnte sich jetzt rächen... Die besten Anzeigen kommen von betrogenen Ehefrauen, rausgeschmissenen Buchhaltern oder eben auch ehemaligen Freunden.

    Den letzten Cent wird man Herrn M. sicherlich nicht nachweisen können. Aber ein guter Steuerfahnder kann da mal eine Geldverkehrsrechnung aufmachen, weil er bei der Durchsuchung der Wohnräume des Herrn M. Rechnungen gefunden hat, die die größeren Ausgaben der letzten Jahre dokumentieren. Und dann gibt es da ja auch Autos, Motorräder und Quads.... Oder in der Garage stapelt sich das Werkzeug, das eindeutig keinen Hobbybezug mehr hat. Er wird alle Indizien zusammentragen und dann ein Gesamtbild erstellen.

    Wenn dieses Bild vorliegt, ist zwischen der steuerlichen und der strafrechtlichen Seite zu unterscheiden. Steuerlich kann man da sicher schön etwas zusammenschätzen. Ob die Mehrsteuern dann strafrechtlich relevant sein werden, hängt wieder von der Belastbarkeit der Schätzung und den ganzen Indizien ab, die der Fahnder so sammeln wird.

    Alternativ könnte Herr M. ja überlegen, sich selbst ehrlich zu machen und Selbstanzeige zu erstatten. Sollte sich Herr M. dazu durchringen können, sollte er sich aber unbedingt vorher einen Steuerberater suchen und das weitere Vorgehen besprechen.
     
  15. Clown

    Clown V.I.P. 25.09.2016, 21:44

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    AW: 200 000 Euro schwarz verdient - Besteht Nachweispflicht ?

    Quatsch.
     
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