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Von Vincenz Cerny bis zur Schwerionen-Therapie

21.09.2006, 14:00 | Wissenschaft | Autor: idw | 0 Kommentare

Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie des Universitätsklinikums Heidelberg feiert 100. Geburtstag / Jubiläumsveranstaltung am 25. September 2006





Der Name steht für ein Jahrhundert medizinischen Fortschritts: Die Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie des Universitätsklinikums Heidelberg, auch Czernyklinik genannt, feiert am 25. September 2006 ihr 100-jähriges Bestehen und lädt alle Interessierten zu ihrer Jubiläumsveranstaltung in die Alte Aula der Ruprechts-Karl-Universität Heidelberg ein. Von 9.30 bis 15 Uhr spannen Experten der Strahlentherapie in ihren Vorträgen den Bogen vom Gründer Vincenz Czerny bis zur Zukunft. 1906 legte Vincent Czerny mit der Gründung des Samariterhauses in Heidelberg-Bergheim, einer Heil- und Pflegeanstalt für Krebskranke, den Grundstein für die Heidelberger Radioonkologie.


Der Chirurg, Strahlentherapeut und Krebsforscher Vincenz Czerny war eine der markantesten und fortschrittlichsten Persönlichkeiten des späten 19. Jahrhunderts und leitete seit der Einweihung am 25. September 1906 das Institut für Experimentelle Krebsforschung im Samariterhaus, dem Vorläufer der Czernyklinik. Als einer der ersten erkannte er, "dass Therapieergebnisse durch zusätzliche Strahlen- und Chemotherapie verbessert werden können".


1988 Umzug vom Bergheimer Samariterhaus in die neu erbaute Kopfklinik


Die Czernyklinik im Samariterhaus im Heidelberger Altklinikum entwickelte sich in ihrer 100-jährigen Geschichte zu einer der größten und modernsten Einrichtungen für Radioonkologie und Strahlentherapie weltweit. Im Jahre 1988 zog sie in die neu gebaute "Kopfklinik" auf dem Universitäts- und Klinikumscampus in Heidelberg-Neuenheim, wo sie heute noch als Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie besteht. Ärztlicher Direktor ist seit Oktober 2003 Professor Dr. Dr. Jürgen Debus.


Über 3.500 Patienten werden hier jährlich ambulant und stationär von 35 ärztlichen Mitarbeitern und spezialisiertem Pflegepersonal betreut. Es gibt drei große Bettenstationen mit 60 Betten. Die Klinik verfügt über derzeit 6 Linearbeschleuniger, ein Tomotherapiegerät sowie einer Anlage für intraoperative Strahlentherapie in der Chirurgischen Klinik. Zusätzlich wird das gesamte Spektrum der Brachytherapie angeboten. Czernys Idee lebt weiter in zahlreichen international renommierten Projekten, in der Klinischen Kooperationseinheit Radioonkologie im Deutschen Krebsforschungszentrum und im Aufbau von "Comprehensive Cancer Centers" in Form des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT).


In der langen Tradition der Präzisionsstrahlentherapie, die in Heidelberg entwickelt wurde und breiten Eingang in die klinische Routine gefunden hat, befindet sich derzeit das europaweit einzigartige Zentrum zur Schwerionentherapie, das 2007 den klinischen Betrieb aufnehmen wird. "Das Heidelberger Ionenstrahl Therapiezentrum (HIT) kann somit als "Samariterhaus des 21. Jahrhunderts" betrachtet werden, in der die Symbiose aus Patientenbehandlung, Forschung und Lehre im Rahmen der interdisziplinären Zusammenarbeit fortgesetzt werden wird.


Bei der Jubiläumsfeier in der Alten Aula der Ruprechts-Karl-Universität betrachten die Referenten die Strahlentherapie im Wandel der Zeit näher: Was machte Vincenz Czerny zu einem Wegbereiter der Onkologie und Strahlentherapie? Wo steht die Krebsforschung heute? Wie wichtig sind interdisziplinäre Konzepte in der modernen Radioonkologie und welche Entwicklungen gibt es für die Zukunft? Im Anschluss an die Beiträge wird zum vierten Mal der Anita und Cuno Wieland-Preis für herausragende klinisch-onkologische Forschungsarbeiten verliehen.


Journalisten sind herzlich eingeladen, die Jubiläumsveranstaltung zu besuchen.


Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/pressestelle/pdf/100_Jahre_Czernyklinik_Flyer_offiziell.pdf


Ansprechpartner:
Dr. Stephanie E. Combs
Prof. Dr. Dr. J. Debus
Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie
Tel.: 06221 / 56 82 02 (Sekretariat Prof. Debus)
E-Mail: stephanie.combs@med.uni-heidelberg.de


Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de


Quelle: idw



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