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Wunderwaffe Joghurt? - Helfen Probiotika bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen?

02.08.2007, 11:00 | Wissenschaft | Autor: idw | 0 Kommentare


Die Ambulanz für chronisch entzündliche Darmerkrankungen am Ulmer Universitätsklinikum führt eine klinische Studie über die mögliche Wirkung von Probiotika bei Patienten mit Morbus Crohn durch.





"Stärken Sie ihre natürlichen Abwehrkräfte!" So oder ähnlich preisen Hersteller von probiotischen Joghurts und Fitnessdrinks ihre Produkte an und versprechen Gesundheit und Wohlbefinden. Probiotika sind lebende Mikroorganismen, meistens handelt es sich um spezielle Stämme von Milchsäurebakterien. Sie sollen für eine optimale Darmflora sorgen und damit Krankheiten vorbeugen oder bekämpfen. Doch was ist dran an diesen Versprechungen?


Die Ambulanz für chronisch entzündliche Darmerkrankungen der Ulmer Universitätsklinik für Innere Medizin I führt hierzu aktuell eine Studie durch: Patienten mit mildem Morbus Crohn werden mit bestimmten Lactobacillen behandelt, einem probiotischem Bakterienstamm, dem ein besonders guter Einfluss auf die Darmflora zugeschrieben wird.


"Wir erhoffen uns neue Erkenntnisse darüber, ob dieser probiotische Bakterienstamm die Krankheitsaktivität und Krankheitssymptome bei Morbus Crohn positiv beeinflussen kann", erklärt PD Dr. Georg von Boyen, der Leiter der Ulmer Spezialambulanz. Bei Patienten mit der milden Form einer anderen entzündlichen Darmkrankheit, der Colitis ulcerosa, ist der positive Effekt einer Therapie mit dem probiotischen Bakterienstamm E. coli Nissle 1917 bereits bewiesen.


Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind entzündliche Darmerkrankungen, die sich in verschiedenen Teilen des Darms ausbreiten und bis heute nicht heilbar sind. In Deutschland sind 420.000 Menschen davon betroffen. Sie leiden an Bauchkrämpfen, blutigen Durchfällen, an Fieberschüben und Gewichtsverlust, mitunter auch an Gelenkschmerzen, Hautveränderungen und Augenentzündungen. Grund dafür sind bis heute nicht gänzlich geklärte Störungen im Abwehrsystem der Darmschleimhaut.


Patienten, die an der Studie interessiert sind, können sich für weitere Informationen an die Studienambulanz wenden (Tel. 0731 - 500 44609).


Gerne vermitteln wir Ihnen Gesprächspartner zu dem Thema.


Mit freundlichen Grüßen,


Petra Schultze


Universitätsklinikum Ulm
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Albert-Einstein-Allee 29
89081 Ulm


Tel: 0731 - 500 43025
Fax: 0731 - 500 43026
E-Mail: petra.schultze@uniklinik-ulm.de


Weitere Informationen:
- http://www.uniklinik-ulm.de/struktur...tsklinikum Ulm

Quelle: idw



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