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Kolloquium der Leopoldina und der Académie des sciences über angeborene Immunität vom 2.-5. 9. 2007

01.08.2007, 16:00 | Wissenschaft | Autor: idw | 0 Kommentare


Infektionskrankheiten sind weltweit die Todesursache Nummer eins: Etwa 17 Millionen Menschen sterben pro Jahr durch Viren, Bakterien oder Parasiten. Eine erfolgreiche Abwehr von Krankheitserregern durch das Immunsystem erfolgt nach zwei Prinzipien: durch die angeborene Immunität (innate immunity) und die erworbene Immunität (adaptive immunity), die sich erst nach der Geburt entwickelt. Im Rahmen des Kolloquiums "Innate Immunity And Its Interface With Adaptive Immunity" (Schnittstellen zwischen angeborener und erworbener Immunität) werden von Experten aus Deutschland, England, Frankreich, Italien, Japan und den USA in St. Odile im Elsass neueste Forschungsergebnisse zu diesem Themenkomplex vorgestellt.





Die Themen des Kolloquiums sind:
o Evolution der angeborenen Immunität: Wirbellose (Evolution of Innate Immunity. Invertebrates)
o Toll-ähnliche Rezeptoren und Signaltransduktion (Toll-Like Receptors and Signaling)
o Abwehr von Bakterien und Parasiten (Defense against Bacteria and Parasites)
o Neutrophile und Pathogene (Neutrophils and Pathogens)
o Regulation der erworbenen und der angeborenen Immunität (Regulation of Adaptive and Innate Immunity)
o NK-Zell-Rezeptoren und ihre Funktionen (NK Cell Receptors and Functions)
o Spezifität der Wechselwirkungen zwischen Dendritischen Zellen und T-Zellen (Specificity of DC / T Cell Interactions)
o Mediatoren/Regulatoren der angeborenen und der erworbenen Immunität (Mediators/ Regulators of Innate and Adaptive Immunity)


Das Verständnis der Mechanismen und des Zusammenspiels von angeborener und erworbener Immunität wird dazu beitragen, Erkenntnisse für die Entwicklung neuer Medikamente und Impfstoffe zu gewinnen und damit neue Wege für die Bekämpfung verschiedenartigster Infektionskrankheiten zu beschreiten, von Grippe und AIDS über Cholera bis hin zu Malaria.


Die Tagung geht auf die Initiative des Präsidenten der Leopoldina, Professor Dr. Volker ter Meulen, und des Präsidenten der Académie des sciences, Professor Dr. Jules Hoffmann, zurück. Jules Hoffmann ist seit 1988 Mitglied der Leopoldina-Sektion Genetik/Molekularbiologie und Zellbiologie.


Es ist bereits die dritte gemeinsame Tagung von Leopoldina und Académie des sciences zu einem mikrobiologisch-immunologischen Themenkomplex. Drei weitere Tagungen beider Akademien hatten in den Jahren 2001 und 2005 mathematische und chemische Fragestellungen zum Thema.


Veranstaltungsort ist Mont Sainte-Odile - 67530 Ottrott - Frankreich


Das vollständige Programm ist im Internet abrufbar unter:



Die Leopoldina dankt der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Essen, und der Boehringer Ingelheim GmbH, Ingelheim, für die Unterstützung des Symposiums.


Zur Akademie Leopoldina
Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina (gegründet 1652 in Schweinfurt) mit Sitz in Halle an der Saale (seit 1878) ist eine überregionale Gelehrtengesellschaft mit gemeinnützigen Aufgaben und Zielen. Sie fördert inter- und transdisziplinäre Diskussionen durch öffentliche Symposien, Meetings, Vorträge, die Arbeit von Arbeitsgruppen, verbreitet wissenschaftliche Erkenntnisse, berät die Öffentlichkeit und politisch Verantwortliche durch Stellungnahmen zu gesellschaftlich relevanten Themen, fördert junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, und sie betreibt wissenschaftshistorische Forschung.


Der Leopoldina gehören zurzeit 1 250 Mitglieder in aller Welt an. Drei Viertel der Mitglieder kommen aus den Stammländern Deutschland, Schweiz und Österreich, ein Viertel aus 30 weiteren Ländern. Zu Mitgliedern werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus naturwissenschaftlichen und medizinischen Disziplinen sowie aus den Kultur-, Technik-, empirischen Geistes-, Verhaltens- und Sozialwissenschaften gewählt, die sich durch bedeutende Leistungen ausgezeichnet haben. Unter den derzeit lebenden Nobelpreisträgern sind 33 Mitglieder der Leopoldina.


Quelle: idw



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