§172 AO - Antrag auf schlichte Änderung

Dieses Thema "ᐅ §172 AO - Antrag auf schlichte Änderung - Steuerrecht" im Forum "Steuerrecht" wurde erstellt von EinJuraForumNutzer, 6. Dezember 2017.

  1. EinJuraForumNutzer

    EinJuraForumNutzer Neues Mitglied 06.12.2017, 20:48

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    §172 AO - Antrag auf schlichte Änderung

    Mein fiktiver Fall:
    Person A bezieht im betrachteten Steuerjahr nur Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit betragen 0€.

    Das vermietete Objekt wird von Person A verwaltet, sodass für die Korrespondenzen mit den Mietern (Erstellung und Versendung der Betriebskostenabrechnungen, Schadenmeldungen, etc.), Handwerkern und Mietinteressenten Telefonkosten und Büromaterial-Kosten anfallen.
    Außerdem wird auch ein Computer für die gesamte Verwaltungsarbeit benötigt.
    Deshalb setzt Person A diese Kosten (Telefonkosten, Büromaterial, Computer) von der Steuer ab. Versehentlich tut dies Person A unter Anlage N Zeile 41-42, d.h. für „Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit“.

    Nun hat Person A den Steuerbescheid erhalten und musste unter Erläuterungen lesen: „Die Aufwendungen für das Büromaterial, die Telefonkosten sowie die Abschreibung für den Computer stehen in keinem erkennbaren Zusammenhang mit steuerpflichtigen Einnahmen und konnten daher nicht als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit berücksichtigt werden.“

    Jetzt möchte Person A, deren Einkünfte kaum zum Leben reichen, einen Antrag auf schlichte Änderung gemäß §172 AO stellen, da Werbungskosten offensichtlich nicht anerkannt wurden.

    Frage 1) Wie soll Person A den Antrag auf schlichte Änderung (die 4-Wochen-Frist ist noch nicht abgelaufen) begründen, damit eine Berücksichtigung der Werbungskosten erfolgt?

    Frage 2) Reicht als Begründung:
    „Hiermit beantrage ich, Person A, die Änderung des Steuerbescheids vom XXX. Mein Änderungsbegehren bezieht sich auf folgende Punkte:
    Die Aufwendungen für das Büromaterial, die Telefonkosten, sowie die Abschreibung für den Computer sind Verwaltungskosten, die in direktem Zusammenhang (d.h. zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Mieteinnahmen) mit Einkünften aus Vermietung stehen und somit als Werbungskosten im Steuerbescheid unter „Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung“ zu berücksichtigen.
    Bitte korrigieren Sie dies, da die Eintragung unter „Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit" versehentlich erfolgte.“


    Frage 3)

    Ob in Zukunft eine Angabe dieser Werbungskosten unter Anlage V Zeile 49 oder einer anderen Zeile besser wäre, weiß Person A nicht und würde sich auch über Eure Hilfe sehr freuen!
     
  2. Tom998

    Tom998 Star Mitglied 07.12.2017, 08:09

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    Wie der Antrag zu begründen ist, sollte Person A eigentlich am besten beurteilen können. Hier weiß niemand, in welchem Umfang A Kosten geltend gemacht hat und inwieweit diese durch die Vermietung veranlasst sind. "Ein Objekt" kann eine kleine ETW sein oder auch ein MFH mit 36 Wohnungen. Wenn A für die Verwaltung einer kleinen ETW abertausende Euro an Verwaltungskosten geltend macht, sollte er dies auch plausibel begründen können. Beim PC gilt dies ebenso, insbesondere wenn das Ding angeblich nicht privat verwendet wird.
    Es liegt bei A, die Veranlassung der Aufwendungen durch die Vermietung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen.
     
  3. Margarete

    Margarete Star Mitglied 07.12.2017, 12:18

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    2. Variante - aber lohnt sich nur, wenn die V+V über dem Grundfreibetrag liegen, also Steuern anfallen. Wenn nicht, im Folgejahr einfach mal besser aufpassen und die Ausgaben den richtigen Einkünften zuordnen.
    Zeile 49 ist ok.
    M.
     
  4. aktentasche

    aktentasche Senior Mitglied 07.12.2017, 20:34

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    Variante 2 geht grundsätzlich in Ordnung. Der Ast. sollte jedoch deutlich herausstellen, dass es sich lediglich um einen Antrag auf schlichte Änderung handelt. Dies kann in der Betreffzeile oder im Text geschehen. In der jetzigen Formulierung könnte das FA das Schreiben in einen Einspruch umdeuten. Das hätte den Nachteil, dass der Stpfl. bei einer ablehnenden Entscheidung sofort ins gerichtliche Verfahren müsste. Bei einer Ablehnung des Antrags auf schlichte Änderung könnte er dagegen in Einspruch gehen und hätte noch eine außergerichtliche Möglichkeit, die Sache zu klären.

    Zeile 49 wäre im nächsten Jahr möglich. Besser wäre m.E. Zeile 47 "Verwaltungskosten". Für's Ergebnis ist das aber egal.
     
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