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Universität Erlangen-Nürnberg: Brauchwasser für Megastädte

24.10.2006, 11:00 | Wissenschaft | Autor: idw | 0 Kommentare

Wo Millionen von Menschen auf eng gedrängtem Raum leben, ohne dass die Infrastruktur auf eine so große Bevölkerungszahl zugeschnitten ist, zählt es zu den dringendsten Problemen, sauberes Wasser bereitzustellen und das Abwasser zu entsorgen. An der Universität Erlangen-Nürnberg wird am Lehrstuhl für Strömungsmechanik von Prof. Dr. Antonio Delgado speziell für Metropolräume in asiatischen Schwellenländern eine dezentrale Anlage zur Brauchwasserbereitung entwickelt. Die Hans-Sauer-Stiftung, die den Einsatz innovativer Technik zum Nutzen von Mensch und Umwelt anstrebt, stellt zu diesem Zweck ein Promotionsstipendium zur Verfügung.





Unter der Leitung von Prof. Delgado werden zunächst die wissenschaftlichen und technischen Grundlagen für ein geeignetes Verfahren erforscht, das regelungstechnische, physikalisch-chemische und mikrobiologische Details der Brauchwasserbereitung berücksichtigt. Darauf folgen Entwicklungsschritte zum Bau einer flexiblen, leicht zu bedienenden Anlage, die mit einem zweistufigen Reaktor betrieben und auf der Basis von Fuzzy Logic geregelt werden soll. Da die Anlage für den Einsatz in asiatischen "Megastädten" der Gegenwart und Zukunft bestimmt ist, sind hier besondere Anforderungen zu erfüllen. Empfindliche, reaktionsschnelle Sensoren sollen Überladungen vermeiden. Eine Mischung aus lokaler Bedienung und internetbasierter Ferndiagnose ist vorgesehen. Mehrere Testphasen werden mit der Installation und Erprobung in einem Land in Asien abgeschlossen. Um die soziokulturelle Umgebung in ausreichendem Maße einzubeziehen, werden die Arbeiten am Lehrstuhl für Strömungsmechanik mit einem Forschungsprojekt der Hans-Sauer-Professur für Metropolen- und Innovationsforschung an der Humboldt-Universität Berlin abgestimmt, das Erfinder aus Schwellenländern an Innovationsprozessen in Deutschland beteiligen will.


Die Hans-Sauer-Stiftung fördert Personen und Projekte, die wissenschaftlich-technisch und ökologisch-gesellschaftspolitisch wertvolle Innovationen und Ergebnisse versprechen. Ein Förderschwerpunkt betrifft das Thema "Wasser" und zielt auf neuartige, praktikable Lösungen von Fragen der Wasserversorgung, -reinhaltung und -entsorgung ab. Für das Projekt des Lehrstuhls für Strömungsmechanik fließen erstmals Fördergelder der Stiftung nach Erlangen.


Weitere Informationen für die Medien


Prof. Dr. Antonio Delgado
Lehrstuhl für
Strömungsmechanik
Tel.: 09131/85 -29500
antonio.delgado@lstm.uni-erlangen.de


Quelle: idw



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