Mitarbeiterauswahl: Wissenschaftliche Arbeit empfiehlt allgemeine Intelligenztests für den Werkzeugk

28.04.2009, 11:45 | Arbeitsrecht | Autor: |5 Kommentare


Beitrag Nr. 159497 vom 28.04.2009

Mitarbeiterauswahl: Wissenschaftliche Arbeit empfiehlt allgemeine Intelligenztests für den Werkzeugkasten

Allgemeine Intelligenz und beruflicher Erfolg hängen eng miteinander zusammen: US-amerikanische Personalchefs setzen daher Intelligenztests bei Auswahlverfahren von Mitarbeitern ein. In deutschen Personalabteilungen werden Intelligenztests meist abgelehnt. Zu Unrecht, wie eine Dissertation belegt.

"Je intelligenter ein Mitarbeiter ist, desto eher liefert er gute Arbeit und ist beruflich erfolgreich", dieses Fazit zieht der Bonner Psychologe Jochen Kramer, der für seine wissenschaftliche Arbeit mehr als 200 Studien zusammengetragen und ausgewertet hat. Die Arbeit liefert Aussagen zu Teilbereichen des beruflichen Erfolgs.

Unter die Lupe genommen worden sind Verknüpfungen von Intelligenz und Arbeitsleistung, Intelligenz und beruflicher Lernleistung, Intelligenz und Einkommen sowie von Intelligenz und beruflicher Laufbahn.

Das Ergebnis der Analyse lässt kaum Zweifel offen: Werden Mitarbeiter beispielsweise nach ihrer Intelligenz ausgewählt, erbringen sie zu gut 80 Prozent eine hohe Arbeits- und Lernleistung. Bei reiner Zufallsauswahl liegt diese Quote bei 50 Prozent.

Zusammenfassend kommentiert Jochen Kramer: "Als Personalchef würde ich mir auf jeden Fall ein Bild von der allgemeinen Intelligenz meines zukünftigen Mitarbeiters verschaffen". Davon profitiere auch der Arbeitnehmer, "denn nur wer eine Aufgabe hat, die zu seinen Fähigkeiten passt, wird damit zufrieden".

Weitere Details über diese Dissertation, die an der Universität Bonn an dem Lehrstuhl für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie vorgelegt worden ist, stehen auf Mausklick zum Lesen bereit.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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Bisherige Kommentare zur Nachricht (5)

Humungus  (28.04.2009 16:34 Uhr):
*SSRI reich*
Cephalotus  (28.04.2009 16:13 Uhr):
Der Zusammenhang von Intelligenz und beruflichem Erfolg ist tatsächlich beschrieben, und das schon seit ca. 30 Jahren. Falls du eine positive Korrelation meinst, da ist meine Erfahrung aber irgendwie anders. Und widersprich mir nicht, sonst bekomme ich Depressionen! :D
Humungus  (28.04.2009 12:56 Uhr):
Der Zusammenhang von Intelligenz und beruflichem Erfolg ist tatsächlich beschrieben, und das schon seit ca. 30 Jahren. Da hat ein Psychologe eine Metaanalyse gemacht und damit promoviert (das muss ich meiner Frau sagen, damit sie den Titel nachfordert... ). So what? Hatten wir das nicht schon einmal, dass derart kalter Kaffee als wissenschaftliche Neuerung propagiert wurde? Ach ja, war bei den Leipziger Univisten und der Trennung von Fiktion und Realität.
Dopamin  (28.04.2009 12:50 Uhr):
Es ist doch bekannt, dass Vorgesetzte lieber nicht "zu" intelligente Untergebene haben, damit die ihnen nicht "Konkurrenz" machen (am eigenen Sessel sägen)... Und damit der MA besser kuscht, nimmt man im Zweifel lieber einen Dümmeren...Klar Goldü - das ist die Praxis, aber man kann das ja mal so in die Welt posaunen, so dass jeder glaubt, wer nicht dumm ist und dennoch keinen Job hat MUSS zwingend faul sein Dopamin
Cephalotus  (28.04.2009 11:56 Uhr):
Die Intelligenz meines Werkzeugkastens dürfte nicht wesenlich über der meiner Kaffetasse liegen. beide weisen z. B. deutliche Schwächen in logischem Denken und bei ihren kommunikativen Fähigkeiten auf. :D Oder habe ich da jetzt was falsch verstanden? Kann nicht sein, ich bin ja intelligent :D Viele Grüße, Cephalotus



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