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Transport kritisch kranker Kinder als Kongressthema

07.12.2007, 17:00 | Wissenschaft | Autor: idw | 0 Kommentare

Mannheimer Universitäts-Kinderklinik bietet umfassende Erfahrungen als Referenzzentrum / Mitteilung im Auftrag der Veranstalter der "Mannheimer Pädiatrietage"





Das Erkennen, wann ein Kind als kritisch krank einzustufen ist und dann die richtige Therapie zeitgerecht anzuwenden, stellt eine besondere Herausforderung in der Medizin dar. "Insbesondere zählt dazu auch der Notfall im Kindesalter. Hier besteht oftmals eine große Unsicherheit, obwohl doch gerade sicheres Beherrschen der Behandlungsalgorithmen eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist", erklärt Dr. Thomas Schaible, Leiter der Kinder-Intensivstation der Mannheimer Universitäts-Kinderklinik. Um Ärzten, Pflegepersonal und Rettungsdienstmitarbeitern die Gelegenheit zu geben, sich zu dieser Thematik weiterzubilden, veranstaltet die Mannheimer Universitäts-Kinderklinik den Kongress "Mannheimer Pädiatrietage" mit dem Schwerpunkt "Das kritisch kranke Kind".


Die Tagung findet vom 13. bis 15. Dezember im Congress Center Rosengarten in Mannheim statt. Es werden über 1000 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet. Die Mannheimer Pädiatrietage knüpfen an die "Jenaer Pädiatrietage" aus dem vergangenen Jahr an. Die wissenschaftliche Leitung obliegt Dr. Thomas Schaible sowie Dr. Thorsten Doede vom Universitätsklinikum Jena. Diese Veranstaltungsreihe soll sich jährlich fortsetzen, jeweils in einer anderen Stadt, deren Kinderklinik sich als besonderes Referenzzentrum auszeichnet.


Die Mannheimer Pädiatrietage sind eine praxisorientierte Veranstaltung, in welcher schwerpunktmäßig die Themen Unfälle im Kindesalter, Kreislaufversagen, Lungenversagen bei Neugeborenen inklusive der speziellen Situation Zwerchfellbruch, Kreißsaalversorgung und Sepsis mit ihren jeweils kritischen Situationen interdisziplinär erörtert werden sollen. Darüber hinaus werden für Ärzte und Pflegepersonal praktische Reanimationskurse angeboten.


Zusätzlich findet eine europäisch gehaltene Schwerpunktsitzung zum Transport der kritisch kranken Kinder statt. Hierzu können die Mannheimer Mediziner den Kollegen umfassend von ihren Erfahrungen berichten. Seit Ende des vergangenen Jahres ist die Kinderklinik Mannheim im Besitz einer Kinder-Intensivtrage, die mit Spezialgeräten zur Behandlung lungenkranker Kinder ausgerüstet ist. Durch diese sogenannten ECMO-Geräte können Kinder und Neugeborene versorgt werden, deren Lunge für eine selbstständige Atmung nicht ausreicht. Die Abkürzung ECMO steht für "Extrakorporale Membranoxygenerierung", was bedeutet, dass die Aufgaben der Lunge außerhalb des Körpers von einer Maschine übernommen werden. Jährlich werden rund 50 Kinder aus ganz Deutschland und teilweise aus dem Ausland mit Lungenversagen ins Universitätsklinikum Mannheim gebracht, von denen zwei Drittel mit der künstlichen Lunge (ECMO) behandelt werden. Etwa zehn von Ihnen benötigen diese Behandlung bereits während des Transports. Mannheim bietet deutschlandweit das größte Zentrum für die kindermedizinische ECMO-Therapie. Zum Thema Transport kritisch kranker Kinder äußert sich auch eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens: Prof. Dr. h.c. Lothar Späth wird als prominentes Mitglied der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF) e.V., mit der die Kinderklinik Mannheim bei den Transporten kranker Kinder zusammenarbeitet, ein Grußwort halten.


Als weiteres Thema wird es auf dem Kongress etwa um kritisch kranke Neugeborene im Kreißsaal gehen. Hierbei werden die Experten Aspekte diskutieren wie die richtige Bewertung der Befunde von Pränatalmedizinern oder die Behandlung sehr kleiner Frühgeborener im Kreißsaal. Gesundheitspolitisch brandaktuell werden hier auch die Regionalisierung bestimmter Krankheitsbilder und die Mindestzahlen als Qualitätskriterium bei sehr kleinen Frühgeborenen angesprochen.


Medienvertreter sind herzlich eingeladen zur Kongress-Pressekonferenz am Freitag, 14. Dezember, um 10.30 Uhr in die Variohalle des Congress Center Rosengarten. Die Akkreditierung ist über die Kongresshomepage oder via mail an romy.held@conventus.de möglich.


Gesprächspartner:


Prof. Dr. med. Karl-Ludwig Waag
Direktor der Kinderchirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Mannheim


Prof. Dr. med. Horst Schroten
Designierter Direktor der Mannheimer Universitätskinderklinik


Dr. med. Thomas Schaible
Tagungspräsident, Leiter der Kinder-Intensivstation der Mannheimer Universitätskinderklinik


Dr. med. Frederik Loersch
Arzt auf der Neugeborenen-Intensivstation der Mannheimer Universitätskinderklinik und verantwortlich für das Kinder-Transportprogramm KITS


und als Gast:
Prof. Dr. h.c. Lothar Späth
in seiner Funktion als prominentes Mitglied der Deutschen Rettungsflugwacht, die beim Transport kranker Kinder mit der Mannheimer Kinderklinik zusammenarbeitet


Weitere Informationen:
- http://www.conventus.de/paediatrietage2007

Quelle: idw



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