Ricarda Opitz ist neue Referatsleiterin Wissenschaft der Leibniz-Gemeinschaft. Die promovierte Physikerin war zuletzt als Beauftragte für den Forschungsbereich „Struktur der Materie“ bei der Helmholtz-Gemeinschaft tätig.
Bei Leibniz übernimmt sie neben der Referatsleitung die Betreuung der Sektion D der Leibniz-Gemeinschaft - Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften. Ferner gehören die Hochschulkooperationen, Forschungsinfrastrukturen, der Senatsausschuss Forschungsplanung der Leibniz-Gemeinschaft und die Leibniz- Forschungsverbünde zu ihren Aufgaben.
Opitz (43) wurde in Gotha geboren und hat nach dem Physikstudium an der TU Magdeburg ihre Doktorarbeit auf dem Gebiet der Röntgenstrukturanalyse 1998 in der Max-Planck-Arbeitsgruppe „Röntgenbeugung“ an der HU Berlin fertig gestellt. Es folgte u.a. eine Post-Doc-Position am Institute for Atomic and Molecular Physics (AMOLF) der Foundation for Fundamental Research on Matter (FOM) in Amsterdam.
Opitz hat ihre Aufgabe zu Beginn des Monats übernommen.
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 86 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, und Sozialwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen strategisch und themenorientiert. Dabei bedienen sie sich verschiedener Forschungstypen wie Grundlagenforschung, anwendungsorientierter Forschung, wissenschaftlicher Infrastrukturen und forschungsbasierter Dienstleistungen. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Sie pflegt intensive Kooperationen mit den Hochschulen, u.a. über gemeinsame Wissenschaftscampi, und mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Ihre Einrichtungen unterliegen einem maßstabsetzenden transparenten und externalisierten Begutachtungsverfahren. Jedes Leibniz-Institut hat eine Aufgabe von gesamtstaatlicher Bedeutung. Daher fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen etwa 16.800 Personen, davon sind ca. 7.800 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, einschließlich der 3.300 Nachwuchswissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,4 Mrd. Euro, die Drittmittel betragen etwa 330 Mio. Euro pro Jahr.