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Kein Jota und kein Häkchen: UDE-Tagung zum christlich-jüdischen Dialog

08.02.2012, 17:10 | Wissenschaft | Autor: idw | 0 Kommentare


Ganz im Zeichen des christlich-jüdischen Dialogs steht ein internationales Symposium der Universität Duisburg-Essen vom 13. bis 15. Februar. Auf dem Hintergrund frühjüdischer Theologie diskutieren etwa dreißig Teilnehmer aus dem deutschen und englischsprachigen Raum über das Gesetzesverständnis der Logienquelle. Die Tagung „Kein Jota und kein Häkchen des Gesetzes werden vergehen“ wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert und von Prof. Dr. Markus Tiwald, Institut für Katholische Theologie organisiert.

Im Mittelpunkt steht die archaisch anmutende Theologie der „Logienquelle“, einer frühen jüdisch-christlichen Überlieferung, die auch für die „Großevangelisten“ Matthäus und Lukas maßgebend war. Prof. Tiwald: „Die Logienquelle versetzt uns in die glückliche Lage, ein Stück der Frühgeschichte des Urchristentums rekonstruieren zu können.“ Sie spiegeln die Situation in den Gemeinden noch vor dem Bruch mit dem Judentum wider, den Matthäus und Lukas dann gegen Ende des ersten Jahrhunderts theologisch in ihren Evangelien verarbeiteten. In der Logienquelle 16,17 kann dagegen noch davon gesprochen werden, dass „kein Jota und kein Häkchen des jüdischen Gesetzes vergehen werden“.

Der besondere Reiz dieses Symposions liegt darin, so Prof. Tiwald, dass Judaisten und christliche Bibelwissenschaftler interdisziplinär zusammenarbeiten, um die große Nähe, die das Frühchristentum an das Frühjudentum band, näher zu untersuchen. So wird etwa der Wiener Judaist Prof. Günter Stemberger über die Pluriformität des Frühjudentums referieren oder Prof. Johann Maier (Judaistik Köln) über die revolutionären Textfunde von Qumran (Israel). Prof. Christoph Heil (Graz), einer der international renommiertesten Experten für die Logienquelle, wie auch Prof. Paul Foster (Edinburg), ein Experte für das Matthäusevangelium, setzen die frühchristlichen Texte dazu in Beziehung. Tagungsort ist die Akademie Wolfsburg in Mülheim.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Markus Tiwald, Tel. 0201/183-3491, markus.tiewald@uni-due.de

Redaktion: Beate H. Kostka, Tel. 0203/379-2430

Weitere Informationen:
- http://www.uni-due.de/katheol/NT-Symposion.shtml

Quelle: idw



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