Im Alter von 69 Jahren verstarb am 6. Januar 2010 nach schwerer Krankheit der Maler, Grafiker, Bildhauer und verdienstvolle Hochschullehrer der Hochschule Lausitz (FH), Professor Gerhart Lampa.
Anderthalb Jahrzehnte lehrte der bekannte Künstler an der Hochschule. Dabei war es ihm stets ein besonderes Anliegen, den Studierenden die Erweiterung ihrer gestalterischen Fähigkeiten zu vermitteln und ihnen damit neben dem praktischen Rüstzeug eine ästhetische und ethische Sichtweise mitzugeben.
Am 11. August 1940 in Magdeburg geboren, war Gerhart Lampa nach seiner Berufsausbildung und dem Militärdienst Anfang der sechziger Jahre Autokranfahrer auf der Großbaustelle Schwarze Pumpe und arbeitete ab 1963 im Malsaal des Theaters Cottbus. Von 1966 bis 1970 studierte er Kunstpädagogik und Germanistik an der Pädagogischen Hochschule Dresden, um danach für zehn Jahre das Kreismuseum Senftenberg als Direktor zu leiten. An der Humboldt Universität Berlin absolvierte er ein Fernstudium der Geschichte. Freiberuflich arbeitete er von 1980 bis 1990 als Maler und Grafiker. Ab 1991 wirkte er als Malsaalvorstand am Theater Senftenberg.
Im Jahre 1996 erhielt er im Fachbereich Architektur der damaligen Fachhochschule Lausitz den Lehrauftrag "Freies Zeichnen" und später in der Informatik den Lehrauftrag "Grundlagen der visuellen Gestaltung". Ende 2002 bestellte die damalige Präsidentin der Hochschule, Brigitte Klotz, den Künstler für die Dauer von fünf Jahren zum Honorarprofessor für visuelle Kommunikation. Im Studiengang Informatik gab Professor Lampa in den Fächern Grundlagen der Gestaltung und Screen Design sein Wissen an die Studierenden weiter.
Sein Verdienst bestand insbesondere in der Ausprägung einer künstlerisch ästhetischen Sichtweise in den Entwicklungsprozessen für interaktive Systeme bei den Studierenden. Daneben gewährte er mit mehreren Ausstellungen seiner Werke an der Hochschule Einblicke in sein bedeutendes künstlerisches Schaffen. Ein besonderes Anliegen war für Professor Lampa auch die Unterstützung sozialer Einrichtungen. Mit dem Verkauf zahlreicher Bilder stellte er beachtliche Spendenmittel zur Verfügung und trug damit zum Gelingen vieler Projekte bei.
Die Hochschulleitung würdigte das Wirken von Professor Lampa mit der Bestellung zum Honorarprofessor auf Lebenszeit. Obwohl damit nach Erreichen der Altersgrenze keine Lehrverpflichtung verbunden war, setzte er seine verbliebene Kraft bis zuletzt hoch engagiert für die studentische Ausbildung ein.
"Mit Professor Gerhart Lampa verliert die Hochschule Lausitz einen geschätzten, durch sein Auftreten und Engagement bei den Studierenden, Lehrenden und Angehörigen der Hochschule außerordentlich beliebten und geachteten Hochschullehrer und Kollegen", erklärt der Präsident der Hochschule Lausitz, Prof. Dr. Günter H.Schulz.
Quelle: idw
Nachricht per E-Mail verschicken:
Kommentare (0):
Es sind keine Kommentare zu "Hochschule Lausitz trauert um Professor Gerhart Lampa" vorhanden.