Auch bei Kindern ist die Diagnose rheumatischer Erkrankungen problematisch, da über den Verlauf dieser Krankheit bei Kindern kaum etwas bekannt ist. Zudem fehlen spezifische Nachweismethoden, um diese Leiden im Labor zu diagnostizieren, so Kongresspräsident Prof. Dr. med. Manfred Gahr. Die Behandlung dieser Erkrankungen ist ebenfalls schwierig, da die meisten gängigen Medikamente nicht für Kinder zugelassen sind. Kinderärzte müssen bei der Verschreibung von Arzneien zudem beachten, dass diese auf den wachsenden Organismus einen negativen Einfluss haben können. Cortisonpräparate beispielsweise hemmen das Wachstum.
Außer der frühen Diagnose begünstigt auch ein gesunder Lebensstil der Patienten den Verlauf rheumatischer Erkrankungen. So haben Studien ergeben, dass das Rauchen einen stark negativen Effekt hat, berichtet Prof. Dr. med. Erika Gromnica-Ihle, Generalsekretärin der DGRh. In einer Untersuchung an über 370.000 Frauen wiesen Wissenschaftler nach, dass Raucherinnen ein um 49 Prozent erhöhtes Risiko hatten, an rheumatoider Arthritis (RA) zu erkranken. Die Studienteilnehmerinnen hatten mit Entwicklung einer RA dabei 20 Jahre lang 25 und mehr Zigaretten täglich konsumiert. Da für Frauen ohnehin ein höheres Risiko bestehe, an rheumatoider Arthritis zu erkranken - 80 Prozent aller Krankheitsfälle betreffen Frauen - sollten sie besonders vor den Folgen des Rauchens gewarnt werden.
TERMINHINWEIS:
Patientenforum
Samstag, 17. September 2005, 10.30 - 14.00 Uhr
Internationales Congress Center Dresden, Plenarsaal, Ebene 1
Ostra-Ufer 2, 01067 Dresden
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