Altersübergang in die Rente: Forscher legen den Finger in die Wunde

13.08.2009, 12:45 | Arbeitsrecht | Autor: | Jetzt kommentieren


Beitrag Nr. 165637 vom 13.08.2009

Altersübergang in die Rente: Forscher legen den Finger in die Wunde

Gesprochen wird viel über die höhere Rentenaltersgrenze mit 67 Jahren: Doch wird es für die meisten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten so werden? Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen und des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) melden vorsichtige Zweifel an.

Gerade einmal 9,2 Prozent der Männer und 5 Prozent der Frauen in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen waren im Jahr 2005 bei dem Eintritt in den Ruhestand 65 Jahre alt: Alle anderen waren jünger.

"Mit Anhebung der Rentenaltersgrenze auf 67 Jahre oder mehr wird keinesfalls das Alter für den Austritt aus dem Beruf automatisch ansteigen", stellen die Wissenschaftler fest, die die Entwicklung der Alterserwerbstätigkeit und die soziale Sicherung im Alter in den letzten zehn Jahren untersucht haben.

Ihre Ergebnisse zeigen beispielsweise eine Polarisierung des Rentenübergangs: Einerseits gibt es Menschen mit hohem Arbeitseinkommen und hohen Rentenansprüchen, die sich vorzeitig aus dem Arbeitsleben verabschieden; auf der anderen Seite gibt es jedoch viele Personen, die vor dem Rentenalter in die Arbeitslosigkeit abgedrängt werden und mangels Alternativen in die Altersrente flüchten müssten.

Wie die Gestaltung des Übergangs von dem Beruf in die Altersrente aussehen könnte, dazu haben die Wissenschaftler Ideen entwickelt, die in einer gerade erschienenen Publikation veröffentlicht worden sind. Ihnen ist es wichtig, den Altersübergang sozialverträglich zu gestalten, um Härten zu vermeiden.

Mehr über das Buch "Ältere Arbeitnehmer: Erwerbstätigkeit und soziale Sicherheit im Alter" kann auf Mausklick im Internet gelesen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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