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Nervenzellen durch Aktivierung vor schädlicher Erregung schützen

12.01.2012, 17:10 | Wissenschaft | Autor: idw | 0 Kommentare


Förderpreis der Alzheimer Forschung Initiative für Marburger Pharmazeuten Carsten Culmsee

Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) unterstützt seit dem Jahresanfang 2012 den Marburger Wissenschaftler Professor Dr. Carsten Culmsee in seiner Forschungsarbeit. Die aktuelle Studie des Professors für klinische Pharmazie und seiner Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit dem Schutz von Nervenzellen bei Alzheimer. Sie wird von der AFI aus Spendengeldern für die kommenden zwei Jahre mit 70.000 Euro gefördert. Aus 55 eingereichten Forschungsvorhaben wählte der Wissenschaftliche Beirat der AFI die sieben besten Projekte zur Förderung aus, eines davon an der Philipps-Universität Marburg.
Spezielle Kaliumkanäle schützen im gesunden Gehirn die Nervenzellen vor übermäßiger und schädigender Erregung. Dieser Schutz geht im Gehirn von Alzheimer-Patienten möglicherweise verloren. Die Forschergruppe um Carsten Culmsee am Institut für Pharmakologie und Klinische Pharmazie der Philipps-Universität Marburg möchte im Rahmen des Projekts mit dem Titel „KCa2 Kanäle als neue therapeutische Zielstrukturen in der Alzheimer-Therapie“ untersuchen, ob die gezielte Aktivierung dieser speziellen Kalium-Ionenkanäle schädliche Prozesse im Gehirn aufhalten kann. Innerhalb der Projektlaufzeit von zwei Jahren soll sich zeigen, ob der neue therapeutische Ansatz der Aktivierung funktioniert und ob das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit dadurch aufgehalten werden kann.
Die Alzheimer Forschung Initiative (AFI) ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Seit 1995 fördert die AFI mit Spendengeldern Forschungsprojekte engagierter Alzheimer-Forscher und stellt kostenloses Informationsmaterial für die Öffentlichkeit bereit. Ziel ist es, durch Förderung der Alzheimer-Forschung das Verständnis für die Krankheit zu erweitern, um damit neue Vorbeuge,- Diagnose- und Therapieansätze für die Praxis der Zukunft zu ermöglichen. Die AFI fördert ab 2011 sieben Wissenschaftler/innen. Die aktuellen Arbeiten beschäftigen sich mit innovativen Ansätzen in der Alzheimer-Vorbeugung, natürlichen Schutzfaktoren gegen Alzheimer, der Alzheimer-Ursachenforschung und mit genetischen Faktoren bei der erblichen Form der Erkrankung. (Christine Kerzel)

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Carsten Culmsee, Institut für Pharmakologie und Klinische Pharmazie
Tel: 06421/28-25780
Email: carsten.culmsee@staff.uni-marburg.de

Weitere Informationen:
- http://www.uni-marburg.de/fb16/pharm...pen/ag_culmsee
- http://www.alzheimer-forschung.de/presse/index.htm

Quelle: idw



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