Krisen künftig verhindern: Forscher empfehlen neue Vergütungsmodelle für Manager

01.04.2010, 10:45 | Arbeitsrecht | Autor: | Jetzt kommentieren


Beitrag Nr. 178268 vom 01.04.2010

Krisen künftig verhindern: Forscher empfehlen neue Vergütungsmodelle für Manager

Manager in der Bankenbranche treffen allzu leicht hochriskante Entscheidungen. Der Grund dafür liegt in den Anreizen ihrer Vergütungssysteme, die für Professor Velthuis von der Universität Mainz falsch gesetzt sind. Er fordert, die Vergütung für Manager neu zu gestalten, und den Anteil der variablen Entlohnung zu senken.

Variable Vergütungsanteile sollen gezahlt werden, wenn sie sich an dem Erfolg des Unternehmens orientieren, stellt Dr. Louis Velthuis, Professor für Controlling, klar. Allerdings schränkt er ein: "Die Anreize müssen aber so gesetzt werden, dass nicht in unverhältnismäßig riskante Projekte investiert wird". Manager müssten dafür belohnt werden, wenn "in wertsteigernde Projekte mit adäquatem Risiko" investiert wird.

Für den Betriebswirtschaftler sind "die Anreizsysteme seit Jahren falsch". In den dreißig größten börsennotierten Unternehmen hierzulande setze sich die Vergütung für Manager zu 30 Prozent aus einem Festgehalt und zu 70 Prozent aus den Bonuszahlungen zusammen. Außerdem gestalteten die Führungskräfte ihr Anreizsystem selbst, eine "wirkliche Kontrollinstanz" gebe es nicht: Ein Ansatzpunkt für die Gesetzgebung - aus Sicht von Professor Velthuis.

Nach welchen Prinzipien die Anreizsysteme in der Vergütung für Manager gesetzt werden sollten, hat der Mainzer gemeinsam mit einem Kollegen aus Wien entwickelt: Die am Eigenkapital gemessenen Renditeziele sollten von 10 Prozent auf maximal 5 Prozent gesenkt werden, außerdem sollte eine Verlustbeteiligung der Manager eingeführt werden.

Weitere Informationen darüber, warum die aktuellen Vergütungssysteme für Manager falsche Anreize setzen, können auf Mausklick im Internet gelesen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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