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Heidelberger Preisregen

09.06.2009, 13:00 | Wissenschaft | Autor: idw | 0 Kommentare


Der beste deutsche Nachwuchs für die Textil- und Bekleidungsbranche kommt von der Hochschule Niederrhein


Von den drei Stipendien, die die Wilhelm-Lorch-Stiftung der deutschen Textilwirtschaft in diesem Jahr zu vergeben hatte, gehen zwei nach Mönchengladbach, von den drei Förderpreisen für Wirtschaft und Marketing ebenfalls zwei. Beim Preisgeld sind es 20.000 von 50.000 Euro, die Studentinnen und Absolventinnen der Hochschule Niederrhein bei der Prämiierung der Nachwuchstalente in Heidelberg einstrichen. Soviel wie keine andere deutsche Ausbildungsstätte. Nur in der Kategorie "Kreation" ging man diesmal leer aus.


Obwohl: Kreativität wird man der 24jährigen Yesim Sinan aus Aachen nicht absprechen können, die in ihrer Mönchengladbacher Abschlussarbeit nicht nur die Geschichte des T-Shirts erzählt, sondern auch eine eigene Kollektion "Intoleriert Intoleranz" geschaffen hat. Ausgehend von der Beobachtung, dass das T-Shirt auch als Kommunikations- und Identifikationsmittel seines Trägers genutzt werde, bedruckte sie ihre Shirts mit witzig-frechen Sprüchen wie "Maximalpigmentiert" oder "Kümmel & Knoblauch im Bauch". Sie sollen, so die Deutsch-Türkin, auf die Absurdität rassistischer Vorurteile hinweisen und zum Dialog der Kulturen beitragen. Nach einer Fortbildung in London, wo sie sich derzeit aufhält, will die Absolventin die Realisierung ihrer Kollektion in Angriff nehmen. Das Preisgeld der Lorch-Stiftung (4.000 Euro) kommt dafür gerade zum richtigen Zeitpunkt.


Die weiteren Preisträger der HN und ihre prämiierten Arbeiten: die 28jährige Carolin Huber entwickelte verschiedene Jacquard-Entwürfe in unterschiedlichen Materialkonstruktionen, die 24jährige Julia Müller befasste sich hoch innovativ mit der Entwicklung neuartiger Oberflächenausrüstungen im Hinblick auf ihre wasser- und schmutzabweisende Wirkung. Dafür erhielt sie ebenso ein Stipendium über 6.000 Euro wie die 23jährige Vivien Fischer, die historische Blaudruckmuster zeitgenössisch interpretierte. Beide wollen mit den Fördermitteln jetzt ihr Masterstudium finanzieren.


Quelle: idw



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