Vortrag der indischen Frauenrechtlerin Pawan Surana im Ethikzentrum
der Universität Tübingen
Am 14. Juli 2010 um 18.15 Uhr wird die renommierte indische Frauenrechtlerin Prof. Dr. Pawan Surana einen öffentlichen Vortrag am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universität Tübingen, Wilhelmstraße 19, halten. In ihrem deutschsprachigen Vortrag mit dem Titel „Traditionen, Wünsche, Wirklichkeit – Indische Frauen zwischen Vergangenheit und Gegenwart“ spricht Pawan Surana über die unterschiedlichen Facetten der Situation von Frauen in Indien sowie konkrete soziale und politische Lösungsansätze. Dazu lädt das IZEW gemeinsam mit dem Staatsministerium Baden-Württemberg, Terre des Femmes und der Gleichstellungsbeauftragten der Universität Tübingen sehr herzlich ein.
Die Situation vieler Frauen in Indien ist auch nach Jahren der Modernisierung prekär. Einerseits gibt es immer mehr Frauen, die studieren und später erfolgreich einen Beruf ausüben. Andererseits lebt aber die überwiegende Anzahl von Mädchen und Frauen immer noch in starker Abhängigkeit von Traditionen ohne Zugang zu Schule, Bildung oder einem selbstbestimmten Leben.
Pawan Surana ist eine der prominentesten Frauenrechtlerinnen Indiens und eine exzellente Kennerin der Situation indischer Frauen und Mädchen. Sie hat in Deutschland Germanistik studiert und lebt in Jaipur im indischen Bundesstaat Rajasthan. Viele Jahre war sie dort Vorsitzende der "Frauenkommission" (Women's Commission) und organisierte öffentliche Anhörungen zu Menschenrechtsverletzungen an Frauen. Prof. Pawan Surana leitet heute die Kampagne gegen Mädchenabtreibung in Rajasthan und ist Unterstützerin des UNICEF-Bildungsprogrammes.
„Die Umsetzung von Frauenrechten dient der Stärkung von Menschenrechten und Demokratie, aber auch der Entwicklung von Frieden und Bildung. Daher sollten wir besonders jenen zur Seite stehen, die Frauen- und Menschenrechte aus dem Kontext ihrer jeweiligen Kultur her entfalten und durchsetzen“, unterstreicht Prof. Regina Ammicht Quinn, Staatsrätin für interkulturellen und interreligiösen Dialog sowie gesellschaftliche Werteentwicklung der Landesregierung Baden-Württemberg, die Bedeutung von Pawan Suranas Engagement. „Dass sie in Deutschland Germanistik studiert hat, dürfen wir zudem als ein ermutigendes Zeichen für gegenseitiges Interesse und interkulturellen Dialog würdigen.“
Im Anschluss an den Vortrag lädt Regina Ammicht Quinn zu einem Empfang ein.
Das 1990 gegründete IZEW ist ein interdisziplinär und international ausgerichtetes Forschungszentrum der Universität Tübingen, das ethische Fragen untersucht, die sich in und aus den Wissenschaften ergeben. Neben der Forschung widmet sich das IZEW der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und dem Transfer von Forschungsergebnissen der Ethik in die Universität und die Öffentlichkeit.
Kontakt:
Julia Krumm
Universität Tübingen
Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW)
Wilhelmstr. 19
72074 Tübingen
Telefon: +49(0)7071/29-77988
Fax: +49(0)7071/29-5255
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Quelle: idw
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