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Greifswalder Plasmaforschung soll an den Markt - Bundesförderung für Ideen mit Zukunft

10.12.2007, 09:00 | Wissenschaft | Autor: idw | 0 Kommentare

Das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP Greifswald e.V.) wird im nächsten Jahr seine Forschungsaktivitäten strategisch auf wirtschaftliche Verwertung prüfen. Das INP Greifswald hat die erste Auswahlrunde in einem Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gewonnen. Mit dem Förderprogramm "Forschung für den Markt im Team" (ForMaT) soll der Wissens- und Technologietransfer in die Wirtschaft beschleunigt werden. Dabei geht es um die Stärkung von Unternehmen und der regionalen Infrastruktur. Von den über 80 Antragstellern erhalten 30 eine Förderung, insgesamt drei davon in Mecklenburg-Vorpommern.





"Unsere angewandte Grundlagenforschung liefert Ergebnisse, die für die Industrie relevant sind. Mit dieser Förderung fokussieren wir nun ausgewählte Arbeiten und binden direkt betriebswirtschaftliches Know-How mit ein" sagt Prof. Klaus-Dieter Weltmann, Direktor des INP. Seine Kompetenz beim Transfer von Forschungsergebnissen stellte das INP bereits in der Vergangenheit unter Beweis. Mit der neoplas GmbH, dem Transferzentrum des Instituts, und der neoplas control GmbH, einem Unternehmen auf dem Gebiet der Hightech-Messgeräte, gibt es bereits zwei erfolgreiche Ausgründungen.


Innovative plasmagestützte Prozesse bei Atmosphärendruck für unterschiedliche industrielle Anwendungen bilden den Kern, denn diese können den Anwenderkreis der Plasmatechnologie erheblich erweitern. Unterschiedliche Konzepte zu Erzeugung und Betrieb der erforderlichen Plasmaquellen sind inzwischen am INP entwickelt und untersucht worden, nun sollen sie hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit und Verwertbarkeit genauer unter die Lupe genommen werden, weitere neue interessante Ideen für die noch erforderliche Forschung und Entwicklung abgeleitet werden. Die zunächst im Fokus stehenden Anwendungsfelder sind die Oberflächenmodifizierung, die antimikrobielle Behandlung und die Abgasreinigung.


Dr. Ronny Brandenburg, Projektleiter am INP, ist sich sicher, Unternehmen aus der Region als Partner zu gewinnen: "Unser klares Ziel in dem Projekt ist die Verwertung. Wir müssen aber im Einzelfall entscheiden, ob dazu eine neue Ausgründung oder die enge Partnerschaft mit bestehenden Unternehmen erforderlich ist."


Das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP) betreibt in der Niedertemperaturplasmaphysik Forschung und Entwicklung von der Idee bis zum Prototyp.
Mit derzeit etwa 130 Mitarbei¬tern ist das INP die größte außeruniversitäre Einrichtung Europas auf diesem speziellen Forschungsgebiet. Dabei arbeitet es eng mit industriellen Partnern und Universitäten zusammen. Forschungsschwerpunkte sind die Optimierung etablierter Plasmaverfahren und Plasmaprodukte sowie die Entwicklung neuer Plasmaanwendungen in den Bereichen Oberflächen und Materialien, Energie und Umwelt sowie Biologie und Medizin.


Ansprechpartner:
Dr. Ronny Brandenburg
Tel: 03834 / 554 447
brandenburg@inp-greifswald.de


Quelle: idw



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