Martin-Luther-Universität bringt Gründungsinitiative Scidea auf den Weg

24.10.2007, 17:00 | Wissenschaft | Autor: | Jetzt kommentieren


Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) hat einen weiteren Schritt in Richtung Verwertung entwicklungsintensiver Forschung getan: Mit Scidea hat die Universität ein Projekt auf den Weg gebracht, das einen weiteren Baustein im ganzheitlichen Ansatz der Gründungsförderung der MLU darstellt. Es gilt in erster Linie, die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Hochschulen in den regionalen Innovationsfeldern zu intensivieren und innovative Ideen aus der Wissenschaft zu verwerten.





Scidea wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) im Rahmen des Förderprogramms EXIST III - Existenzgründung aus der Wissenschaft für drei Jahre gefördert. Scidea will Wissenschaftlern in Sachsen-Anhalt den Weg in die unternehmerische Praxis ebnen und umgekehrt den Unternehmen Zugang zu wissenschaftlichen Forschungsleistungen ermöglichen. Es gilt die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Hochschulen in den regionalen Innovationsfeldern zu intensivieren und ein Forum für Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft zum interdisziplinären Gedankenaustausch zu schaffen. Die intensive Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft hat eine besondere Bedeutung, wenn es darum geht, Forschungsergebnisse und Erfindungen mit Verwertungspotential zu erkennen und daraus erfolgreich und schnell marktfähige Produkte zu entwickeln und wachstumsstarke Gründungen zu fördern.


Unter der Leitung von MLU-Professor Reinhard Neubert verfolgen die Projektmitarbeiter folgenden Ansatz: Grundlegend sollen Forscher und Wissenschaftler in ihren Kooperationsbestrebungen unterstützt werden. Die Konzentration liegt vornehmlich auf den regionalen Innovationsfeldern, die gleichzeitig in den Forschungsexzellenzen der Hochschulen und Forschungseinrichtungen der Region eine Entsprechung haben: Life Sciences, Chemie und Neue Werkstoffe, Erneuerbare Energien und Automotive. Die Bereiche BioNano und Kommunikation / Medien / Design bilden eine Querschnittsfunktion für die Wertschöpfung in verschiedenen Wirtschaftsbereichen.


Eine Schlüsselfunktion haben für die Ideenfindung die persönliche Kommunikation mit Wissenschaftlern sowie regelmäßige interdisziplinäre Trendforen und Kreativworkshops. In Bezug auf die Ideenbewertung haben die Wissenschaftler die Gelegenheit in so genannten "Innovators' Pitches" ihre Ideen frühzeitig vor externen Experten und Gutachtern aus Wissenschaft und Wirtschaft zu präsentieren. Im Ergebnis werden die Verwertungsoptionen ermittelt. Ergibt sich daraus ein wirtschaftlich vielversprechendes Gründungsvorhaben, wird das Produkt in Inkubatoren weiterentwickelt, um es zeitnah zu vermarkten. Bei den Inkubatoren handelt es sich je nach Wirtschaftsfeld um Büroräume, Labore oder technische Infrastruktur, die von Scidea zur Verfügung gestellt werden. "Mit dem Projekt Scidea ermutigen wir unsere Wissenschaftler, ihre Forschungsergebnisse in innovative Gründungsideen umzusetzen und stärken damit die Verzahnung mit der regionalen Wirtschaft.", konstatiert Professor Joachim Ulrich, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs an der MLU.


Der Name Scidea setzt sich zusammen aus den lateinischen Begriffen "scientia"
(Wissenschaft) und "idea" (Idee). Weitere Informationen unter .


Der ganzheitliche Ansatz der Gründungsförderung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU):


Im ganzheitlichen Ansatz der Gründungsförderung agiert das Institut für Innovation und Entrepreneurship an der MLU, als Koordinator der Schwesterprojekte futurego. Sachsen-Anhalt, Hochschulgründernetzwerk UNIVATIONS Sachsen-Anhalt und Scidea. Diese unterscheiden sich sowohl hinsichtlich ihrer Zielgruppen als auch in den Zielsetzungen. Während sich futurego. Sachsen-Anhalt ausschließlich an Schüler richtet und unternehmerisches Denken in jungen Köpfen fördert, ist UNIVATIONS als Hochschulgründernetzwerk eine Kontakt-, Beratungs- und Qualifizierungsstelle für Studierende und Akademiker. Mit Gründerakademien und einer virtuellen Gründercommunity hat UNIVATIONS sowohl on- als auch offline ein Forum für potenzielle Existenzgründer und Hochschul-Spin-Offs geschaffen. Scidea richtet sich als drittes Modul der Gründungsförderung an wissenschaftliche Mitarbeiter und Doktoranden sowie an Unternehmer. Ziel ist es, Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft zu vernetzen und innovative Ideen aus der Wissenschaft zu generieren, die dann in Inkubatoren zu Produkten weiterentwickelt und marktfähig gemacht werden. Die Konzentration liegt vornehmlich auf den regionalen Innovationsfeldern Life Sciences, Chemie und Neue Werkstoffe, Automotive, Erneuerbare Energien. Die Bereiche BioNano und Kommunikation / Medien / Design erfüllen eine Querschnittsfunktion für die Wertschöpfung in verschiedenen Wirtschaftsbereichen.


Projektkoordination:
Dr. Susanne Hübner
Tel.: 0345 55 22940
E-Mail:


Weitere Informationen:
- http://www.scidea.de

Quelle: idw


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