Nano-Sicherheit: Neue Plattform für Gutachten und Forschung

18.01.2013, 12:10 | Wissenschaft | Autor: | Jetzt kommentieren


Nanotechnologien ermöglichen heutzutage eine Vielzahl von industriellen Innovationen. Jedoch birgt die Verwendung von Nanopartikeln oder –materialien gewisse Risiken, die untersucht und kontrolliert werden müssen. Aus diesem Grund hat das INERIS (französisches Institut für Umweltschutz und Umweltgefahren in der Industrie) den Aufbau einer in Frankreich einzigartigen Plattform zur Intensivierung der Expertise und der Forschung im Bereich Nanotechnologien beschlossen.

Die Plattform befindet sich in der Region Picardie und wird teilweise mit finanzieller Unterstützung dieser Region aufgebaut. Sie wird 400 m2 umfassen und sich aus vier Laboren zusammensetzen. Sie wird des Weiteren über geschlossene Apparaturen verfügen, durch die eine Verstaubung durch Nanopartikel vermieden wird. Die Plattform soll 2014 voll funktionsfähig sein.

Sie wird sich insbesondere mit Messverfahren für Nanomaterialien und der Einschätzung des Risikopotentials chemischer Substanzen im Rahmen der industriellen Sicherheit beschäftigen. Untersucht werden sollen insbesondere:
• Die Sicherheitsparameter von Nanopartikeln (Brennbarkeit, Explosivität)
• Das Potenzial für Emissionen von Nanopartikeln in die Umgebungsluft während des gesamten Lebenszyklus von Produkten und Materialien (von der Herstellung, über die Nutzung bis hin zum Recycling)
• Die Entwicklung von Instrumenten zur Messung und Charakterisierung von Nanomaterialien
• Das Verhalten pulverförmiger Nanomaterialien (Ausbreitung in die Umgebungsluft, etc.)
• Die Klassifizierung und Zertifizierung der besten, verfügbaren Techniken zum Schutz der Akteure, die in Laboren und Industriezweigen tätig sind, die mit Nanopartikeln arbeiten.
Diese Plattform wird die drei Zentren der Integration von Forschung und Industrie ergänzen, die im Rahmen der Initiative Nano-INNOV ausgewählt wurden: Grenoble, Saclay (in der Umgebung von Paris) und Toulouse. Sie steht sowohl Forschern aus Partnereinrichtungen des INERIS, insbesondere der technischen Universität von Compiègne und der Universität Jules Verne in der Picardie, als auch Unternehmern zur Verfügung.

Das im Rahmen des Programms Zukunftsinvestitionen ausgewählte Exzellenzlabor SERENADE plant bereits die Nutzung dieser Plattform. SERENADE zielt auf die umweltgerechte Gestaltung innovativer Nanomaterialien am Ende des Lebenszyklus eines Produkts bzw. während des Recyclings und auf den Schutz der Gesundheit von Fachleuten und Nutzern ab. Das Labor wird von der Paul Cézanne Universität Aix-Marseille III geleitet. Das INERIS, Partner der Initiative, arbeitet bereits seit vielen Jahren an der Nano-Sicherheit. Die Forscher untersuchen die Risiken von Nanomaterialien für die Gesundheit und ihre Auswirkungen auf die Natur (Ökotoxikologie). 2011 hat das Institut das Bezugswerk Nano-CERT erarbeitet, in dem die Akteure und Instrumente zur Sicherung der Arbeitsplätze aufgelistet sind.

Quelle:
Pressemitteilung des INERIS – 18.12.2012 -

Redakteurin:
Elodie Parisot, elodie.parisot@diplomatie.gouv.fr

Quelle: idw


Weitere Nachrichten zum Thema

Ähnliche Themen in den JuraForen


Kommentar schreiben

47 - Ei/ns =

Bisherige Kommentare zur Nachricht (0)

(Keine Kommentare vorhanden)



Fragen Sie einen Anwalt!
Anwälte sind gerade online.
Schnelle Antwort auf Ihre Rechtsfrage.

JuraForum-Newsletter

Kostenlose aktuelle Urteile und Rechtstipps per E-Mail:

Top 10 Orte in der Anwaltssuche

JuraForum-Suche

Durchsuchen Sie hier JuraForum.de nach bestimmten Begriffen:

© 2003-2017 JuraForum.de — Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung, Verbreitung oder Nutzung für kommerzielle Zwecke.